09.09.2004 · rüb. WASHINGTON, 9. September. Die Auseinandersetzung um den Militärdienst von Präsident George W. Bush in der Nationalgarde ist nach der Veröffentlichung neuer Dokumente abermals aufgeflammt. Die Tageszeitung "Boston Globe" will ...
Die Auseinandersetzung um den Militärdienst von Präsident George W. Bush in der Nationalgarde ist nach der Veröffentlichung neuer Dokumente abermals aufgeflammt. Die Tageszeitung "Boston Globe" will nach Durchsicht von bereits im Februar vom Weißen Haus veröffentlichten Dokumenten nunmehr wissen, Bush habe in den Jahren 1968 und 1973 seine Dienstpflichten als Kampfflieger der Nationalgarde nicht erfüllt und deshalb seine Fluglizenz verloren. Zudem kam der Fernsehsender CBS in den Besitz persönlicher Unterlagen von Bushs damaligem Befehlshaber bei der Nationalgarde in Texas, aus denen hervorgehen soll, daß Bush eine Vorzugsbehandlung genossen habe, um sich seinen Verpflichtungen zu Trainingsflügen zu entziehen. Das Weiße Haus wies die Vorwürfe mit dem Argument zurück, es handele sich um die längst bekannten und als falsch widerlegten Vorwürfe, die von Bushs politischen Gegnern schon im Wahlkampf 2000 vorgebracht worden seien. Bushs Herausforderer John Kerry stellt im Wahlkampf seinen Militärdienst in Vietnam stets in den Vordergrund, während Bush sich fortgesetzt mit Vorwürfen konfrontiert sieht, er habe sich einem Vietnam-Einsatz entzogen.