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Anzeigensonderveröffentlichung

: Emerging Markets-Ausblick: positiv

Bild: Pimco

Doch bedeuten verbesserte makroökonomischen Fundamentaldaten, höhere Bewertungen, potenzielle Volatilität und spezifische politische Ereignisse, dass Anleger härter arbeiten müssen, um attraktive Renditen zu finden?

          Während PIMCOs Konjunkturausblick insgesamt vorsichtig ist, sieht unsere Prognose für die Schwellenländer ohne China positiver aus. Wir erwarten in den Emerging Markets eine weitere Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage, da sich die meisten von ihnen in einer anderen Phase des Konjunkturzyklus befinden als die Industrieländer und noch immer von den weltweit relativ günstigen geldpolitischen Bedingungen profitieren. Beides dürfte einen Aufschwung der Wirtschaftstätigkeit und eine anhaltende Disinflation fördern.

          Da die Bewertungen von Schwellenländeranleihen nach der diesjährigen Rally hoch sind und die Marktvolatilität in den kommenden Monaten wahrscheinlich zunehmen wird, könnte die Zeit relativ einfacher Renditen für Anleger in Emerging Markets zu Ende gehen.

          Zunehmendes Wachstum in den Schwellenländern

          Das Wachstum der Schwellenländer hat sich auf den niedrigeren Ständen nach der Finanzkrise stabilisiert, mit einem für eine gewisse Zeit geringeren Wachstumsunterschied gegenüber den Industrieländern. Für 2018 erwarten wir, angetrieben durch den Konsum und die Erholung des Welthandels, einen Anstieg des Wachstums der Schwellenländer¹ auf 4,0%, was leicht über den Konsensprognosen liegt. Sowohl in Russland als auch in Brasilien wird sich die Konjunkturerholung wahrscheinlich weiter verfestigen, während das Wachstum in Mexiko und Indien stabil bleiben dürfte.

          Die Schwellenländer bleiben insgesamt fest mit dem Schicksal der Weltwirtschaft verbunden, und eines der Hauptrisiken für unsere Wachstumsprognose besteht in einer möglichen Änderung der US-Handelspolitik. Vor der Finanzkrise im Jahr 2008 hob ein höheres Leistungsbilanzdefizit der USA das Wachstum der Schwellenländer auf 6% bis 7% an. Nach der Krise hat sich das US-Leistungsbilanzdefizit auf einen niedrigeren Wert eingestellt, und dasselbe geschah mit dem Wachstum der Emerging Markets. Künftig könnte eine protektionistischere USA in den Verhandlungen zum Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) oder gegenüber China das Wachstum deutlich unter unser Basisszenario bis auf einen Wert von 2% drücken.

          Disinflation: zyklisch, nicht strukturell

          Die Inflation dürfte in den Schwellenländern 2018 insgesamt abnehmen. Es wird erwartet, dass sich der Gesamt-VPI (Verbraucherpreisindex) einem Wert von rund 4,2% annähert. In Brasilien und Russland dürfte die Inflation gut innerhalb ihrer jeweiligen Inflationsziele bleiben, wogegen sie in Mexiko, wo der Verbraucherpreisindex über dem Zielwert lag, nach unseren Erwartungen unter 4% fallen dürfte.

          Unsere Analyse deutet darauf hin, dass die gegenwärtige Disinflation in den Schwellenländern in erster Linie ein konjunkturbedingter Rückgang ist, der durch die Lebensmittel- und Energiepreise angetrieben wird, und weniger ein strukturelleres Phänomen, da die Kerninflation bislang noch keinen nachhaltigen Rückgang gezeigt hat. Infolgedessen weichen die gegenwärtigen Unterschiede bei den Realzinssätzen zwischen Schwellenländern und Industrieländern größtenteils nicht von der erwarteten Verbesserung der Fundamentaldaten in den Schwellenländern ab.

