Meldungen vom 23.8.2009
Artikel-Chronik
China
Twitter und Postkarten
Die chinesische Internetgemeinde äußert ihren Unmut auf vielen Wegen. Wenn durch Überwachung und Internetzensur die elektronischen Wege versperrt sind, versucht sie es schon mal auf dem etwas altbacken anmutenden Postweg.
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Hitler-Stalin-Pakt
Geschichtsbild ohne lästige Fragezeichen
Siebzig Jahre nach dem sowjetischen Pakt mit Hitler hat in Russland der staatlich geförderte Kult um den Sieg ohne Fragezeichen und die Rechtfertigung von Stalins Politik wieder Konjunktur. Die kritische Beschäftigung mit den Kriegsursachen wird indessen immer weniger gern gesehen.
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Architektur
Potsdam als Plenum der Republik
Das hätte vor einiger Zeit noch niemand für möglich gehalten: Der Ultramoderne Peter Kulka wird das verschwundene Potsdamer Stadtschloss wiederaufbauen. Berlin dürfte staunend sehen, was der entschlossene Nachbar zustande bekommt.
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Opel
Druck aus dem Kanzleramt
Warum nur liegt Angela Merkel so viel daran, dass General Motors sich schnell für einen Verkauf von Opel an den Zulieferer Magna ausspricht? Für die Bundestagswahl kann Opel kaum entscheidend sein. Gibt es Absprachen in ganz anderen Dimensionen mit Russland?
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WM-Kommentar
Seltene Sternstunde
Hierzulande hat man von international konkurrenzfähigen Höchstleistern und begeisterungsfähigen Besuchern nie genug. Die WM in Berlin war ein grandioser Erfolg für die deutsche Leichtathletik und für Deutschland als Gastgeber.
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3:0 gegen Gladbach
Bremen feiert Pizarro-Show
Heimkehrer Claudio Pizarro hat Werder Bremen den ersten Saisonsieg beschert. Der erst am Dienstag verpflichtete Stürmer erzielte beim 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach zwei Tore. Den Endstand markierte Naldo.
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Zukunft von Opel
GM-Verwaltungsrat bremst
Der Verwaltungsrat von General Motors hat mit seiner Weigerung, eine Entscheidung über Opel zu treffen, eine neue Ära eingeläutet. Zuvor war Widerspruch dem Management eher fremd. Dem neuen Mehrheitseigentümer, der amerikanischen Regierung, kommt dies sehr entgegen.
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Bundesregierung verärgert
„Jeder Tag zählt“
Mit Empörung hat die deutsche Politik darauf reagiert, dass der GM-Verwaltungsrat die Entscheidung über den Verkauf an Opel wieder vertagt hat. Von GM gibt es abermals neue Forderungen an die Bundesregierung, die eine Entscheidung in die Ferne rücken lassen.
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Formel 1 in Valencia
Barrichellos erster Sieg im Brawn
Ein verpatzter Boxenstopp des Weltmeisters Lewis Hamilton hat Rubens Barrichello zum Sieg beim Großen Preis von Europa verholfen. Sebastian Vettel schied mit Motorenproblemen aus. Bester Deutscher war Nico Rosberg im Williams auf Platz fünf.
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Geheimgefängnisse
Verhöre mit Todesdrohungen und Scheinhinrichtungen?
Das amerikanische Militär hat damit begonnen, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Informationen über Gefangene zu übermitteln, die in geheimen Gefängnissen in Afghanistan und im Irak festgehalten werden. Unterdessen wurden Details über harsche Verhörmethoden der CIA bekannt.
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Grußformeln
Schöntagnoch
Angefangen mit dem Grußwort „Schöntagnoch“ haben die Currywurstverkäufer, inzwischen hört man es überall. Und ist unangenehm berührt. „Schöntagnoch“ ist der zwischenmenschliche Kontakt des Spätkapitalismus, der hoffentlich bald in sich zusammenfallen wird.
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Leichtathletik
Wo liegen die Grenzen?
Am Sprintwunder Usain Bolt scheiden sich die Geister. Die einen loben seine perfekten biomechanischen Voraussetzungen, die anderen sprechen ihm menschenmögliche Leistungen schlicht ab. Wissenschaftler versuchen, sein Geheimnis zu ergründen.
