01.07.2007 · kön. FRANKFURT, 1. Juli. Günter Saller kann sich glücklich schätzen. Der Personalleiter des Windkraftanlagenherstellers Repower hat einen Trumpf: "Die Branche reizt gewaltig", sagt er. "Erneuerbare Energien stehen im Brennpunkt, ...
kön. FRANKFURT, 1. Juli. Günter Saller kann sich glücklich schätzen. Der Personalleiter des Windkraftanlagenherstellers Repower hat einen Trumpf: "Die Branche reizt gewaltig", sagt er. "Erneuerbare Energien stehen im Brennpunkt, sie haben ein positives Image und stellen eine umweltfreundliche und zukunftsträchtige Industrie dar." Das helfe bei der schwierigen Mitarbeitersuche.
Repower stellt in diesem Jahr mehr als 200 Personen ein und wird Ende 2007 mehr als 1000 Beschäftigte haben. Das Wachstum soll sich im kommenden Jahr fortsetzen. Heute stehen 900 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste. Nicht viel anders sieht es beim Konkurrenten Nordex aus: Rund 500 Mitarbeiter will der benachbarte Hersteller von Windrädern dieses Jahr einstellen und mit 1500 Beschäftigten zum Jahresende die Belegschaft um 50 Prozent aufgestockt haben - 1300 Beschäftigte sind es zur Zeit. Nordex macht aus der Not eine Tugend: Am Fertigungsstandort Rostock werden viele ehemalige Werftarbeiter umgeschult und eingestellt.
"Ingenieure sind mit Abstand das größte Problem", sagt Saller. "Hier könnte es in Zukunft deutlich schwieriger werden, passende Mitarbeiter zu finden." Elektrotechniker, Maschinenbauer, Konstrukteure, Bauingenieure stehen auf der Suchliste - und mehr noch Facharbeiter. Denn mit jeder neu errichteten Anlage wächst der Servicebedarf. Der Kampf gegen den Engpass erfolgt mit vielen Mitteln. Die Zusammenarbeit mit Hochschulen soll rechtzeitig Studenten an die Unternehmen binden. Repower etwa hat außerdem die Einstiegsgehälter für Ingenieure um zehn Prozent erhöht. Auch kommen sie in den Genuss von Mitarbeiterbeteiligungen. Und Karrieremöglichkeiten sind vorhanden. "Jeder kann mit dem Bewusstsein einsteigen, dass er eine Perspektive im Job hat", sagt Saller. Ständig werden Führungskräfte für nationale und internationale Aufgaben gesucht. Standort ist ein weiteres Stichwort. Repower hat zwar den Sitz in Hamburg. Die Produktion ist in Husum. Um attraktiver zu werden, werden nun mehr Stellen in der Hansestadt geschaffen. Günter Saller muss es wissen: Er arbeitet in Husum, kommt aber aus München. Die Aufgabe habe ihn eben gereizt.