          Potenzielle Risiken: geldpolitische Maßnahmen und Politik

          Trotz der verbesserten makroökonomischen Bedingungen in den Schwellenländern gibt es Risiken. An erster Stelle stehen der Rückzug aus der außerordentlichen geldpolitischen Unterstützung seitens der Zentralbanken der Industrieländer, insbesondere durch die US-Notenbank, und die Abschwächung des Kreditwachstums in China. Die Zuflüsse in die Schwellenländer waren eng mit der geringen Marktvolatilität korreliert, die mit der lockeren Geldpolitik und der Bilanzausweitung der Zentralbanken einherging. Deshalb ist vernünftigerweise zu erwarten, dass die Schwellenländer Gegenwind erfahren, wenn diese wieder aufgelöst werden. Vorsicht ist auch deshalb angebracht, weil die Masse der Kapitalzuflüsse in die Schwellenländer über Portfolioanlagen erfolgten und weniger über die „zäheren“ ausländischen Direktinvestitionen, und außerdem stärker über börsengehandelte Fonds (ETFs) liefen als über aktiv verwaltete Fonds. Dies deutet darauf hin, dass manche Anleger in den Schwellenländern eher auf Renditejagd gehen könnten, als langfristig zu investieren.

          Der volle Wahlkalender des Jahres 2018 dürfte das politische Risiko in wichtigen Schwellenländern hoch halten. Besonders Mexiko sticht hier mit einem potenziellen Regierungswechsel hervor, sollte der Kandidat des linken Flügels, Andrés Manuel López Obrador, die Präsidentschaftswahlen gewinnen, was negative Auswirkungen auf mexikanische Schuldtitel haben könnte. In Brasilien rechnen wir mit einer Koalition der Mitte und in Russland mit einer Fortsetzung der Doktrin von Präsident Wladimir Putin. Für Südafrika wird das Ergebnis der Konferenz des African National Congress (ANC) im Dezember entscheidend sein, während für Argentinien das Ergebnis der Zwischenwahlen in diesem Oktober von Bedeutung sein wird.

          Anlageimplikationen

          Die Kombination aus verbesserten makroökonomischen Fundamentaldaten, höheren Bewertungen, potenzieller Volatilität im weltweiten Hintergrund und spezifischen politischen Ereignissen in den größeren Schwellenländern bedeutet, dass die Anleger möglicherweise härter arbeiten müssen, um 2018 attraktive Renditen zu finden. Damit die Renditeziele erreicht werden können, erwarten wir, dass sich der Fokus weg von der Erzielung von Beta oder von allgemeinen Marktrenditen in den Schwellenländern und hin zu einer Suche nach mehr Alpha-Gelegenheiten verlagert.

          ¹ Für Brasilien, Russland, Indien und Mexiko

          Informationen zu unserem globalen Ausblick finden Sie in „Besser geht‘s nicht“.

          Lupin Rahman ist Emerging-Markets-Portfoliomanagerin und Global Head of Sovereign Credit.

          Alle Investitionen enthalten Risiken und können an Wert verlieren.

          Äußerungen zu Trends an den Finanzmärkten werden aufgrund der aktuellen Marktsituation getroffen, die aber einem ständigen Wandel unterworfen ist. Es wird keine Garantie dafür gegeben, dass die oben genannten Szenarien bei allen Marktgegebenheiten funktionieren und jeder Investor sollte in der Lage sein, möglichst langfristig zu investieren, insbesondere während Marktabschwächungsphasen. Anlagen in Wertpapieren, die auf Fremdwährungen lauten und/oder im Ausland begeben wurden, können mit höheren Risiken aufgrund von Wechselkursschwankungen sowie wirtschaftlichen und politischen Risiken behaftet sein. Dies gilt vor allem für Schwellenländer.

          Alpha ist ein Maß für die Wertentwicklung auf risikobereinigter Basis, das durch den Vergleich von Volatilität (Preisrisiko) eines Portfolios mit seiner risikobereinigten Performance in Bezug auf einen Referenzindex berechnet wird; der Renditenüberschuss im Vergleich zur Benchmark wird als Alpha bezeichnet. Beta ist ein Maß der Preissensitivität bei Marktbewegungen. Das Marktbeta ist 1.

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