Meldungen vom 27.6.2008
Artikel-Chronik
Virtuelle Welten
Auch Jesus hatte ein zweites Leben!
Völlig losgelöst: Wie viele andere verliert sich der Londoner Journalist und Autor Tim Guest gern in gepixelten Weiten. In einem aufschlussreichen Buch schildert er nun das virtuelle Dasein zwischen Höhenflügen und Erfahrungsarmut.
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Obama und Clinton
„Wir brauchen sie dringend“
Nach monatelangem erbitterten Wahlkampf Seite an Seite: Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama und seine unterlegene Konkurrentin Hillary Clinton sind zum ersten Mal gemeinsam bei einer Wahlkampfveranstaltung aufgetreten.
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Hauptbahnhof Berlin
Waterloo
Majestätisch ist die Schmucklosigkeit des Berliner Hauptbahnhofs. Der Schlauch will nicht mehr sein als die Hülle der Bahn. Majestätisch ist jedoch auch der Führungsstil von Bahnchef Hartmut Mehdorn, der das Dach des Bahnhofs an einer Seite verstümmeln ließ, wohl in einem Anfall bonapartistischen Größenwahns.
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Kommentar
Oh, wie schön ist Frankfurt
Es sind Schulferien, die Schwimmbäder und Eisdielen werden voller, der Alltag folgt einer geringeren Schlagzahl. Man muss nicht in die Ferne schweifen. Eigentlich lässt es sich in der Stadt ganz gut leben.
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Prerow
Hafen in Not
Über einen Nothafen, der zur Gemeinde Prerow gehört, wird seit Jahren gestritten. Aus mehreren Gründen soll er nicht mehr genutzt werden. Nun hat man sich auf einen Neubau geeinigt. Aber es gibt immer noch Gegner.
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Postbank-Verkauf
Spanier in der Favoritenrolle
Wenn in diesen Tagen von der Favoritenrolle der Spanier die Rede ist, dann denken alle an Fußball. Gemeint sein könnten aber auch neue Entwicklungen in der Bankenwelt: Denn die spanische Bank Santander ist angeblich ein heißer Kandidat, um die Postbank zu kaufen.
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Schornsteinfeger
Weniger Hoheit über die Heizungen
Vielen ist das „Kehrmonopol“, ein Relikt aus nationalsozialistischer Zeit, ein Dorn im Auge. Unter dem Druck der EU hat der Bundestag es nun etwas gelockert. Mit der Änderung des Schornsteinfegergesetzes steht der Branche nun mehr Wettbewerb bevor.
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Anklageschrift im Fall Darry
Mutter hörte Stimmen aus dem Jenseits
In Kiel hat der Prozess um die fünf getöteten Geschwister aus dem Dorf Darry begonnen. Die Mutter, die wegen Totschlags angeklagt ist, äußerte sich nicht zur Tat. Sie gilt wegen einer paranoiden Schizophrenie als schuldunfähig. Die Staatsanwaltschaft will die dauerhafte Unterbringung der 32-Jährigen in der Psychiatrie.
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Nordkorea
Pest und Cholera
Die erfolgreichen Verhandlungen mit Nordkorea lehren für das Verhältnis zu Iran: Wenn alle Beteiligten nicht demnächst vor der Wahl zwischen Pest und Cholera stehen wollen, ist es dringlich, einen neuen Ansatz für die Nukleargespräche zu finden.
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Barroso im Gespräch
„Die Euroskeptiker beherrschen die Debatte“
Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, hat eine Mitschuld der EU am Ausgang des irischen Referendums über den Lissabonner Vertrag energisch bestritten. Das irische Veto sei kein Votum gegen Europa. „Unser wahres Problem ist der mangelnde Einsatz vieler nationaler Politiker für Europa“, sagte er im Gespräch mit der F.A.Z.
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Neues Allzeithoch
Erst kam das Öl - jetzt ist das Benzin dran
Auf bis zu 170 Dollar könne der Ölpreis diesen Sommer noch steigen, hatte der Opec-Präsident spekuliert. Gasprom-Chef Miller prognostiziert gar 250 Dollar für das nächste Jahr. Der Ölpreis erreichte prompt am Freitag ein neues Allzeithoch. Das wiederum schlägt jetzt aufs Benzin durch.
