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Gerhard Altmann im Gespräch „Ein Feld mit besten Jobaussichten“

 ·  Was ist heute schon Realität? Und wie wirkt sich das auf die Jobchancen aus? Im Interview beschreibt Software-Experte Gerhard Altmann, was es mit Industrie 4.0 auf sich hat.

Herr Altmann, können Sie Industrie 4.0 an einem Beispiel erklären?

Nehmen wir zum Beispiel einen Automobilzulieferer, der Autobleche herstellt. Seine Maschinen haben einen Auftrag abgeschlossen und befinden sich nun im Leerlauf. Um diese Zeit auszunutzen, könnte die Maschine nun über das Internet in ein Verbundsystem mehrerer Produktionen kommunizieren, dass sie für neue Aufträge zur Verfügung steht. Steht ein Auftrag in der Warteschlange und passen Auftragsdaten und Maschinendaten überein, kann es so zur automatischen Auftragsabwicklung kommen. Abstrakt formuliert: Maschinen und Produkte werden intelligent und finden über das Internet zueinander, in dem sie permanent Informationen über ihren derzeitigen Zustand kommunizieren.

Wie viel davon gibt es denn schon in der Praxis?

Damit ein solches vernetztes System funktioniert, kommt es vor allem auf die Datenverfügbarkeit an. Schon heute sind viele Maschinen in der Lage, zumindest teilweise Informationen über ihren Zustand und Produktionsparameter auszugeben. Was es noch nicht gibt, ist die systematische Sammlung dieser Daten über das Internet sowie eine permanente Auswertung, deren Ergebnisse wieder in die Produktion zurückfließen. Die Datennutzung muss in Zukunft also noch intensiver und bewusster passieren, die Auswertung mittels mathematischer Schlüssel. Gleichzeitig werden sich die Maschinen weiterentwickeln und mehr Daten zur Verfügung stellen können.

Welche neuen Aufgaben kommen damit auf Ingenieure als Entwickler der Maschinen zu?

Die Herausforderung ist vor allem nicht mehr nur den Produktionsablauf im Blick zu haben, sondern in einem Produktionskreislauf zu denken, der über die eigene Produktion hinausgehen kann. Zudem muss ein Ingenieur verstehen, welche Bedeutung die Analyse der Daten für die Produktion hat und diese Informationen auch für seine Entwicklung verwenden. Damit wird auch die Qualitätssicherung und Verbesserung von Maschinen und Produkt zu einem permanenten Prozess.

Wie schätzen Sie die zukünftigen Jobaussichten für Ingenieure beim Thema Industrie 4.0 ein?

Ingenieuren sind ja in Zukunft generell beste Jobaussichten beschert. Weil sich der Markt für Industrie-4.0-Produkte aber über die kommenden fünf bis zehn Jahre stark ausbreiten wird, sehe ich noch einmal einen zusätzlichen enormen Bedarf an Ingenieuren. Vor allem in der Automobilbranche wird die Nachfrage steigen, verbunden mit der Einführung des vernetzten Autos. Weil das Thema Industrie 4.0 noch neu ist, gibt es immer mehr Jobs – besonders für Berufserfahrene – im Consulting und Vermarktungsbereich entsprechender IT-Produkte.

Gerhard Altmann ist Senior Direktor für den Bereich industrielle Fertigung beim Software-Hersteller SAS.

23.09.2013, 01:03 Uhr

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