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Anzeigensonderveröffentlichung

: Alternative Wege in eine grüne Zukunft

Bild: AdobeStock/defpics

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn auch der Wärmemarkt seinen Beitrag leistet. Moderne Brennwerttechnik spielt dabei eine wichtige Rolle. Zumal sie auch bezahlbar ist – eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz der Energiewende.

          Erneuerbare Energien und fossile Brennstoffe – die einen gelten gemeinhin als Zukunftstechnik, die anderen symbolisieren die Vergangenheit. Das ist spätestens seit der von der Bundesregierung proklamierten Energiewende fest in den Köpfen der meisten Menschen verankert. Dabei müssen fossile und erneuerbare Energieträger überhaupt kein Widerspruch sein: Auch fossile Brennstoffe können nämlich einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten.

          Bild: IWO

          Das zeigt sich vor allem bei der Beheizung von Gebäuden. Denn längst ist klar: Die Energiewende kann nur gelingen, wenn nicht nur die Stromversorgung hierzulande revolutioniert wird, sondern auch der Wärmemarkt einen substanziellen Beitrag leistet. Schließlich benötigen die privaten Haushalte in Deutschland laut Angaben des Umweltbundesamtes mehr als zwei Drittel ihres Endenergieverbrauchs zur Beheizung von Räumen sowie zur Warmwasserbereitung. Die Möglichkeiten, die bewährte, akzeptierte und zugleich auch bezahlbare Technologien wie etwa Brennwertheizungen bei der Wärmeversorgung von Gebäuden bieten, werden daher in vielen Zukunftsszenarien unterschätzt.

          Modernisierung reduziert den Energiebedarf

          20 Millionen Menschen beziehen derzeit ihre Wärme aus Heizöl, die meisten Ölheizungen tun in Ein- und Zweifamilienhäusern ihren Dienst. Vor allem im ländlichen Raum sind Ölheizungen weit verbreitet, denn mancherorts stehen leitungsgebundene Energieträger wie Erdgas gar nicht erst zur Verfügung. Besonders kosteneffizient ist daher der

          Tausch einer alten Ölheizung gegen sparsame Öl-Brennwerttechnik. Diese einfache Modernisierung reduziert den Energiebedarf – und damit auch den CO2-Ausstoß – um bis zu 30 Prozent. Ölheizungsbetreiber können dabei einen wichtigen Beitrag für die Energiewende leisten, denn das Potenzial ist immens: Nur eine halbe Million der insgesamt 5,6 Millionen Ölheizungen hierzulande sind auf dem neuesten Stand der Technik und erreichen als Brennwertkessel die maximale Effizienz.

          Der Austausch alter Ölkessel ist dabei längst noch nicht das Ende der Optimierungsmöglichkeiten: „Moderne Brennwertheizungen können im nächsten Schritt auch als Basis zur Einbindung erneuerbarer Energien dienen“, betont Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme- und Oeltechnik (IWO). So können sie – sofort oder auch später – in einem Hybridheizsystem beispielsweise mit Solarthermie oder einem Holzkaminofen kombiniert werden und auf diese Weise noch mehr Heizöl einsparen.

          Bild: Lore Bark/IWO

          „Brennwerttechnik ist hocheffizient, vielfältig mit Erneuerbaren kombinierbar und dabei vergleichsweise kostengünstig“, fasst Friedrich Budde, Präsident des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) zusammen. Dies sei daher für viele Hausbesitzer die richtige Lösung. Schon heute wird jedes dritte neue Öl-Brennwertgerät mit Solarthermie kombiniert – ein Spitzenwert unter den Heiztechnologien. Deutschlandweit werden fast eine Million Ölheizungen gemeinsam mit einer Solarthermieanlage betrieben. Diese Kombination von speicherbarem Heizöl und regenerativer Sonnenenergie gilt als zukunftsweisend. Durch die Integration von bisher abgeregeltem, erneuerbar erzeugtem Strom in den Wärmemarkt mithilfe flexibel zuschaltbarer elektrischer Heizelemente könnte der Anteil von Erneuerbaren noch weiter ausgebaut werden.

          Forschung an treibhausgasreduzierten Brennstoffen

          Aber auch der Brennstoff selbst wird stetig weiterentwickelt. Für die Zukunft wird derzeit an neuen, treibhausgasreduzierten flüssigen Brennstoffen geforscht. „Im Gebäudebereich könnte damit eine klimaschonendere Wärmeversorgung sichergestellt werden, ohne dass dafür hohe Investitionen in Infrastruktur und neue Heizgeräte nötig sind“, so Willig. Durch die Power-to-Liquid-Technologie kann mithilfe erneuerbaren Stroms aus Wasser und Kohlendioxid flüssiger Brennstoff synthetisch hergestellt werden. Andere Ausgangsstoffe sind Bioabfälle, Algenkulturen oder andere regenerative Kohlenstoffquellen. Ziel ist die Entwicklung marktfähiger, innovativer Brennstoffe, die dem bisherigen Heizöl in hohen Anteilen beigemischt werden und dieses langfristig sogar ganz ersetzen können. „Auf diese Weise werden flüssige Brenn- und Kraftstoffe einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten“, so IWO-Geschäftsführer Willig.

          Die Energiewende könne nur technologieoffen gelingen, ist auch Manfred Greis, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie, überzeugt. „Eine sichere und zu jedem Zeitpunkt verlässliche Energieversorgung ist durch die Direktnutzung erneuerbaren Stroms allein nicht vorstellbar.“ Auch künftig würden gasförmige und flüssige Energieträger benötigt, die zunehmend aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden können.

          Zugleich ist es nach Auffassung des IWO wichtig, die Immobilienbesitzer über die verschiedenen Möglichkeiten der Beheizung ihres Gebäudes aufzuklären – und ihnen dann die Entscheidung über ihr Heizsystem selbst zu überlassen. „Information und finanzielle Förderung bringen mehr als Vorschriften“, so Willig. Das bestätigt auch eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Demnach wollen mehr als 87 Prozent der Ein- und Zweifamilienhausbesitzer über ihr Heizsystem frei entscheiden und lehnen staatliche Vorgaben bei der Heizungswahl ab. Zumal auch die Bezahlbarkeit der notwendigen Maßnahmen eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz der Energiewende als solche ist.

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