14.10.2005 · Her. KIRKUK, 14. Oktober. Trotz einer weiteren Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen sind im Irak am Tag vor dem Verfassungsreferendum bei Bombenanschlägen zahlreiche Personen getötet und verletzt worden.
Her. KIRKUK, 14. Oktober. Trotz einer weiteren Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen sind im Irak am Tag vor dem Verfassungsreferendum bei Bombenanschlägen zahlreiche Personen getötet und verletzt worden. Nahe Baquba wurden bei der Detonation einer Bombe vier irakische Polizisten getötet. In Bagdad verletzte ein Sprengsatz vier Iraker. Ebenfalls in Bagdad verübten Aufständische einen Bombenanschlag auf ein Büro der Irakisch-Islamischen Partei, die als einzige große sunnitische Partei die Verfassung unterstützt. Dabei wurde niemand verletzt. In der Rebellenhochburg Falludscha wurde das Büro der Partei durch eine Bombe zerstört. Schon am frühen Morgen wurde eine Granate auf das Haus des Klerikers Scheik Muajad al Asami geworfen, der der Irakisch-Islamischen Partei nahesteht. Der Sohn Al Asamis war am Vorabend beim Besuch einer Moschee bedroht worden. Der Nachrichtensender Al Arabija berichtete, die bisher nicht bekannte Terrorgruppe "Armee der siegreichen Religionsgruppe", die sich aus Mitgliedern von Al Qaida und anderen islamistischen Zellen zusammensetzen soll, habe die Ermordung der führenden Repräsentanten der Irakisch-Islamischen Partei angekündigt. In einem kurdischen Viertel der Stadt Kirkuk explodierten auf einem Markt zwei Autobomben. Dabei wurden fünf Zivilisten verletzt. Großajatollah Sistani ließ am Freitag über einen Sprecher die Iraker zur Teilnahme am Referendum aufrufen. Unterdessen gab die Arabische Liga bekannt, daß ihr Generalsekretär am kommenden Montag erstmals seit dem Irak-Krieg nach Bagdad reisen werde.