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Türkei
„Rettet den Laizismus“
Mehr noch als im Verbotsverfahren gegen Erdogans regierende AKP zeigen sich im unaufhaltsamen Niedergang von Atatürks „Republikanischer Volkspartei“ die Symptome der politischen Krise der Türkei. Zum Schutz der kemalistischen Staatsideologie setzt CHP-Chef Baykal auf Militär, Justiz und Ellbogen.
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Dritte Verhaftung
Taxi-Mord von Hainburg war Auftragstat
Nach dem Mord an einem Taxifahrer in Hainburg ist ein dritter Verdächtiger verhaftet worden. Der frühere Kollege des Opfers soll zwei Männer zu der Gewalttat angestiftet haben. Einer der beiden Verdächtigen hat den Mord von Anfang Juni gestanden.
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Olafur Eliassons Wasserfälle
Dies ist euer Kunstwerk!
New York weiht die gigantischen Wasserfälle des Künstlers Olafur Eliasson ein. Viel wurde vorher darüber geredet, von Seite des Künstlers, von Seite der Öffentlichkeit. Und jetzt, wo sie da sind, fallen sie, ohne besonders aufzufallen.
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„Eine fürchterliche Website“
Bill Gates' Wutanfall
Es ist eine obskure Geschichte, die sich am letzten Arbeitstag von Bill Gates im Internet verbreitet. Danach ist auch er bisweilen an der eigenen Software verzweifelt. In einer bitterbösen E-Mail an seine Software-Entwickler soll der Microsoft-Gründer einst seinem Ärger Luft verschafft haben.
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Tag der Architektur
Bauen als Kampfsport
Der internationale Ruf der deutschen Architektur ist glänzend. Innerhalb des Landes ist die Lage anders. Hinter sorgfältig rekonstruierten historischen Kulissen toben sich kapitalistische Verwertungsinteressen aus. Keine guten Aussichten für den „Tag der Architektur“am Samstag in Frankfurt am Main.
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Wie konnte es dazu kommen?
Prozess um getötete Kinder von Darry beginnt
Was treibt eine Mutter dazu, ihre fünf Kinder umzubringen? Gut sechseinhalb Monate nach der Familientragödie im Dorf Darry hat am Freitag der Prozess um den gewaltsamen Tod fünf kleiner Brüder begonnen. Die Mutter der Kinder muss sich wegen Totschlags verantworten, sie gilt jedoch als schuldunfähig.
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Energiepass
Unangenehme Überraschungen
Am 1. Juli ist es so weit: Da beginnt die Pflicht für den Energieausweis für Gebäude, die schrittweise bis Mitte kommenden Jahres ausgeweitet wird. 14 Millionen Wohngebäude und 7 Millionen gewerbliche Immobilien sind betroffen. Der Energieausweis wird voraussichtlich ganz andere Folgen haben als allgemein erwartet.
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Vereinigte Staaten
„Wir Demokraten sind eine Familie“
Der erbitterte Zweikampf von Barack Obama und Hillary Clinton um die Präsidentschaftskandidatur hatte die Demokraten monatelang gespalten. Jetzt haben sich die einstigen Rivalen im Wahlkampf gegen den Republikaner John McCain zusammengetan: „Wir werden alles tun, um das Weiße Haus zurückzugewinnen.“
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Fondsbericht
Zinsausblick setzt Anleihespezialisten zu
Die jüngsten Zinserhöhungen haben die Wertentwicklung von immer mehr Rentenfonds ins Minus rutschen lassen. Besonders Fonds mit Staatsanleihen aus Industrieländern werden nach unten durchgereicht. Nun wollen Absolute-Return-Fonds die besseren Rentenfonds werden
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Kurseinbruch an den Märkten
„Der Markt kann noch tiefer gehen“
Der Kurse stürzen an den Finanzmärkten auf breiter Front, und die Notierungen können weiter fallen. Denn beim Euro haben sich große Ungleichgewichte aufgebaut. Dies glaubt der bankenunabhängige Vermögensverwalter Markus Stahl in Stuttgart. Sein Rat: Eiserne Disziplin bei der Geldanlage und eine breite Streuung des Depots.
