Meldungen vom 15.12.2008
Artikel-Chronik
Leistungsdruck
Im Takt der Klausuren
Notendruck schon im ersten Semester: Auch das hat der Bologna-Prozess gebracht. Viele Studenten klagen über Stress. Das beste Mittel dagegen: eine Pause - auch wenn schon die nächste Prüfung ruft.
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Arbeitsmarkt Werbebranche
Festangestellte dürfen bleiben
Auf dem Arbeitsmarkt für Werbeberufe hat sich die Rezession schon früh abgezeichnet. Vor allem Werbeträger, also Medienunternehmen, stellen keine Werbefachleute mehr ein. Anders die Agenturlandschaft: Die Werbeagenturen suchen mehr Kommunikationsspezialisten als im Vorjahr.
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Anschlag auf Passauer Polizeichef
Perfide Propaganda
Formal verurteilt die NPD zwar den Mordanschlag gegen den Passauer Polizeidirektor. Doch kleidet sie ihre Missbilligung in eine Opferschmähung: Der NPD-Vorsitzende, Udo Voigt, spricht davon, dass Mannichl sein Amt wiederholt missbraucht und die Eskalation angeheizt habe.
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Hessen-SPD
Walter fordert Nissen zum Rückzug auf
Die Schlammschlacht in der hessischen SPD geht weiter. Obwohl sich die Frankfurter Bundestagskandidatin Ulrike Nissen für negative Äußerungen über die „Abweichlerin“ Carmen Everts entschuldigt hatte, bezeichnete der „Abweichler“ Jürgen Walter sie als „brutal und hirnlos“.
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Darmstadt
Ein „Verkehrt-Preis“zur Straßenfreigabe
Keine Umgehungsstraßen-Eröffnung ohne Protest. Auch bei der Freigabe der Nordumgehung in Darmstadt hat Baudezernent Dieter Wenzel (SPD) seine Rede vor einem großen Transparent gehalten, auf dem „Keine Nordost-Umgehung“ stand.
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Horst Tappert
„Derrick“ ist tot
Aus dem eleganten Gangster, den er 1966 in „Die Gentlemen bitten zur Kasse“ gespielt hatte, wurde der Kriminalbeamte schlechthin - mit Betonung auf „Beamter“. Zum Tod von Horst Tappert, der als „Derrick“ zu einem der bekanntesten Deutschen wurde.
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Klassische Musik
Sehnsucht nach Barock
In der neuen Konzertreihe „Forum Alte Musik“ im Kaisersaal des Römers wird das Barockorchester „La Stagione“ regelmäßig zu hören sein. Geleitet wird die Reihe, die vier bis fünf Konzerte je Spielzeit bieten soll, von dem Flötisten Michael Schneider sowie dem Cellisten und Konzertpädagogen Felix Koch.
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Finanzkrise
Schulden für die Konjunktur
Langfristig sind die Wachstumsperspektiven zwar wichtig, wir alle aber tot - so lautet das Argument von Nachfragetheoretiker Keynes. Aber: Politiker nehmen heute gestiegene Staatsausgaben nur selten morgen wieder zurück. Ein zweites Konjunkturpaket darf es deshalb nur mit eingebauter Schuldenbremse geben.
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Minus drei Prozent - Berlin rechnet mit einer schweren Rezession
ami. BERLIN, 15. Dezember. Die Bundesregierung erwartet im kommenden Jahr den größten Wirtschaftseinbruch der Nachkriegsgeschichte. In internen Berechnungen rechnet das Wirtschaftsministerium damit, dass die Wirtschaftsleistung 2009 um drei Prozent oder mehr schrumpfen wird.
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50-Milliarden-Dollar-Schwindel
Armutszeugnis
Warnsignale, dass bei dem mutmaßlichen Betrüger Madoff manches im Argen liegen könnte, gab es genug. Umso verwunderlicher ist es, wie leichtsinnig europäische Banken bei ihm eingesteigen sind.
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Hedge-Fonds
Kampf um die Zukunft
Die Hedge-Fonds-Branche steckt in einem Teufelskreis, aus dem viele Fonds kaum erfolgreich hervorgehen werden. „Wir erwarten einen Schrumpfungsprozess - etwa um 70 bis 90 Prozent“, warnt Barclays Capital in einer Prognose für 2009.
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Geiselnahme im Jemen
Suche nach Deutschen geht weiter
Obwohl mit Al Qaida verbundene jemenitische Gruppen in der Vergangenheit mit der Entführung von Touristen gedroht hatten, sind die drei entführten Deutschen offenbar in den Händen von bewaffneten Clans. Um sie aufzuspüren, hat Jemens Polizei ein unwegsames Gebiet südlich der Hauptstadt Sanaa abgeriegelt.
