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Anzeigensonderveröffentlichung

: Erste Hilfe für die Energiewende

Bild: IWO

Eine neue Heizungsanlage schafft schnelle Effizienzgewinne und ist für Hausbesitzer ein relativ kostengünstiger Einstieg in die Energiewende. Für Besitzer einer Ölheizung ist es in der Regel am günstigsten beim bestehenden System bleiben – schließlich ist die notwendige Infrastruktur bereits vorhanden

          Die Tage werden wieder kürzer und kälter, es wird Zeit, die Heizung anzustellen. In vielen Kellern bollert dabei noch ein fast schon antiker Heizkessel: Von den in der aktuellen Schornsteinfegerstatistik erfassten 19,1 Millionen Öl- und Gasheizungen hierzulande sind 2,2 Millionen Anlagen älter als 26 Jahre und sieben Millionen älter als 17 Jahre. Die Besitzer dieser alten Kessel sehen darin zunächst kein Problem. Schließlich tut die Heizung ja noch ihren Dienst und sorgt für wohlige Wärme. Doch wer so denkt, heizt tagtäglich Energie und Geld zum Fenster raus.

          Um Hauseigentümer dafür zu sensibilisieren, ziert ein Energieeffizienzlabel, das viele von Haushaltsgeräten her kennen, jetzt auch immer mehr Heizungsanlagen: Während neue Heizungen bereits seit 2015 mit dem Energieeffizienzlabel ausgestattet sind, ist das mittlerweile auch für ältere Anlagen Pflicht. Das Label sortiert die Anlagen über ein Farbsystem in verschiedene Effizienzklassen ein: von A++ bis hin zur schlechtesten Klasse E. Konventionelle Heizkessel werden in die Klassen E bis A eingestuft, moderne Öl-Brennwertgeräte finden sich dabei im grünen Klasse-A-Bereich wieder. Hybridheizungen, die neben Heizöl eine oder mehrere erneuerbare Energien nutzen, werden bei A+ oder A++ eingestuft. Für die Eigentümer der Heizungsanlagen ist das Labeling durch die Schornsteinfeger kostenlos, der Aufkleber wird beim nächsten regulären Besuch des Kaminkehrers ausgestellt und auf die Anlage geklebt.

          Preisgünstige Option: Austausch der alten Heizung

          Der Austausch alter Heizungen ist oft die schnellste und preisgünstigste Option, um signifikante CO2–Einsparungen zu erzielen und gleichzeitig die individuellen Heizkosten zu reduzieren – gerade auch im Vergleich mit anderen Sanierungsmaßnahmen. Über unzureichend gedämmte Dächer, Außenwände und Keller sowie alte Fenster kann zwar sehr viel Wärme entweichen. Doch um durch Wärmeschutzmaßnahmen an der Gebäudehülle genauso viel Energie einzusparen wie durch eine Heizungserneuerung, muss laut einer Auswertung des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) von Einfamilienhaussanierungen mitunter mehr als das Doppelte investiert werden: Für die Dämmung von Dach oder Fassade wurden jeweils rund 21.000 Euro fällig, während die Energieeinsparung nur bei 14 beziehungsweise 18 Prozent lag.

          Bild: ZIV-Bericht/BAFA April 2017/Grafik: IWO

          Eine Dämmung der Kellerdecke war zwar in den ausgewerteten Fällen mit 4.000 Euro die kostengünstigste Einzelmaßnahme, brachte aber auch lediglich acht Prozent Einsparung. Der Austausch von Türen und Fenstern schlug mit durchschnittlich 17.000 Euro zu Buche, einsparen ließen sich damit rund sieben Prozent. 

          Moderne Brennwertkessel arbeiten heutzutage mit einem Wirkungsgrad von annähernd 100 Prozent, weil insbesondere auch die Wärme aus dem Abgas genutzt wird. Außerdem schonen die geringen Schadstoffemissionen bei der Verbrennung die Umwelt. Zum Vergleich: Bei einem veralteten Standardkessel kommen nur gut zwei Drittel der Energie aus dem Heizöl als Wärme in den Heizkörpern an. Und auch Öl-Niedertemperaturgeräte, die weit verbreitet, aber oftmals schon in die Jahre gekommen sind, können mehr als zehn Prozent der Energie nicht nutzen. Der Einbau einer Brennwertheizung stoppt diese Energieverschwendung sofort und ist zudem eine gute Basis für die Umsetzung weiterer Energiesparmaßnahmen. Und eine Heizungserneuerung ist im Grunde keine große Sache: Im Idealfall kann sie innerhalb nur eines Tages erledigt werden. 

