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CAPCO - Querdenker, Teil 2: Julia Watson

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Querdenker

Es gibt viele Klischees über Unternehmensberater.
Dass sie nicht immer stimmen, zeigt diese Serie auf FAZ.NET

Teil 2: Wie Neugier und ein bewegter Lebensrhythmus Julia Watson von der Konzertbühne ins Consulting führten — und sie die Freiheit fand, die sie suchte.

Von eigenen Noten und neuen Tönen

Die Musik, sie ist immer ganz nah. Von Julia Watsons Büro am Frankfurter Opernplatz ist sie genaugenommen nur einen Blick weit entfernt, denn es liegt gleich gegenüber dem Prachtbau der Alten Oper. Auf dem Dachfries des historischen Hauses prangt die Inschrift „Dem Wahren, Schönen, Guten“. Das Bild könnte nicht stimmiger sein: hier Watsons Beruf als Consultant, dort die Konzertbühne. Im Hintergrund strahlt die Frühlingssonne auf den Hochhaushorizont.

Je mehr man über Julia Watson erfährt, umso einleuchtender wird es, dass die studierte Musikerin für Capco tätig ist, eine Unternehmensberatung mit Spezialisierung auf die Bankenbranche. Umso klarer wird auch, dass die 45-Jährige nicht etwa trotz ihres außergewöhnlichen Werdegangs erfolgreich in ihrem Job ist, sondern gerade deswegen. Die Flötistin bringt freies Spiel und analytisches Denken zusammen, Improvisation und Struktur, eigene Töne und das gemeinsame Ganze. „Der Rhythmus meines Lebens war schon immer sehr bewegt“, sagt sie und wiegt dazu melodisch die Hände.

  • Name
  • Julia Watson
  • Firma
  • Capco
  • Job
  • Managing Principal
  • Ort
  • Frankfurt am Main
  • Quergedacht
  • Kreative Lösungsfinderin und Flötistin mit feinem Ton

Es ist kein Wunder, dass der Weg von der Bühne in die Finanzwelt so facettenreich war wie Julia Watson selbst. Früh entdeckte sie die Liebe zur Musik, denn „bei uns zu Hause ging es immer kreativ zu“: Dazu gehörte der Querflötenunterricht, Watson hatte sich gewünscht, das Instrument zu lernen. Als Gymnasiastin bekam sie einen Platz im Landesjugendorchester, genoss „den vielen Klang um mich herum“ und die intensiven Arbeitsphasen in den Sommerferien. Mit den Sinfonien von Mahler und Beethoven und der angenehmen Aufregung vor den Konzerten kam die Gewissheit: „Das will ich beruflich machen.“

  • Julia Watson bringt freies Spiel und analytische Arbeit zusammen, im Job und als Musikerin.
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Später, nachdem sie es durch die harte Aufnahmeprüfung der Musikhochschule geschafft hatte, war sie sicher, auf eine Orchesterkarriere hinzustudieren: „Ein Musikstudent wird natürlich Musiker, das war für mich selbstverständlich.“ Bis sie während eines Auslandsstipendiums in England bemerkte, dass viele Absolventen in völlig fachfremden Branchen arbeiteten. „Vorher habe ich wohl eher ‚deutsch’ gedacht“, sagt Watson und lacht ihr ansteckendes Lachen. Der neue Ausblick auf ihre berufliche Laufbahn gefiel der neugierigen Studentin. „Ich war begeistert, dass sich auf einmal so viele Möglichkeiten auftaten.“

Ich liebe den Klang um mich herum. Musiker bleibt man ein Leben lang, da kann man gar nichts gegen machen.