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Wetter
Dritte Generation von Meteosat-Satelliten
Europa hat die dritte Generation der Wettersatelliten Meteosat auf den Weg gebracht. Von 2015 bis 2035 sollen insgesamt acht MTGs („Meteosat Third Generation“) Wettervorhersagen verbessern, Unwetter früher erkennen und detaillierte Angaben zu Klimaveränderungen und Umwelteinflüssen liefern.
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Untertage-Marathon
Irrsinn im Bergwerk
Hinab in den Stollen, hinab in die Hitze: Beim Untertage-Marathon in Sondershausen plagen sich Hobbysportler in 700 Metern Tiefe. Ein Mediziner warnt vor dieser Strapaze: „Viele riskieren ihr Leben.“
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Lüneburg
Eine Abteilung für die Deutschbalten
Im Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg soll eine deutsch-baltische Abteilung eingerichtet werden - zur Erinnerung an die Vertreibung der Balten aus Kurland, Livland und Estland. Aber das Vorhaben ist ins Stocken geraten.
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Piper Verlag
Marcel Hartges folgt Wolfgang Ferchl
Überraschende Nachricht aus München: Marcel Hartges folgt Wolfgang Ferchl als Verleger beim Piper Verlag. Als Trennungsgrund wurden „unterschiedliche Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung“ des Verlags genannt.
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Obduktionsbericht bestätigt
Mädchen ist im Neckar ertrunken
Das kleine Mädchen, das von seiner Mutter in den Neckar gestoßen worden war, ist ertrunken. Das bestätigt der Obduktionsbericht. Hinweise auf frühere Misshandlungen gebe es nicht. Wie die Stadt Stuttgart mitteilte, hatte die Mutter kurz nach der Geburt Kontakt zum Jugendamt.
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Basketball
Skyliners Frankfurt gegen Tallinn
Bestärkt durch den Bundesliga-Sieg gegen Oldenburg wollen die Basketballer der Skyliners Frankfurt in der EuroChallenge den Knoten platzen lassen. Am ersten Rückrunden-Spieltag soll der zweite Sieg eingefahren werden.
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Rechtsextremismus
Neue Debatte über NPD-Verbot
Nach dem Angriff auf den Passauer Polizeidirektor erwägt der bayerische Ministerpräsident Seehofer ein neues NPD-Verbotsverfahren. Der baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger (CDU) sagte dagegen: „Solche Anschläge könnte es auch geben, wenn die NPD verboten wäre.“
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Blick in französische Zeitschriften
Dichter ohne festen Wohnsitz
Frankreichs Intellektuelle können sich über die Qualitäten des Nobelpreisträgers Le Clézio nicht einigen. Bei der Vergabe der großen französischen Literaturpreise wittert man Konzessionen an postkoloniale Korrektheit, und die „Académie“ entdeckt die Mischlinge der französischen Kultur.
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Bush in Bagdad
Schuhwürfe und Schuldzuweisungen
Werft Schuhe, keine Bomben - nachdem ein irakischer Journalist den aus dem Amt scheidenden amerikanischen Präsidenten Bush mit seinen Schuhen beworfen hatte, gingen im Bagdader Stadtteil Sadr City Hunderte auf die Straße und drohten mit weiteren Schuhwürfen.
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Französischer EU-Ratsvorsitz
Die Atemlospräsidentschaft
Man macht es sich zu einfach, wenn man das vergangene halbe Jahr in der EU auf den Hormonspiegel des amtierenden Ratspräsidenten zurückführt. Auch Sarkozy parvenühafter Stil kann nicht verdecken, dass auch Frankreich noch nach seinem Platz in einer globalisierten und multipolaren Welt sucht.
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1100 neue Stellen
Bosch baut Produktion von Solarzellen aus
Allenthalben ist dieser Tage von Stellenabbau die Rede. Doch der Autozulieferer Robert Bosch steckt nun gut eine halbe Milliarde Euro in den Ausbau des Thüringer Solarunternehmens Ersol. Geplant ist unter anderem eine große Solarzellen-Fabrik. Rund 1100 neue Stellen sollen entstehen.
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Branchenvergleich
Gehaltsplus für Personalleiter
Die Arbeit der Personalmanager werde heute deutlich mehr geschätzt, sagen Vergütungsexperten. Das Jahresbruttogehalt eines Personalleiters betrage fast 93.000 Euro. Soziale Einrichtungen halten da nicht mit.
