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Hypo Real Estate schockt die Börse

10.03.2008 ·  theu./Reuters. MÜNCHEN, 10. März. Die Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) verschreckt mit weiteren Hiobsbotschaften abermals die Börse. Der Kurs der im Deutschen Aktienindex Dax geführten HRE-Aktie brach am Montag um 13,5 Prozent auf 14,35 Euro ein.

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theu./Reuters. MÜNCHEN, 10. März. Die Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) verschreckt mit weiteren Hiobsbotschaften abermals die Börse. Der Kurs der im Deutschen Aktienindex Dax geführten HRE-Aktie brach am Montag um 13,5 Prozent auf 14,35 Euro ein. Auslöser war ein interner Mitarbeiterbrief von HRE-Vorstandschef Georg Funke vom Montag, in dem er die bisherigen Gewinnprognosen der Bank für dieses Jahr in Frage stellt. "Wie alle Finanzinstitute weltweit haben wir es mit extrem schwierigen Märkten zu tun", schrieb Funke. "Das Erreichen unserer angestrebten Ziele bleibt möglich, ist aber sicherlich schwieriger geworden und hängt zu einem großen Maße von der künftigen Entwicklung der Märkte ab." Eine öffentliche Gewinnwarnung gab die HRE nicht ab. Für 2008 peilt die Bank bisher einen Vorsteuergewinn von 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro an. Es ist das zweite Mal binnen weniger Monate, dass der Immobilienfinanzierer mit unerwartet schlechten Nachrichten für eine Schockwelle sorgt. Bereits Mitte Januar hatte die Bank überraschend mitgeteilt, 390 Millionen Euro auf ein amerikanisches Wertpapierportfolio abschreiben zu müssen. Funke hatte zuvor monatelang beteuert, die HRE sei nicht von der Kreditmarktkrise betroffen. Die HRE-Aktie erlitt daraufhin den höchsten Tagesverlust in der Dax-Geschichte und büßte binnen Stunden ein Drittel ihres Werts ein. Analysten kommentierten, die mangelnde Glaubwürdigkeit Funkes sei eine Belastung für das Unternehmen. Aufsichtsratschef Kurt Viermetz stärkte dem angeschlagenen Bankchef jedoch den Rücken. Funke habe weiter sein "uneingeschränktes Vertrauen", sagte er dieser Zeitung (F.A.Z. vom 18. Januar).

Quelle: F.A.Z., 11.03.2008, Nr. 60 / Seite 16
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