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Sammlung Rau gehört Unicef Reichtum für Kinder

Bevor Gustav Rau seine Kunstsammlung dem Kinderhilfswerk Unicef vermacht hat, hatte er seine Bilder verschiedenen Stiftungen zugedacht. Deren Klage gegen die Erteilung eines Erbscheins an Unicef hat das Landgericht Konstanz jetzt zurückgewiesen.

Im jahrelangen Streit um das rechtmäßige Erbe an der Kunstsammlung des 2002 verstorbenen Stuttgarter Arztes Gustav Rau hat das Landgericht Konstanz nun mitgeteilt, dass durch ein medizinisches Gutachten zweifelsfrei bestätigt sei, dass Rau geschäftsfähig gewesen ist, als er 1999 sein letztes Testament verfasste. Darin hatte er Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, als Alleinerbin eingesetzt. Mehrere Beschwerden von Stiftungen, denen Rau seine Bilder in früheren Testamenten gleichfalls zugedacht hatte, gegen die Erteilung eines Erbscheins an Unicef seien deshalb jetzt zurückgewiesen worden. Die Sammlung umfasst 750 Gemälde, darunter Werke von Cranach, Fra Angelico, Monet, Renoir, Degas und Cézanne. Ihr Wert wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Rau hatte verfügt, dass Unicef bis auf einen kleinen Kernbestand alles verkaufen darf. Bislang galt jedoch ein juristisches Verwertungsverbot.

Quelle: F.A.Z.

 
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