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Barack Obama
Heute wird der Präsident gewählt
Die Geheimdienste informieren Obama regelmäßig. Journalisten reden ihn mit „Mr. President Elect“ an. Dabei wird der Präsident der Vereinigten Staaten eigentlich erst an diesem Montag gewählt - von den 538 Wahlmännern. Und die sind in ihrer Entscheidung prinzipiell frei.
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Maigret-Marathon 35
Maigrets Memoiren
75 Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit.
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Bundesliga-Kommentar
Das schönste Versprechen
Herbstmeister Hoffenheim hat die Hierarchie der Liga durcheinandergewirbelt und die Spannung erhöht. Mit dem Uraltmotto „Weiter so“ ist immer weniger zu gewinnen. Gleichwohl hat sich der Abstand der Habenichtse zu den Spitzen der Fußball-Gesellschaft weiter vergrößert.
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Im Gespräch: Angelina Jolie
Was wirklich zählt
In Clint Eastwoods „Der fremde Sohn“ spielt sie eine Mutter, die um ihr Kind kämpft. Ein Gespräch mit Angelina Jolie über ihre Rolle als UN-Sonderbotschafterin, ihr neues Zuhause in Berlin und darüber, wie wichtig die eigene Identität ist, wenn man sich in andere verwandelt.
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Nach dem Krisentreffen im Kanzleramt
„2009 soll kein Jahr der Entlassungen werden“
Die großen deutschen Konzerne wollen sich offenbar verpflichten, auf betriebsbedingte Kündigungen im kommenden Jahr zu verzichten. Das kündigten sie laut Finanzminister Steinbrück in der Nacht zum Montag beim Krisentreffen im Kanzleramt an. Die Regierung bereitet indes ein weiteres Konjunkturpaket vor, wartet aber zunächst die Pläne des künftigen amerikanischen Präsidenten Obama ab.
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Smith oder List: Wer gewinnt?
Es gibt Zufälle, die scheinen von einer unsichtbaren Hand gesteuert. Hier ist so einer: die Neuausgabe des Buches "Das nationale System der politischen Ökonomie" von Friedrich List (1789 bis 1846). Jedenfalls dürften die Initiatoren und der Herausgeber der Neuauflage, Eugen Wendler, wohl kaum damit ...
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Umgang mit Unerwartetem
Ist "Der Schwarze Schwan" ein Wirtschaftsbuch? Nicht zwingend. Sollten ökonomisch Interessierte den amerikanischen Bestseller dennoch lesen? Durchaus. Denn das Buch des früheren Börsenhändlers Nassim Taleb widmet sich einer philosophischen Frage, die auf geschichtliche und politische Prozesse genauso angewandt werden kann wie auf wirtschaftliche.
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Der mit dem Schaf tanzt
Was würdest du eigentlich von deinem Leben erzählen?", fragt Mrs. Niamh McGinty, die todkranke, aber unverwüstliche Irin, ihren Biographen. "Was ist wichtig? Was unwichtig? Zählen nur die großen Dinge? Oder sind es die kleinen?" Man darf ihren Freund und "Komplizen", einen in Irland lebenden Schweizer Schriftsteller, ...
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Zugriff und schneller Befehl
Wolfgang Will hat ein Buch über Caesar geschrieben, das seinem Gegenstand kongenial ist. Es kommt schnell zur Sache. Man hat es nach zwei Stunden ausgelesen. Nicht in Eilmärschen allerdings durchmisst man es wie manche breit angelegte, unübersichtliche Darstellung, die zugewuchert ist mit Tatsachen ...
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Haltung des Übergangs
Die Geschichte der Rezeption Max Webers ist noch nicht geschrieben. Frühe Verstehensversuche des 1920 verstorbenen Soziologen gehen auf die Nachrufe zurück, die Ernst Troeltsch und Karl Jaspers kurze Zeit nach dessen Tode publizierten. Sie hätten gegensätzlicher nicht sein können: auf der einen Seite der ...
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Wenige Demokraten
Der ersten deutschen Demokratie sind nach 1945 vielerlei Kennzeichnungen zuteil geworden: "Republik ohne Republikaner", "ungeliebte" oder "überforderte" Republik, "improvisierte Demokratie" oder "Instabilitätsrepublik". Hendrik Thoß fügt eine weitere hinzu: "Demokratie ohne Demokraten?" Diese Titulatur ...
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Zurück in Gunskirchen
Es sind vornehmlich Vorträge oder Zeitungskolumnen von, aber auch ein Interview mit Paul Lendvai, die jetzt versammelt vorliegen. Die Themen sind divers, meist geht es um Personen oder Länder; das alles Verbindende ist - formal gesehen -, dass die Artikel und Reden für einen öffentlichen Anlass verfasst wurden.