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Atomprogramm offengelegt
Nordkorea sprengt Reaktor-Kühlturm
Wie angekündigt hat Nordkorea den Kühlturm des Atomreaktors von Yongbyon gesprengt. Damit will das Regime in Pjöngjang demonstrieren, dass es die Vereinbarungen zum Abbau des Atomprogramms einhält. Washington will Nordkorea nun von der Terrorliste streichen, bemüht sich aber den Eindruck vorschneller Zugeständnisse zu zerstreuen.
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Wahlfarce in Zimbabwe
Ein Feldzug gegen die Demokratie
Lange Zeit konnte Zimbabwes Diktator Robert Mugabe behaupten, Europa stünde auf seiner Seite. Nicht zuletzt deshalb kommt der EU eine entscheidende Rolle in dem Land zu. Ein Gastbeitrag des britischen Staatsministers für Afrika, Lord Malloch Brown.
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Der Mythos Babylon
Babel, Bebel und die Reichswehr mit'm Säbel
Kaum ein geschichtliches Reich ist so mythenschwer wie das babylonische. Immer wieder erstand es als grausiges Zerrbild auf, an dem andere Kulturen sich ihrer eigenen Identität versicherten. Eine große Ausstellung im Berliner Pergamon-Museum ist diesem Mythos auf der Spur.
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Gemäldegalerie Dresden
Direktor verzweifelt gesucht
Die Dresdner Gemäldegalerie „Alte Meister“ sucht einen neuen Direktor und tut dabei alles, um die Stellenausschreibung so unöffentlich wie möglich zu machen. Liegt es daran, dass die Nachfolge intern längst entschieden ist?
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Wirtschaftsforscher
„Korruption ist wie Morphium“
Der Korruptionsforscher Friedrich Schneider schätzt den Schaden, der in Deutschland durch Bestechung entstanden ist, auf knapp 300 Milliarden Euro - und das nur für dieses Jahr. Korruption sei so schädlich, weil sie die Kräfte des Wettbewerbs aushebele. Darüber hinaus mache sie süchtig.
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Internet-Tipps
www.postkarten
Urlaubsgrüße per Postkarte sind nicht nur unter Freunden und Verwandten oft gern gesehen. So mancher hat sich ganz dem Sammeln der bunten Billets verschrieben. Zeugnisse solcher Philokartie lassen sich im Netz einige finden.
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Niederlage zum Jahrestag
„Labours Tage sind wahrlich vorbei“
Genau ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat der britische Premierminister Gordon Brown abermals eine schwere Niederlage erlitten: Seine Labour-Partei stürzte in einer Nachwahl zum Unterhaus auf den fünften Platz ab und rutschte damit noch hinter die rechtsextreme BNP.
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Nach der EM ist vor der WM
Dann eben Weltmeister
Kaum bei der einen großen Meisterschaft ausgeschieden, steht die nächste wichtige Qualifikation vor der Tür. Der Ball ist eben rund und alle Teams haben die Chance auf neue Spiele mit neuem Glück. 14 Ausblicke bei FAZ.NET.
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Jens Lehmann
Kalte Spaghetti, kühle Rechnung
Torhüter Lehmann gibt sich ruhig, zufrieden - und sehr weise. Trotz mancher Unsicherheiten auch im Halbfinale ist seine Kalkulation bisher aufgegangen. „Klassespieler kommen schnell über Enttäuschungen hinweg“, sagte er - meinte Philipp Lahm, analysierte aber auch sich selbst.
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Risikobegrenzungsgesetz
Heuschreckenabwehr und Eigenheimschutz
Der Bundestag hat schärfere Regeln für Finanzinvestoren beschlossen. Außerdem soll das neue „Risikobegrenzungsgesetz“ Kreditnehmer vor Missbrauch schützen. Ein zweites neues Gesetz soll es zudem jungen Unternehmern leichter machen, Geldgeber für ihre Ideen zu gewinnen.
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Medienrecht für alle
An einer Sammlung der wichtigsten Entscheidungen zum Medienrecht hat es bislang gefehlt. Frank Fechner präsentiert Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofs, wobei er außer den Leitsätzen die tragenden Passagen aus der Darstellung des Sachverhalts und aus den Begründungen wiedergibt.
