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Handfeste wirtschaftliche Eigeninteressen

13.07.2011 ·  Zu "Undurchsichtige Auftragsforschung" von Regina Mönch (F.A.Z. vom 6. Juli): Hier wird ein Zerrbild der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geschildert, das nicht den Tatsachen entspricht. Es ist nicht nur journalistisch bedauerlich, ...

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Zu "Undurchsichtige Auftragsforschung" von Regina Mönch (F.A.Z. vom 6. Juli): Hier wird ein Zerrbild der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geschildert, das nicht den Tatsachen entspricht. Es ist nicht nur journalistisch bedauerlich, dass hier einseitig Vorwürfe gegen die DFG zitiert werden, die dazu keine Stellung nehmen darf, sondern dass andererseits auch mit keiner Silbe kenntlich gemacht wird, dass diese sogenannte "Tagung" und ihre Ankläger Siebeck, Reuß und Co. einschlägig bekannte "Open access"-Kritiker sind, die ihrerseits natürlich ebenso handfeste wirtschaftliche Eigeninteressen vertreten. Eigeninteressen sind legitim, nur sollte dann auch nicht der falsche Eindruck vermittelt werden, es ginge hier allein und uneigennützig um die Reinheit der Wissenschaft, wenn es in Wahrheit doch um die Verteidigung eines Verlagsgeschäftsmodells geht.

Über die Frage, wie viel "open access" gewollt ist, sollte zwischen Wissenschaft, Verlegern und Politik ehrlich und mit offenem Visier gestritten werden. Die DFG-Kritiker aber scheinen die Polemik einer Sachauseinandersetzung vorzuziehen. Bedauerlich.

Michael Kretschmer, MdB, Berlin

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