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KRISE ALS CHANCE : Wenn Risikoprävention Teamsache ist

Bild: Rido / Fotolia

Volks- und Raiffeisenbanken arbeiten gemeinsam mit ihren Firmenkunden daran, Unternehmen für die Zukunft zu rüsten und sie auch bei der frühzeitigen Erkennung drohender Risiken zu unterstützen. Dafür sind sie wegen des Genossenschaftsprinzips ein besonders geeigneter Partner.

          Die Unternehmenskundenberater der VR-Bank Würzburg machen ihren Firmenkunden mindestens zweimal pro Jahr ein Gesprächsangebot. Der erste Termin dient einer Bestandsaufnahme: Wie hat sich das Geschäft im vergangenen Jahr verändert? Wie sieht die Strategie für die Zukunft aus? Wie ist das Unternehmen auf kommende Herausforderungen vorbereitet, zum Beispiel mit Blick auf Investitionen in Informationstechnik? Solche Fragen diskutieren die Berater mit interessierten Firmenkunden im persönlichen Gespräch. „Nur wenn wir ein tiefes Verständnis für das Geschäft eines Kunden haben, können wir ihn professionell begleiten“, erklärt Claus Reder, Leiter des Firmenkundengeschäfts der Bank.

          Wenn ein weiteres Gespräch mit einem Kunden stattfindet, bereiten es die Volksbank-Berater noch intensiver vor. Sie ziehen dazu nicht nur die Ergebnisse des ersten Gesprächs heran, sondern auf Wunsch auch die Bilanz des Unternehmens. Auf dieser Grundlage erstellen sie ein Exposé für das Unternehmen. Das besprechen sie gemeinsam mit dem Kunden, auch um Risiken im Unternehmen zu erkennen und Ideen zu entwickeln, wie man sie beseitigen kann. Daran haben die Bank und Unternehmen ein gemeinsames Interesse. „Wenn Schwächen und Risiken frühzeitig erkannt werden, sinkt die Gefahr, dass das Unternehmen in Zukunft in eine Krise gerät“, sagt Reder. Auch die Bank hat etwas davon: Für sie sinkt das Kreditausfallrisiko.

          Welche Themen mit finanzieller Relevanz sich bei den Gesprächen mit Unternehmenskunden ergeben, ist sehr verschieden. Es gibt allerdings einige Klassiker. So versäumen es manche Unternehmen, durch die Weiterentwicklung von Produkten und Services auf veränderte Kundenanforderungen zu reagieren oder Wachstumschancen zu nutzen. Andere Unternehmen befinden sich in einer gewagten Abhängigkeit zu wenigen Kunden, mit denen sie den Löwenanteil des Umsatzes erzielen. Weitere Themen, bei denen sich in den Gesprächen finanzwirtschaftliche Auswirkungen zeigen: Unternehmen betreiben kein professionelles Debitorenmanagement und riskieren so Forderungsausfälle. Und: Viele Unternehmen kümmern sich zu wenig um Mitarbeiterbindung und -gewinnung.

          Wenn sich im Gespräch mit einem Firmenkundenberater der Genossenschaftsbank Themen mit Krisenpotenzial ergeben, werden finanzwirtschaftliche Möglichkeiten entwickelt, mit denen gegengesteuert werden kann. „Wir lassen uns immer von dem Ziel leiten, das Risiko zukünftiger Krisen zu minimieren“, sagt Reder. Häufig ist das Gespräch der Anlass, bestimmte Stellschrauben im Unternehmen anzupassen, um beispielsweise die Liquidität zu optimieren. Etwa durch die Einführung von Factoring: Mit dem Verkauf offener Forderungen kann ein Unternehmen seine Liquiditätssituation schlagartig verbessern. Auch wenn bereits Anzeichen für eine Krise zu erkennen sind, kann die Bank oft mit einer Lösung dienen. Zum Beispiel, indem sie die Laufzeit von Krediten verlängert oder hilft, per Leasing Vermögensgegenstände aus der Bilanz auszugliedern.

          „Genossenschaftsbanken können mit ihrer Beratung besonders gut zur Krisenprävention beitragen“, sagt Claus Reder. Denn wegen ihrer regionalen Nähe kennen sie Unternehmen und deren Rahmenbedingungen besonders gut. Und da Unternehmen und Unternehmer oft zugleich Kunden und Mitglieder der Genossenschaft sind, bestehen in der Regel enge Beziehung und ein besonders intensives Vertrauensverhältnis.

          Bei aller Expertise der Firmenkundenberater brauchen Unternehmen in schwierigen Situationen manchmal auch zusätzliche Unterstützung, etwa von spezialisierten Unternehmensberatern oder Steuerberatern. Hier können Volksbanken und Raiffeisenbanken ebenfalls Tipps geben. „Wir sind eng mit regionalen Experten vernetzt, zu denen wir für unsere Kunden bei Bedarf auch kurzfristig Kontakte herstellen können“, sagt Reder. So können Unternehmer stets sicher sein, dass sie professionell begleitet werden, wenn sie dies wünschen – im Sinne der Krisenprävention genauso wie in Situationen, in denen eine Krise abgewendet werden muss.