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Früherer NPD-Chef Wöll will wegziehen

09.07.2008 ·  jjo. BUTZBACH. Der frühere hessische NPD-Vorsitzende Marcel Wöll, den das Landgericht Gießen vor zwei Wochen wegen Volksverhetzung zu vier Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt hat, will offenbar seinen Wohnort Hoch-Weisel verlassen.

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jjo. BUTZBACH. Der frühere hessische NPD-Vorsitzende Marcel Wöll, den das Landgericht Gießen vor zwei Wochen wegen Volksverhetzung zu vier Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt hat, will offenbar seinen Wohnort Hoch-Weisel verlassen. Ein Haus, das der 25 Jahre alte Schreiner und Vater von drei Kindern in dem Dorf gekauft hatte und das in den vergangenen Monaten als Zentrum der hessischen NPD diente, steht zum Verkauf. Nach Informationen dieser Zeitung soll Wöll gegenüber NPD-Mitgliedern geäußert haben, nach Thüringen umziehen zu wollen. Gegen die Aktivitäten Wölls, der Stadtverordneter in Butzbach und Mitglied des Kreistags ist, war in Hoch-Weisel ein breites gesellschaftliches Bündnis für Demokratie und Toleranz gegründet worden, das sich auch in der Jugendarbeit engagierte. In den Sitzungen des Stadtparlaments, an denen Wöll in jüngster Zeit immer seltener teilgenommen hat, hatten sich die Fraktionen darauf verständigt, dass ein Stadtverordneter eine Gegenrede zu NPD-Anträgen hält und diese dann abgelehnt werden.

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