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Israelische Luftangriffe

25.10.2005 ·  Drei Verletzte in Gaza / Reaktion auf Raketenbeschuß durch Dschihad

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jöb. JERUSALEM, 25. Oktober. Die israelische Luftwaffe hat am Dienstag den Gazastreifen mit Raketen angegriffen. Zuvor hatten militante Islamisten mehrere Kassem-Raketen auf israelisches Staatsgebiet abgefeuert. Die Luftwaffe habe Gebäude beschossen, die von militanten Palästinensern genutzt worden seien, teilte die Armee mit. Dabei wurden dem Vernehmen nach eine Frau und ihre beiden Töchter verletzt. Die vom Gazastreifen aus abgefeuerten Geschosse, die offenbar keinen Schaden anrichteten, seien die Reaktion auf die Tötung des Dschihad-Führers Saadis, teilte die militante Gruppe mit. Die israelische Armee hatte ihn und ein weiteres Dschihad-Mitglied am Montag in Tulkarm erschossen. Sie warf ihm die Vorbereitung von zwei Selbstmordattentaten in den vergangenen Monaten und die Planung eines neuen Terrorschlags vor.

Der israelische Beschuß war der erste seit etwa vier Wochen. Damals hatten Terroristen islamistischer Gruppen und der Fatah beschlossen, ihre Angriffe vom Gazastreifen auf Israel auszusetzen, um die seit Frühling andauernde Waffenruhe einzuhalten. Der Dschihad hatte nach der Tötung Saadis aber davor gewarnt, diese Ruhe könnte durch Israel zerstört werden.

In Ramallah wurden die islamistischen Kassem-Raketen verurteilt. Sie würden "negative Folgen" für die innerpalästinensischen Beziehungen haben, sagte der Sprecher des palästinensischen Innenministeriums. Nach seinen Worten hatte der Dschihad insgesamt 25 Kassem-Raketen auf Ziele in Israel abgefeuert, von denen jedoch 21 im Norden des palästinensischen Gazastreifens einschlugen. Nur vier trafen israelisches Gebiet. Einerseits wollen vor allem militante Islamisten Israel zeigen, daß sie sich gezielten Tötungen nicht wehrlos ergeben; zum anderen aber stoßen die Kassemangriffe unter Palästinensern auf Kritik, weil sie israelische Vergeltung fürchten.

Quelle: F.A.Z., 26.10.2005, Nr. 249 / Seite 6
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