          Wärmeversorgung unabhängig von Leitungen und Netzen

          Wenn man sich für eine Heizungsmodernisierung entscheidet, ist es meistens empfehlenswert, beim jeweiligen Energieträger zu bleiben. „Bei der energetischen Modernisierung ist natürlich jedes Haus individuell zu betrachten“, sagt IWO-Geschäftsführer Adrian Willig. „Grundsätzlich haben wir aber festgestellt, dass es gerade für Besitzer einer Ölheizung günstig ist, bei dem bestehenden System zu bleiben.“ Schließlich ist die notwendige Infrastruktur in Form von Leitungen und einem Heizöltank bereits vorhanden. Zudem bleibt man mit seiner Wärmeversorgung unabhängig von Leitungen und Netzen, weil der Energievorrat schließlich im eigenen Heizöltank lagert. „Wer etwas mehr Geld investieren möchte, sollte die Ergänzung der Öl-Brennwertheizung mit einer Solarthermieanlage in Betracht ziehen”, rät Willig.

          Solche sogenannten Hybridheizungen, die Energie aus mehreren Quellen beziehen, sind nicht nur ein zusätzlicher Gewinn für den Klimaschutz, sondern helfen den Bewohnern auch dabei, zusätzlich Brennstoff zu sparen: In den Sommermonaten kann der Heizkessel komplett ausgeschaltet bleiben, weil die Solarthermieanlage die Warmwasserbereitung vollständig übernimmt. Und in der kalten Jahreszeit kann die Solarwärme bei ausreichender Anlagengröße den Brennwertkessel bei der Raumheizung unterstützen. Je nach Größe und Ausführung der Anlage belaufen sich die zusätzlichen Kosten für die Kombination der Ölheizung mit Solarthermie auf etwa 6.000 bis 12.000 Euro.

          Bild: IWO

          Daneben ist auch eine Holzheizung als erneuerbarer Partner für die Brennwertheizung denkbar. Diese Kombination ist heute bereits sehr weit verbreitet. Die meisten Kaminöfen beheizen jedoch ausschließlich den Raum, in dem sie stehen. Doch dabei muss es nicht bleiben: Ein Kamin kann nicht nur für wohlige Wärme im Wohnraum sorgen, sondern zur Wärmeversorgung des ganzen Hauses beitragen. Dazu wird der klassische Kamin mit einer sogenannte Wassertasche versehen, die wiederum mit dem zentralen Warmwasserspeicher verbunden wird. Brennt der Kamin, erwärmt er automatisch das Wasser in der Wassertasche und unterstützt so Heizung und Trinkwassererwärmung. Hier kommt zusätzlich der Gemütlichkeitsfaktor ins Spiel, den ein flackerndes Kaminfeuer an kalten Winterabenden mit sich bringt. Für wohlige Wärme zu sorgen, wenn die Tage kürzer und kälter werden, muss eben nicht unbedingt teuer sein, wenn man es richtig macht.

          Topmeldungen

          : Jetzt noch Zuschüsse sichern

          Eine neue Heizung kostet erstmal Geld, bevor sie welches spart. Doch Hauseigentümer profitieren derzeit noch von mehreren Förderprogrammen. Das Wirtschaftsministerium will Brennwerttechnik allerdings nicht mehr lange fördern. Experten halten das für einen schweren Fehler.

          : Alternative Wege in eine grüne Zukunft

          Die Energiewende kann nur gelingen, wenn auch der Wärmemarkt seinen Beitrag leistet. Moderne Brennwerttechnik spielt dabei eine wichtige Rolle. Zumal sie auch bezahlbar ist – eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz der Energiewende.

          : Grünes Öl aus Ökostrom, CO2 und Wasser

          Das Dresdner Unternehmen Sunfire hat einen klimaneutralen Rohölersatz entwickelt, der nur aus Wasser und CO2 hergestellt wird. „Blue Crude“ lässt sich in Raffinerien zu Heizöl, Diesel, oder Kerosin weiterverarbeiten. In Norwegen beginnt demnächst die Massenproduktion.

          : Zweimal Sonne und ein bisschen Öl

          Solarstrom, Sonnenwärme und Öl-Brennwerttechnik: So sieht das Heizkonzept von Familie Skusa aus Bremerhaven aus. Das spart Geld und CO2-Emissionen. Und zugleich kann das hier zum Tragen kommende Konzept ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende sein.