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"Vanity Fair" sucht Chef Nikolaus Albrecht geht nach New York

22.01.2009 ·  Der Verlag Condé Nast betreibt eine Pressepolitik, die erst auf den zweiten Blick überzeugt, dann aber vielleicht doch ihren Hintersinn offenbart: Nikolaus Albrecht, der Chefredakteur der deutschen "Vanity Fair", gibt seinen Posten ...

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Der Verlag Condé Nast betreibt eine Pressepolitik, die erst auf den zweiten Blick überzeugt, dann aber vielleicht doch ihren Hintersinn offenbart: Nikolaus Albrecht, der Chefredakteur der deutschen "Vanity Fair", gibt seinen Posten ab und wird Korrespondent für das Blatt und den Schwestertitel "Vogue" in New York. Das allerdings nicht gleich, sondern erst Ende des Jahres. Einen Nachfolger für Albrecht gibt es verständlicherweise noch nicht, er soll in aller Ruhe gesucht werden, und zwar von einer in Paris ansässigen Personalberatung, die direkt an den Chef von Condé Nast International, Jonathan Newhouse, berichtet.

Womit auch geklärt wäre, warum die Nachricht so früh abgesetzt wird. Begönne man einfach so zu suchen, käme die Sache in der sprechfreudigen Branche garantiert schnell heraus, vielleicht war es schon im Schwange. Jetzt weiß jeder, dass eine der interessantesten, aber auch schwierigsten Chefstellen im deutschen Magazingeschäft frei ist, und kann sich darauf einstellen.

Jonathan Newhouse, der im Interview mit dieser Zeitung (4. Dezember 2008) anlässlich des Abgangs seines Deutschlandchefs Bernd Runge bekräftigte, dass der Verlag fest zu der mäßig gestarteten deutschen "Vanity Fair" stehe, und sich gegen das kurzfristige Denken von Finanzanlegern in der Branche wandte, sagte nun, dass sich das Blatt kontinuierlich entwickle. Unter Nikolaus Albrecht habe man talentierte Mitarbeiter gewonnen und die Auflage "auf ein Niveau von 200 000" gesteigert. 2009 werde der Verlag - gegen den allgemeinen Trend - eine Reihe neuer Magazine auflegen: "Wired" in Italien und Großbritannien, das Modemagazin "Love" in Großbritannien und "Glamour" in Japan, zudem stehe der Markteintritt in Bulgarien bevor. Im vergangenen Jahr hatte Condé Nast das Heft "Gentlemen's Quarterly" in Frankreich, "Vanity Fair" in Spanien, "Tatler" in Russland, "GQ" in Indien und "Vogue Hommes" in Japan auf den Markt gebracht. miha.

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