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Bush hasst es, belehrt zu werden
Für viele Autoren, die sich mit der Karriere des George W. Bush befasst haben, schien schon vor Jahren festzustehen, dass der 43. Präsident als einer der glanzlosesten in die Geschichte eingehen werde - als eine gescheiterte Figur, die die Vereinigten Staaten nach der "goldenen" Clinton-Ära auf politische und ökonomische Abwege geführt habe.
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Krisen im Kaukasus
Das Buch will einen umfassenden Überblick über den Kaukasus geben, indem es außer den aktuellen Entwicklungen auch die historischen und kulturellen Hintergründe darstellt. Deren Bedeutung kann in einer Region kaum überschätzt werden, in der auf engstem Raum christliche und islamische Völker leben und zwischen 50 und 60 Sprachen gesprochen werden.
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Auch Jesus hatte ein zweites Leben!
Anhänger virtueller Welten und Online-Rollenspiele wie "Second Life" oder "World of Warcraft" werden oft unter Eskapismus-Verdacht gestellt, weil sie lieber schwerelos über Inseln, Wüsten und Meere fliegen, anstatt einen Ausflug zu machen. Der Londoner Journalist und Autor Tim Guest entflieht, wie er bekennt, gelegentlich selbst gerne der Realität und verliert sich in gepixelten Weiten.
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Alle Historiker sind Welthistoriker
Lange Zeit stellte "Weltgeschichte" ein wenig reputierliches Feld historiographischer Betätigung dar. Zwischen der quellennahen und spezialisierten Fachhistorie und den an großen Synthesen interessierten universalhistorischen Generalisten tat sich eine tiefe Kluft auf. In den vergangenen Jahren ...
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Dann ist die Moderne also doch nicht gut?
Zweihundert Jahre nach dem Erscheinen von Goethes "Faust. Der Tragödie erster Teil" inspiriert ein schmales, aufregendes Buch von Michael Jaeger dazu, das berühmteste Drama der deutschen Literatur neu zu verstehen. "Global Player Faust oder Das Verschwinden der Gegenwart" ist ein vielfach einleuchtender, glänzend geschriebener Essay.
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Wahrnehmungsdefizite
"Die militärische Intervention im Kosovo hat einen Krieg beendet", schreibt Joscha Schmierer: "Die Arbeit am Frieden in der Region wird noch lange dauern." Neben dem früheren Berater im Planungsstab des Auswärtigen Amts zeichnen drei Dutzend Autoren Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen der Kriege auf dem Gebiet des einst sozialistischen Jugoslawiens nach.
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Zur Sonne, Bruder
Das Abschiedsgeschenk des verschollenen Bruders kommt nach Jahren der Ungewissheit per Post: eine kleine Metallbüchse, die seine Asche enthält. Er starb mit dreiunddreißig Jahren an Kardiomyopathie - der Krankheit des großen Herzens. Als der Erzähler bei Kriegsbeginn Jugoslawien verließ und nach Kanada ins Exil ging, konnte er keine Bilder des Bruders mitnehmen.
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Verschwende deine Jugend
Felix Flamm ist kein Nostalgiker, zumindest kein richtiger. Zwar vergräbt er sich in seinen Erinnerungen, um der Gegenwart zu entfliehen. Doch auch der Vergangenheit kann er wenig abgewinnen: Die Kindheit war angefüllt mit kleinen Tragödien, die Eltern haben sich scheiden lassen, seine Frau ist ihm davongelaufen, die geliebte Oma gestorben.
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Zurück auf dem Mars
"Timothy starrte in den tiefen Ozeanhimmel und versuchte die Erde zu sehen - und den Krieg und die zerstörten Städte": Noch einmal ist Timothy Thomas' Familie vor dem finalen Atomkrieg auf den Mars geflohen. Wieder hat Vater William die Flucht als Picknick getarnt. Wieder ist der lebensfreundliche, ...
