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Entdeckung eines van Gogh

24.02.2010 ·  Mit den Entdeckungen in der Kunst verhält es sich häufig nicht anders als mit denen im Tierreich: Wenn gemeldet wird, eine neue Affenart sei entdeckt worden, dann wäre es ein Irrtum anzunehmen, Forscher seien plötzlich im Dschungel auf ein bisher unbekanntes Tier gestoßen.

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Mit den Entdeckungen in der Kunst verhält es sich häufig nicht anders als mit denen im Tierreich: Wenn gemeldet wird, eine neue Affenart sei entdeckt worden, dann wäre es ein Irrtum anzunehmen, Forscher seien plötzlich im Dschungel auf ein bisher unbekanntes Tier gestoßen. Es bedeutet nur, dass die Experten ein bekanntes Tier nun einer neuen Art zuschreiben. Ähnlich liegt der Fall bei Vincent van Goghs Gemälde "Le blute-fin" von 1886. Wenn es vom Museum de Fundatie im niederländischen Zwolle als Entdeckung angekündigt wird, bedeutet das leider nicht, dass es auf einem Dachboden oder beim Trödler gefunden wurde. Es heißt einfach, dass die Experten des Van Gogh Museums in Amsterdam es nach zahlreichen Untersuchungen für einen echten van Gogh halten. Bekannt war das Bild schon länger. Aber es ist ein später Triumph für den 1984 verstorbenen Museumsgründers Dirk Hannema: Er hatte das Bild 1975 bei einem Händler in Paris gekauft. Seine Überzeugung, es sei ein van Gogh, wollte niemand teilen. Nun hat er doch recht behalten. Das Museum präsentiert das Gemälde bis zum 4. Juli im Rahmen einer Ausstellung. In der kunsthistorischen Zeitschrift "The Burlington Magazine" legen im Juni zwei Mitarbeiter des Van Gogh Museums ihre Befunde dar. (jvo)

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