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Das gigantische Lied der Minne
Der "Hölderlin-Mythos", genährt von Selbstsakralisierung des Dichters ("Heilige Gefäße sind die Dichter") und aufgeblüht im Umkreis Stefan Georges, scheint unzerstörbar. Auf das Schmarotzertum der nationalsozialistischen Vaterlandspropaganda antwortete die Nachkriegszeit mit umso innigerer Hölderlin-Verehrung.
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Eine Waffe
Die Idee der nationalen Selbstbestimmung hat auf das Völkerrecht im 20. Jahrhundert prägend eingewirkt. Leander Palleits geht der Frage nach, welche Haltung die Völkerrechtslehre in Deutschland und Österreich nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg zum Selbstbestimmungsprinzip in der Zeit bis 1933 eingenommen hat.
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WERNER SPIES, den Lesern dieser Zeitung bestens bekannt als Kunst- und Kulturkritiker, ist jetzt eine zehnbändige Ausgabe seiner "Gesammelten Schriften" gewidmet. Die einzelnen Bände sind thematisch gestaltet - etwa zu Max Ernst und Picasso, zum Surrealismus oder zur Zeit von der Pop-Art bis in die Gegenwart.
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Gesänge, Gerüche Gewänder
Inzwischen haben sie schon eine gute Tradition, die "Guardini-Lectures" in Berlin. Hans Maier hat sie im Jahre 2000 zum ersten Mal gehalten. Unter dem Titel "Die Kirchen und die Künste" inspizierte er das weite Feld, das der Namenspatron Romano Guardini in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts schon gründlich beackert hatte.
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Ein ganzer Kerl
"Versuch über den Zusammenhang der tierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen" betitelte Friedrich Schiller 1780 seine medizinische Dissertation, womit das zentrale Problem der zeitgenössischen Anthropologie angesprochen war: Es ging um die Beziehung von Leib und Seele, von niederen und höheren Erkenntnisvermögen.
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Heinrich der Unanständige
Berufsziel: Oberbefehlshaber. Doch das kaiserliche Deutschland verlor den Weltkrieg - und der am 7. Oktober 1900 in München geborene Gymnasiallehrersohn wurde im Dezember 1918 als Fahnenjunker aus dem Heer entlassen: "Die Tatsache, dass er weder die Front sah noch Offizier wurde, hat er als schweren Makel empfunden.
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Ein halber Held
Der Historienroman und Bestseller (Original 2001) des 1948 in Korea geborenen Kim Hoon spielt im 16. Jahrhundert zur Zeit der Machtkämpfe rivalisierender Fraktionen am koreanischen Hof und der Bedrohung durch ausländische Invasionen. Im Zentrum steht der koreanische Nationalheld und Großadmiral Yi Sunshin.
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Ungeheuere Überlebenskraft
Zeitzeugenberichte besitzen den Reiz des Authentischen. Das "gelebte Leben" im unmittelbaren Kontakt zur Vergangenheit weckt Sympathie und ermöglicht Identifikation. Ein geglücktes Beispiel für die wechselseitige Erhellung an der Schnittstelle von anrührendem Einzelschicksal und zeitgeschichtlichem Kontext ist das vorliegende Buch.
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WERNER SPIES, den Lesern dieser Zeitung bestens bekannt als Kunst- und Kulturkritiker, ist jetzt eine zehnbändige Ausgabe seiner "Gesammelten Schriften" gewidmet. Die einzelnen Bände sind thematisch gestaltet - etwa zu Max Ernst und Picasso, zum Surrealismus oder zur Zeit von der Pop-Art bis in die Gegenwart.
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Frankfurter Polizei ermittelt
„Daten-Skandal“ bleibt mysteriös
Die Ermittlungen im jüngsten „Daten-Skandal“, bei dem ein Paket mit Zehntausenden Kontodaten von Kunden der Landesbank Berlin der „Frankfurter Rundschau“ zugespielt worden war, beschäftigen nun auch die Frankfurter Polizei. Es geht darum, den Weg der Sendung zu rekonstruieren - und den Datendieb zu fassen.
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Martin Schmitt
Am Ende des Tals?
Der einst so erfolgreiche Martin Schmitt hatte sich oft anhören müssen, dass er es doch besser sein lassen sollte mit dem Sport. Er widerstand. Und mit dem vierten Platz in Pragelato hat er nun bewiesen, dass er es noch kann.
