19.08.2010 · Kritik an Signierstunde Tony Blairs
Ein Gruppe von Autoren hat die Buchhandlungskette Waterstones aufgefordert, die für den 8. September angesetzte Signierstunde für die Erinnerungen von Tony Blair abzusagen. In einem Leserbrief an den "Guardian" argumentieren Autoren wie A.L. Kennedy, John Pilger und Iain Banks, dass die Buchhandlung ihrem Ruf ernsthaft schade, wenn sie dem einstigen Premier helfe, sein Buch zu bewerben. Die Signierstunde beleidige die meisten Briten. Die Mehrheit der britischen Öffentlichkeit glaube, dass Blair gelogen und sich Beweismaterial zurechtgelegt habe, um in den Krieg gegen den Irak einzutreten, obwohl ihm bekannt gewesen sei, dass dieser gegen das internationale Recht verstoße. In einer Replik pflichtet der Vorsitzende des britischen Pen den Autoren zwar in ihrer Kritik an Blair bei, widersprechen aber der Behauptung, dass sich Waterstones durch die Signierstunde in Verruf bringe. In einer liberalen Gesellschaft sei das Recht auf freie Meinungsäußerung unabdinglich. G.T.