So kam es, dass die Flötistin, frisch diplomiert, ein Intermezzo in der Musikindustrie einlegte. Und Gefallen an einer Karriere in der Wirtschaft fand, weshalb sie sich zur staatlich geprüften Betriebswirtin weiterbilden ließ. Dass ihr Berufsweg nicht schnurgerade verlaufen war, kam ihr erstmals bei einem Assessment Center zugute. Während einer einstündigen Aufgabe leitete sie eine Gruppe minutiös, ohne dabei auch nur einmal auf die Uhr zu sehen. Das exzellente Taktgefühl der Musikerin beeindruckte. Auf die Frage, wo sie eigentlich ihre Uhr trage, antwortete Watson: „Ich habe gar keine.“ Noch am selben Tag bekam sie einen Vertrag.

Nur scheinbar gegensätzlich:
Julia Watson weiß, wie man ein Ensemble orchestriert.

Das Finden der Freiheit

 

Heute, viele Jahre später, berät sie ein großes Geldinstitut in Frankfurt – und ist dabei durch und durch ein Querdenker geblieben: „Kunden und Kollegen sagen mir immer wieder, dass ich Aufgaben anders angehe als gewohnt.“ In ihrer Position als Projektleiterin legt die Unternehmensberaterin höchsten Wert auf Austausch untereinander. „Wenn man zusammen etwas erreichen will, muss man miteinander ins Gespräch kommen und es auch bleiben.“

Immer wieder merkt sie, wie nützlich das Improvisationstalent ist, das sie während ihrer musikalischen Ausbildung in Ensembles und auf der Konzertbühne trainiert hat: „Die zwei Berufe haben mehr gemeinsam, als man denken würde. Projektführung bedeutet eben auch, viele Stimmen zu orchestrieren.“ Konsensorientierung und Auseinandersetzung, Analyse und Kreativität, Watson legt Wert darauf, Gegensätze auszugleichen. „So quirlig ich auch bin, so wichtig ist mir Kontinuität“, sagt sie.

Es ist nicht zuletzt ein bestimmter Aspekt ihrer Arbeit für Capco, der Julia Watson immer wieder in ihrer Berufswahl bestärkt: Freiheit. „Wechselnde Projekte, wechselnde Inhalte und die Arbeit im Team – das alles kommt meinem künstlerischen Wesen entgegen wie kein anderer Beruf“, sagt sie. Naturgemäß gibt sie dabei gerne den Ton an. Aber, fügt sie hinzu, niemals zum Selbstzweck. „Mit Druck erreicht man nicht viel. Ich bin absolut lösungsorientiert und sage meine Meinung, ob sie anderen ins Konzept passt oder nicht.“

Die Musikerin ist davon überzeugt, dass die Consulting-Branche zum einen von Exoten profitiert, zum anderen aber auch vom wachsenden Frauenanteil. Denn ihrer Meinung nach rüstet vor allem Vielseitigkeit ein Team für komplexe Herausforderungen. „Gemischte Teams erzielen oft bessere Ergebnisse, weil dort unterschiedliche Stärken zusammenkommen.“ Laut Watson ergänzen sich tendenziell männliche Kommunikationswerkzeuge bestens mit eher weiblichen: „Deshalb ist es so wichtig, beide Sprachen zu verstehen und zu lernen.“

Musik und Consulting haben mehr gemeinsam, als man denken würde. Projektführung bedeutet eben auch, viele Stimmen zu orchestrieren.

Die Musik bleibt in der Familie

 

 

 

Die Querflöte spielt noch immer eine zentrale Rolle, wenn auch eher in ihrer Freizeit: „Musiker bleibt man schließlich ein Leben lang, da kann man gar nichts gegen machen.“ Statt für ein Publikum, musiziert sie am Wochenende mit ihrer Tochter und macht, so oft sie Zeit findet, Kammermusik mit Freunden. Trotz ihrer Entscheidung für den beruflichen Szenenwechsel ist die Konzertbühne aber ein Teil ihrer Familie geblieben: Watsons Mann ist Flötist in einem großen Sinfonieorchester, sein Arbeitsplatz ist die Alte Oper. Und die ist ja, ein Glück, nur einen Blick weit entfernt.

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Quelle: CAPCO

Veröffentlicht: 12.05.2017 11:36 Uhr