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Konjunktur
Amerikas Defizite gefährden die Weltwirtschaft
Die Regierung von Präsident Barack Obama wird am Dienstag ihre Prognose für die kommenden Haushaltsdefizite um 2 auf 9 Billionen Dollar heraufsetzen. Die steigende amerikanische Staatsverschuldung droht zu einer ernsten Gefahr für das globale Finanzsystem zu werden, warnen prominente Ökonomen.
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Reiche Kundschaft, dunkle Geschäfte
Soap am Rhein
220 Jahre lang war die Privatbank Sal. Oppenheim selbständig. Jetzt sind die vermögenden Kunden vergrätzt, die Bank verliert ihre Unabhängigkeit. Und Namen wie Thomas Middelhoff, Josef Esch und Matthias Graf von Krockow sind eine Last.
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Wirtschaft und Öffentlichkeit
Moralmobbing
Von Porsche-Mann Wiedeking und HSH-Chef Nonnenmacher bis zu den spanischen Dienstwagenfahrten der deutschen Gesundheitsministerin Schmidt: Gefühl im Bauch nennt sich heute Moral. Und ist doch nichts als Neid und Ressentiment.
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Wahlkampf
Jung, gebildet, ehrgeizig - Berufspolitiker
Den Parteien fehlen junge Mitglieder - einerseits. Andererseits werden junge Politiker oft als Karrieristen und Opportunisten gescholten. Matthias Wyssuwa und Carolin Burrer (Fotos) haben vier junge Menschen zwischen Hobby und Beruf „Politik“ begleitet.
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Weltwirtschaft
Gefährliche Defizite
Vor allem in Amerika gibt die Regierung viel mehr Geld aus, als sie einnimmt. Schnell könnten die Zinsen in die Höhe klettern, wenn unter Investoren Zweifel an der Zahlungsfähigkeit wachsen. Darum muss Barack Obama zügig ein Signal senden, dass es ihm ernst ist mit einer Konsolidierung des Etats.
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Mainz 05
Ein großer Sieg dank Tuchels Crashkurs
4-1-4-1 - so lautete die Grundlage des Mainzer Erfolgs gegen die Bayern. Aus dieser Ordnung heraus setzten die Nullfünfer dem Gegner schon bei dessen Spielaufbau mit erstaunlich mutigem Pressing derart zu, dass der Rekordmeister lange Zeit überhaupt nicht ins Spiel fand.
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Theater
Der Autoschieber als Seelenlenker
Kluge Textcollage, doch ein zerfallender Abend: Jette Steckel hat für das „Young Directors Project“ der Salzburger Festspiele Ilija Trojanows Debütroman „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ auf die Bühne gebracht.
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Thüringen
Schweigevereinbarung zu Althaus‘ Skiunfall
Thüringens Ministerpräsident Althaus (CDU) darf sich nicht mehr zu Einzelheiten seines Skiunfalls äußern. Das sieht eine Schweigevereinbarung vor, die seine Rechtsvertreter mit dem Anwalt des Witwers der bei dem Unfall getöteten Frau geschlossen haben.
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Bücher und ihre Cover
Auf dem Umschlagplatz
Für die meisten Bücher ist das Cover die erste und einzige Werbefläche. Wenn man sie aber nur danach beurteilte, wäre es um die schöne Literatur schlecht bestellt. Jetzt bringt der Künstler Neo Rauch frische Malerei in die Ödnis. Aber nicht jedem gefällt das.
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Ruhrtriennale
Symphoniker ziehen vorbei
Vermittlungswunder: Unter Willy Deckers Regie wird Schönbergs erkenntnistheoretische Grübel-Oper „Moses und Aron“ zur Eröffnung der Ruhrtriennale in der Bochumer Jahrhunderthalle zum märchenhaften Spannungstheater.
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Leichtathletik-WM
Chinesin sprintet zum Marathon-Titel
Bai Xue hat am Schlusstag Marathon-Gold für China bei der Leichtathletik-WM in Berlin gewonnen. Die 20-Jährige siegte in 2:25:15 Stunden vor der Japanerin Yoshimi Ozaki und der Äthiopierin Aselefech Mergia. Sabrina Mockenhaupt wurde 17.