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Gleichgültigkeit und rassistisches Denken
Achthunderttausend bis eine Million Tote, vor allem Angehörige des Volkes der Tutsi, zumeist brutal abgeschlachtet, in einem Zeitraum von nur drei Monaten: das ist die unfassbare Dimension des Völkermordes in Ruanda im Frühjahr 1994. Als die Weltöffentlichkeit endlich begriff, was sich im zuvor oft ...
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Hochpolitische Archäologie
Bücher mit mehr oder weniger seriösen Voraussagen über Chinas Zukunft haben Konjunktur. Da wird eine "Kleine Geschichte Chinas" zu einer hoch willkommenen Abwechslung im von Modetrends beherrschten Buchmarkt. Der Autor entschuldigt sich ohne Not dafür, dass auf relativ beschränktem Platz nicht alle Aspekte einer viele tausend Jahre währenden Geschichte behandelt werden können.
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EM-Kommentar
Phantastisch rätselhaft
Die deutsche Mannschaft kann alles. Das Problem ist nur, dass die deutsche Mannschaft ihre Qualitäten nie auf einmal zeigt. Gleiches gilt zum Glück auch für die Schwächen. Nun haben sie ihrem Ruf als Turniermannschaft wieder alle Ehre gemacht.
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Staatsoper Berlin
Ablenkungsoffensive
Im Streit um die Neugestaltung der Berliner Staatsoper geht es Generalmusikdirektor Daniel Barenboim plötzlich nicht mehr um ästhetische, sondern um geschichtspolitische Motive. Mit einem modernen Neubau will er eine Gesamt-Identität für die Hauptstadt schaffen. Als hätte der alte Bau diese nicht schon verkörpert.
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Russland-EU-Gipfel
Medwedjew gibt sich gemäßigt
Ein neues Grundlagenabkommen wollen Russland und die EU bei ihrem Gipfel im sibirischen Chanti-Mansijsk in die Wege leiten. Nach dem Ende der Amtszeit Präsident Putins hoffen die Europäer auf verbindlichere Beziehungen mit dessen Nachfolger Medwedjew.
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Obama versus McCain
Die Obersten Richter werden zum Wahlkampfthema
Waffenbesitz, Guantánamo oder Todesurteile für Kinderschänder: Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat über heikle Themen zu entscheiden, die das Land spalten. Auch die amerikanischen Präsidentschaftskandidaten müssen Position beziehen. Im Falle seines Einzugs ins Weiße Haus dürfte Obama allerdings kaum einen Linksruck des Supreme Courts bewirken.
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Indonesien
Militärflugzeug verschwunden
In Indonesien fehlt von einem Flugzeug mit mehreren Ausländern an Bord jede Spur. Hunderte Soldaten haben den dichten Dschungel bislang erfolglos durchkämmt. Es ist nicht das erste Mal, dass dort ein Flugzeug verschwindet.
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Kommentar
Den Schaden hat die Stadt
Es kann nicht sein, dass die Europäische Zentralbank kalt erwischt wurde von der Tatsache, dass ihr kein Bauunternehmen für 850 Millionen Euro einen außergewöhnlichen Neubau ans Mainufer setzen will. Denn dieses Ergebnis war absehbar.
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Sommerausstellungen
Fotografie und Mythos
Am Anfang war der Mythos. Aber der Mythos war nicht einfach und klar. Sondern vielschichtig und verworren. Und wer's nicht glaubt, dem sei etwa ein Blick in die „Griechische Mythologie“ von Robert von Ranke-Graves empfohlen. Oder ein Besuch im Frankfurter Liebieghaus.
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Wahllokale in Zimbabwe geöffnet
„Ein tragischer Tag“
In Zimbabwe hat die umstrittene Wahl begonnen, mit der sich Präsident Robert Mugabe im Amt bestätigen lassen will. Der seit 28 Jahren regierende Amtsinhaber ist der einzige Kandidat, nachdem sich Oppositionsführer Tsvangirai wegen der Repressalien durch Mugabes Schergen von der Stichwahl zurückgezogen hat.
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Frühaufsteher
Erholungsversuch ist rasch verpufft
Die europäsichen Börsen zeigten sich am Freitag nach massiven Kursverlusten am Vortag zunächst behauptet. Allerdings drehten sie nach einem anfänglichen Erholungsversuch rasch wieder nach unten und verbuchen deutliche Kursverluste.
