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Anzeigensonderveröffentlichung

: Vom alten Bauernhaus zum Vorzeigeobjekt

Bild: IWO

Nach einer umfassenden Sanierung sank der Primärenergiebedarf des 1902 erbauten Hauses der Familie Jäniche aus Mecklenburg-Vorpommern um drei Viertel. Neben Dämmmaßnahmen spielte die Heizungserneuerung dabei eine wichtige Rolle.

          Der traumhafte Blick über die mecklenburgische Ostsee – das ist es, was das Haus von Familie Jäniche in Bastorf im Landkreis Rostock einzigartig macht. Drei Generationen leben in dem 1902 erbauten einstigen Bauernhaus auf insgesamt 487 Quadratmetern unter einem Dach, die insgesamt acht Bewohner genießen das große Platzangebot und die einzigartige Lage. Doch gegenüber den früheren Generationen, die diese schmucke Immobilie bewohnt haben, hat Familie Jäniche heute noch einen zusätzlichen Vorteil: Das Gebäude ist nämlich nach einer umfassenden Sanierung mittlerweile hoch energieeffizient.

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          Als die beiden Brüder Mathias und Thomas Jäniche beschlossen, ihr Elternhaus energetisch auf den neuesten Stand zu bringen, war das Anwesen zwar schön und geräumig – aber es mangelte ihm an Wirtschaftlichkeit. Bei satten 244 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmetern lag der Primärenergiebedarf. Zum Vergleich: Im Neubau sind heute 60 bis 70 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter Standard. Angesichts solcher Werte war klar: Eine Einzelmaßnahme würde bei weitem nicht ausreichen.

          14 Zentimeter dickes Wärmedämm-Verbundsystem für die Fassade

          Die Außenwände und das Dach des 1902 errichteten Hauses waren bisher nicht beziehungsweise nur unzureichend gedämmt. Also entschieden sich die Bauherren dazu, die  Fassade mit einem 14 Zentimeter dicken Wärmedämm-Verbundsystem zu dämmen und die Dachflächen mit einer 20-Zentimeter-Einblasdämmung zu versehen. Die Kellerdecken erhielten eine sechs Zentimeter dicke, mineralische Plattendämmung. Die alten Doppelglasfenster und -türen kamen ebenfalls raus: Neue Kunststoffelemente mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung sorgen nun auch an den Maueröffnungen für maximalen Wärmeschutz.

          Und schließlich flog der alte Heizkessel raus. Die veraltete Technik ohne witterungsabhängige Steuerung hätte einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich gemacht. Die neue Heizungsanlage mit einer Nennwärmeleistung von 18 bis 27 Kilowatt mit modernster Öl-Brennwerttechnik erreicht nun Nutzungsgrade von bis zu 98 Prozent.

          Kombiniert mit einer solarthermischen Anlage auf dem Dach, die die Sonnenenergie für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung nutzbar macht, sorgt sie nun für wohlige Wärme in dem weitläufigen Anwesen. Die Röhrenkollektoren der Solarthermieanlage wurden auf dem flach geneigten Dach installiert. Optimal zur Sonne ausgerichtet, leistet die 11,5 Quadratmeter große Anlage ihren Beitrag zur Wärmeerzeugung. Zwei parallel geschaltete Pufferspeicher mit einem Gesamtvolumen von 1.200 Litern bevorraten dabei die Wärme für Heizung und Warmwasser.

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          Doch damit nicht genug: Nach der Dämmung und Heizungsmodernisierung gingen die Brüder Jäniche nämlich noch einen Schritt weiter. Sie ließen einen elektrischen Wärmeerzeuger in die Heizungsanlage einbauen, der immer dann Wärme liefert, wenn draußen der Wind stark weht und die Windkraftanlagen, von denen es an der Ostsee sehr viele gibt, mehr Strom produzieren als eigentlich benötigt wird.

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