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Iran
Rafsandschani fordert Gehorsam gegenüber Chamenei
Der Vorsitzende des iranischen Expertenrates und frühere Präsident geht offenbar auf Distanz zum Oppositionskandidaten Mussawi. Akbar Haschemi Rafsandschani hat die Iraner zum Gehorsam gegenüber Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei aufgerufen.
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Edin Dzeko
„Ich bin kein Typ, der Stress macht“
Ein Mann mit Prinzipien: Edin Dzeko träumt zwar vom AC Mailand, trifft aber weiter für den VfL Wolfsburg. Und auch wenn es „komisch“ war, als Felix Magath ging - Dzeko will mit den Wolfsburgern in dieser Saison noch besseren Fußball spielen.
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Glossar der Krise
Rekord
Rekorde sind in ihrer Wortbedeutung zwar Phänomene, die es wert sind, dass man sie sich merkt. Aber alles Sinnen und Trachten einer hochspezialisierten Branche zielt darauf, sie auszulöschen und durch neue zu ersetzen.
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Was ist Marathon?
Symbolischer Schmerz
„Wozu tue ich mir das an?“, fragen sich Marathonläufer spätestens in der Hälfte der Strecke. „Es sind pseudo-sakrale Passionswege“, erklärt Leichtathletik-Soziologe Eike Emrich: „Am Ende winken Glück und Erlösung.“
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TIPPS
Buch. Manche Bücher liest man lieber alleine, andere liest man gemeinsam, und manchmal liest man Bücher vor, für die man eigentlich schon viel zu groß ist, die die kleinen Geschwister aber gern hören wollen - und hat selbst viel Spaß dabei. "Der Grüffelo" von Axel Scheffler und Julia Donaldson ist ...
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Formel 1
Die Sehnsucht nach dem Teutonen
McLaren-Mercedes sucht nach einem deutschen Fahrer. Aussichtsreichster Kandidat für das Cockpit ist Nico Rosberg. Trotzdem scheint die Anziehungskraft nachgelassen zu haben. Das halbe Fahrerlager spricht vom Risiko, im Reich des Weltmeisters Lewis Hamilton auf passiven Widerstand zu treffen.
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Im Gespräch: Berthold Huber
„Arbeitnehmer sind die besseren Aktionäre“
IG-Metall-Chef Berthold Huber erklärt, warum die Gewerkschaft Anteile an VW, Opel, Daimler und Schaeffler beansprucht. „In der Krise bringen die Arbeitnehmer Opfer, dafür verlangen sie nun die Gegenleistung. Sie wollen etwas zu sagen haben in den Unternehmen.“ Rainer Hank und Georg Meck haben mit ihm gesprochen.
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Patrick Femerling
Comeback mit Schönheitsfehlern
Die Basketballspieler sind trotz der Finalniederlage beim Supercup zuversichtlich - Rückkehrer Femerling könnte bei der EM die halbe Miete im deutschen Team sein. Doch viele Spieler haben ein Problem vor dem Turnier in Polen.
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Kommentar
Glaubenssache Sport
Wenn Athleten betörend und verstörend Grenzen sprengen, spalten sich sowohl Sportpublikum als auch Medien auf: Erlebniskritiker gegen Erlebnisgenießer. Manche wenden sich enttäuscht ab, andere lassen sich Spaß am Event nicht verderben.
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Ein Buch über die Liebe
Sein und Haben
Spatzen werden bei der Fortpflanzung zwar von den gleichen uralten Hormonen gesteuert wie der Mensch, doch ihre Gefühle sind anders, sagt Richard David Precht in seinem neuen Buch zur Kunst des Liebens.
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Anlagebetrug
Madoffs Geliebte packt aus
Es war nur eine Frage der Zeit, bis ans Licht kam, dass Bernie Madoff auch seine Ehefrau hintergangen hat. Eine ehemalige Gespielin, lange einflussreich bei der jüdischen Frauenorganisation Hadassah, schreibt in ihrem Buch über Millionen, Marihuana und Manneskraft.
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Arbeitgeberwechsel
Aller Übergang ist schwer
Wird ein Betrieb verkauft, gehen die Mitarbeiter meist mit - es sei denn, sie wehren sich. Die Arbeitgeber müssen sie informieren, was der Wechsel bedeutet. Tun sie das nicht, kommen die Leute zurück - auch Jahre später.
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