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FAZ.NET-Übersteiger
Obelix in der Kreisliga B
Spätestens seit dem minutiös geplanten Einzug der deutschen Mannschaft ins Finale dürfte es auch dem letzten Fußballdeppen klargeworden sein: Dieses Turnier wird vor allem von der Taktik geprägt. Der FAZ.NET-Übersteiger entschlüsselt Löws numerisches Supersystem.
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Markttechnik
Die Bären ermüden nur langsam
Nach fast fünf Jahren Hausse befinden sich die großen Aktienindizes der Welt wie der S&P 500, der Nikkei 225, der Euro-Stoxx-50 und der Dax seit dem Sommer in einer Baisse. Eine defensive technische Haltung sollte noch nicht aufgegeben werden.
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FSV Mainz 05
Auch ohne Kloppo: Run auf Dauerkarten ungebrochen
Der FSV Mainz 05 kann auch in der ersten Saison nach dem Abgang des langjährigen Trainer Jürgen Klopp bei weitem nicht die Nachfrage nach Dauerkarten erfüllen. Lediglich 15.000 Saisontickets stehen zur Verfügung - schließlich fasst das Stadion am Bruchweg nur 20.300 Zuschauer.
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Gesine Schwan
Spaziergang in rauhem Wind
Vor vier Jahren war der Weg zur Bundespräsidentschaft ein „Spaziergang“, nun ist er beschwerlich: Gesine Schwan gibt ihre Abschiedsvorstellung als Präsidentin der Europa-Universität Viadrina.
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CDU und junge Wähler
Zusage an die jungen Leute
War in der verwöhnten Nach-68er-Welt der Ökopessimismus der Grünen ein Erfolgsrezept, so sollte die CDU in der unsicheren Welt des 21. Jahrhunderts die Jugend mit glaubhaftem Optimismus zu gewinnen suchen
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Medienschau
Postbank-Verkauf wird sich hinziehen - Bankenvertreter
Micron Technology weitet Verlust ausSKW Stahl - Verdacht auf kartellrechtswidriges VerhaltenSMA Solar platziert ihre 7,7 Millionen Aktien zu je 47 EuroPalm rutscht in die roten ZahlenDiamond: Thielert-Übernahme denkbarToyota erwägt Preiserhöhungen wegen teurer RohstoffeFreenet-Großaktionäre wollen Vorstand stürzenNeuausschreibung von Tankflugzeug-Auftrag noch offenÖlpreis bleibt knapp unter RekordmarkeIndische Inflation auf 13-JahreshochJapans Kernverbraucherpreise mit stärkstem Anstieg seit 1998Japans Einzelhandelsumsätze zum zehnten Mal in Folge gestiegenJapans Industrieproduktion im Mai etwas stärker als erwartetJapans Kfz-Produktion im Mai plus 6,8 Prozent - deutliches ExportwachstumNeuseelands BIP sinkt erstmals seit zwei JahrenAmerikanischer Senat bewilligt 162 Milliarden Dollar für Kriege
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Sarkozys Fernsehpläne
Der Chef bin ich
Nicolas Sarkozy führt das französische Fernsehen in den Feudalismus zurück: Der Chef der öffentlich-rechtlichen Sender soll nicht mehr von einer Kommission ernannt werden, sondern von der „Exekutive“ - also vom König persönlich.
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Marcel Reich-Ranicki
Der Moment, da er sich selbst gegenübersteht
Die Autobiographie von Marcel Reich-Ranicki wird verfilmt, die Dreharbeiten beginnen in den nächsten Tagen. Reich-Ranicki will sich zwar nicht in das Projekt einmischen. Er lässt Regisseur und Hauptdarsteller aber schon mal wissen, wie er sich den Film vorstellt: als eigenständiges Kunstwerk.
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Kein Verbot für Referendarinnen
Bremen verliert Kopftuchstreit
Weil es sich ansonsten um einen unzulässigen Eingriff in die im Grundgesetz garantierte Berufsfreiheit handele, darf Referendarinnen das Tragen eines Kopftuches im Unterricht nicht verwehrt werden. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Anlass war ein Fall aus Bremen.
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