28.04.2006 · nf. BERLIN, 28. April. Die Gewerkschaften haben Widerstand gegen die von der Bundesregierung geplante Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre angekündigt. "Wir haben für fünf Millionen Menschen keine Arbeit.
nf. BERLIN, 28. April. Die Gewerkschaften haben Widerstand gegen die von der Bundesregierung geplante Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre angekündigt. "Wir haben für fünf Millionen Menschen keine Arbeit. Und da werden wir jetzt den Weg gehen, daß die, die Arbeit haben, zwei Jahre länger arbeiten, damit die, die keine haben, keine Chancen kriegen? Das ist doch widersinnig", sagte der IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters im Gespräch mit dieser Zeitung und dem Inforadio (rbb) Berlin, das an diesem Samstag ausgestrahlt wird. Statt nach einer Verbesserung in den sozialen Sicherungssystemen zu suchen, würden lediglich die Kosten von den Arbeitgebern auf die Arbeitnehmer verlagert. "Das heißt, die Arbeitnehmer haben am Ende einer solchen sogenannten Reform immer weniger in der Tasche, können sich weniger erlauben, das bedeutet, daß noch einmal die Binnennachfrage über diesen Weg geschwächt wird. Das ist mit uns nicht zu machen."
Während der Kundgebungen zum "Tag der Arbeit" am 1. Mai wollen die Gewerkschaften auch für die Einführung der Bürgerversicherung im Gesundheitswesen und eines gesetzlichen Mindestlohns werben und vor einer weiteren Lockerung des Kündigungsschutzes warnen. Die zentrale Maikundgebung mit DGB-Chef Michael Sommer findet in Wolfsburg statt, Peters spricht in München, der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske in Berlin.