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Blick auf die Märkte
Dax tendiert fester
Teilweise deutliche Gewinne bei Finanz- und Autowerten lassen die deutschen Aktienindizes am Montag zu Handelsbeginn deutlich in die Gewinnzone steigen. Händler verweisen auf die freundlichen Impulse von den Überseebörsen.
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Bundesliga, 17. Spieltag
Aus dem Duell könnte ein Fünfkampf werden
Hoffenheim reicht ein Remis, um als Erster in die Pause zu biegen. Die Bayern kassieren in letzter Sekunde den Ausgleich. Auch Leverkusen verschenkt zwei Punkte. So überwintern fünf Mannschaften mit nur drei Punkten Differenz an der Liga-Spitze. Der 17. Spieltag der Bundesliga.
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Bushs Abschiedsreise
„Afghanistan vor schweren Tagen“
Der amerikanische Präsident George W. Bush hat dem Irak überraschend einen Abschiedsbesuch abgestattet. Bush unterzeichnete in Bagdad ein Sicherheitsabkommen, das den Abzug der amerikanischen Kampfeinheiten aus den irakischen Städten bis Juni und aus dem gesamten Land binnen drei Jahren vorsieht.
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Medienschau
Deutsche Bank wagt sich wieder auf Verbriefungs-Markt
Während die amerikanische Regierung die Bücher der Autobauer prüft, erhält die britische Autoindustrie angeblich Kredithilfen. Toyota soll gezwungen sein, die Ertragsprognose erneut senken, Schaeffler und Conti streiten weiter.Belgische Bank-Experten beraten erneut über einen Verkauf von Fortis, die irische Regierung kündigt einen Hilfsplan für die Banken an, die HSH Nordbank verbucht angeblich eine Milliarde Euro Verlust und die WestLB will erneut angeschlagene Papiere in einem Milliardenvolumen ausgliedern. Auch die Stadtsparkasse Köln-Bonn soll eine weitere Kapitalspritze brauchen.Qimonda könnte wohl gerettet werden, derweil der scheidende Arcandor-Chef Middelhoff Fehler bei Karstadt einräumt.Der Gesundheitskonzern Fresenius plant Zukäufe in Asien, Caviar Creator einen Börsengang. Rosenthal soll verkauft werden und die RTL-Gruppe die Übernahme des britischen Channel 4 erwägen.Die Stimmung in der japanischen Großindustrie ist drastisch gesunken, Chinas Industrieproduktion im November ebenfalls. Die deutschen Käufer lassen sich wohl doch etwas Zeit mit dem Geschenkekauf. OECD und Ifo fordern ein weiteres Konjunkturpaket für Deutschland.
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Bundesliga-Kommentar
Vor der Verlängerung
Vor der Winterpause steht Eintracht Frankfurt trotz der vielen Verletzten punktemäßig ordentlich da. Was darf man von der Eintracht in der zweiten Saisonhälfte erwarten? Unter anderem mehr Rückhalt in der Defensive.
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Wahlvorbereitungen
Hessischer Advent
Nach den Wahlparteitagen herrscht in Hessen Klarheit: Es tritt (wieder) das linke gegen das bürgerliche Lager an. Fast scheint die hessische SPD froh, wieder den geliebten Feind zum Gegner zu haben. Doch auch in der CDU ist man über die neue, alte Gegnerin nicht unglücklich.
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Alte und Neue Kunst in München
Maskenball
Eine Madonna mit Kind könnte zum Star der Auktion mit Alter und neuer Kunst bei Ruef in München werden. Vorausgesetzt, die Bieter schenken der Zuschreibung an den Barockmaler Il Sassoferrato Glauben.
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Finanzmarkt
Börsianer bangen mit den „Drei aus Detroit“
Die Autokrise hat in Erinnerung gerufen, dass der Boden noch nicht so fest ist wie erhofft. Goldman Sachs und Morgan Stanley könnten für neuerliche Erschütterungen sorgen. Derweil sinken die Zinsen ins Bodenlose - nur nicht für Unternehmen
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Kommentar
Banken: Tristesse
Im Augenblick ist die Sicherung der Zahlungsfähigkeit in der Bankbranche Trumpf. Auch den Branchenführern dürfte es schwerfallen, an die goldenen Zeiten mit Traumrenditen wieder anzuschließen.
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Fernsehkritik „Anne Will“
Das Loch ist im Eimer
Das Damenprogramm zum großen Krisengipfel fand im Fernsehen statt: Anne Will blickte düster ins neue Jahr. Ihre Gäste aber hoffen auf die Renaissance der sozialen Marktwirtschaft - oder eine rote Revolte.
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