10.09.2009 · Stefan Raab sucht 2010 fürs Erste
Stefan Raab wollte um jeden Preis. Darauf konnte die ARD von Anfang an bauen. Und so waren die Irritationen, ob sich der Pro-Sieben-Entertainer doch noch am "Eurovision Song Contest" beteiligen und damit ins öffentlich-rechtliche Boot holen lassen würde, wohl nicht mehr als Geplänkel. Raab, der schon dreimal recht erfolgreich am Grand Prix teilgenommen hat (mit Guildo Horn und Max Mutzke, im Jahr 2000 stand Raab selbst auf der Bühne), bekommt nun die größte erdenkliche Plattform für seine Kandidatensuche. Das scheint angemessen für das größte internationale Fernsehereignis nach den Olympischen Spielen und der Fußball-WM. Statt eines Vorentscheids wird es 2010 acht Fernsehshows geben. Gesucht wird ein "neuer, unverbrauchter Künstler", der sich zunächst einer Jury stellen muss. Zwanzig Kandidaten gehen dann an den Start, nur zwei schaffen es in die Endrunde. Die Zuschauer entscheiden über den Gewinner und sein Lied, mit dem er im Mai in Oslo antreten wird. ARD und Pro Sieben teilen sich die Übertragungen und die Kosten. Die fünf Vorentscheidungen sowie das Halbfinale werden auf dem Privatsender gezeigt, Viertelfinale und Finale sind im Ersten zu sehen. Zudem übertragen alle neun Landesrundfunkanstalten "Unser Star für Oslo" im Radio. Mehr Öffentlichkeit geht kaum. Damit will Stefan Raab zum "Retter des Contest" werden, auch wenn ihm, wie er sagt, in Oslo ein Platz unter den besten zehn schon reicht. pps.