Meldungen vom 14.4.2008
Artikel-Chronik
Braucht der Staat Medaillen?
Es überlebe der deutsche Sport
Der Spitzensport steckt in einer Identitätskrise. In Deutschland führt das zu einem verstärkten Interesse an den Fragen, wer ihn steuert, wer ihn finanziert - und ob es Aufgabe des Staates sein kann, sich für Medaillen im professionalisierten Sport stark zu machen. Denn die Funktionäre haben es schwer.
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Kommentar
Macht und Ohnmacht
Anders als bei der Forderung, die Studiengebühren abzuschaffen, hat sich das unausgesprochene Dreierbündnis aus SPD, Grünen und Linksfraktion mit dem Vorstoß zu afghanischen Flüchtlingen verspekuliert. Statt seiner Macht wird nun seine Ohnmacht sichtbar.
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Darmstadt
„Wiederauferstehung“ im kleinen Barockgebäude
Das Institut für Neue Technische Form hat nach seinem Zwangsumzug von der Mathildenhöhe eine charmante neue Bleibe in Darmstadts Mitte gefunden. Dort gibt es drei Ausstellungsräume, aber es fehlt ein Magazin für die umfangreiche Sammlung.
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Extremsport
Auf Schweinehaut durch Feuerland
Sport bis zum Nervenzusammenbruch: 600 Kilometer durch unberührte Wildnis, zu Fuß, auf dem Rad, im Kajak und am Kletterseil, als Frau alleine mit drei Männern. Wer beim „Patagonia Expedition Race“ antritt, muss wissen, was er kann.
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Französischer Rekordfilm
Die ganze Welt im Kleinformat
Wie kommt es, dass der von der Kritik kaum beachtete Film „Bienvenue chez les Ch'tis“ zum erfolgreichsten französischen Kinoereignis geworden ist? Liegt es daran, dass das launige Rührstück über die kauzigen Nordfranzosen mit Regionalklischees spielt, die auf ganz Europa passen?
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Adam Green
Engel aus Brooklyn
Ursprache des Herzens: Adam Green begeistert in Köln trotz ungelenker Hampelei. Zuerst wurde er in den Pop-Himmel gelobt, dann stieg er wieder ab und spielte jetzt in der Kölner Live Music Hall so großartig wie einst.
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Kunst
Das Blaue vom Himmel
Lapidar und formal reduziert kommen die Arbeiten der 1980 geborenen Künstlerin Laura Kuch daher, mit denen sie sich derzeit in der Frankfurter Galerie Lorenz vorstellt.
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Frau schwer verletzt
Nacheinander in Aufzugschacht gestürzt
Eine Frau und ein Mann sind nacheinander in den Aufzugschacht eines unbewohnten Hauses in Frankfurt gestürzt. Die Frau zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Der Mann, der Stunden später auf sie fiel, konnte sich selbst befreien und Hilfe holen.
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Kolumbien
„Wir werden die Farc notfalls niederkämpfen“
Kolumbiens Vizepräsident Calderón will die Farc entmachten und am liebsten militärisch besiegen, doch die Nachbarn Venezuela und Ecuador haben andere Ziele. Auch im Verhältnis zu Amerika zeichnen sich wegen des Freihandelsabkommens Spannungen ab.
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Wolgast
Ein Kartell der Krankenhäuser?
Das Bundeskartellamt hat das Zusammengehen des Greifswalder Universitätsklinikums mit dem Wolgaster kommunalen Krankenhaus untersagt. Die Wolgaster, die alleine nicht mehr existieren könnten, hoffen nun auf die Erlaubnis von Minister Glos.
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Bahn-Privatisierung
Nur die SPD-Linke murrt noch
Der Streit über die teilweise Privatisierung der Bahn war zuletzt zu einer Machtfrage in der SPD geworden. Umso überraschender, dass die Sozialdemokraten jetzt dem Koalitionspartner einen Kompromissentwurf vorlegen, wie sich der letzte große Staatskonzern an die Börse bringen lässt.
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Branchenanalyse
Teure Aufräumarbeiten in den Banken
Die Banken halten die Anleger an den Aktienmärkten weiterhin in Atem. Gleich zu Wochenbeginn setzten abermals diverse Nachrichten aus der Branche die Kurse unter Druck: Die amerikanische Großbank Wachovia berichtet über Milliardeneinbußen.
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Alkohol
Warnhinweis auf Bier- und Weinflaschen angedacht
Nach den Zigarettenpackungen werden vielleicht bald auch Bier- und Weinflaschen Hinweise tragen, die vor Gesundheitsgefahren warnen. Solche Vorschläge macht die Arbeitsgruppe „Suchtprävention“ für die Drogenbeauftragte der Bundesregierung in einem Papier, das der F.A.Z. vorliegt.
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Milbradts Rücktritt
Ein vorbereiteter Abschied
Anders als einst Kurt Biedenkopf hat sich Georg Milbradt intensiv an der Lösung der Nachfolgefrage beteiligt. An der Spitze der sächsischen Union wird nun auf einen Schlag ein umfassender Generationswechsel vollzogen. Milbradt geht, ohne einen Scherbenhaufen zu hinterlassen.
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Radsport
Betrüger und Betrogene
Jan Ullrich wird sein Leben lang als Doping-Sünder in den Köpfen der Menschen verankert bleiben. Und das, obwohl er bisher nicht überführt werden konnte und beharrlich schweigt. Doch so schnell wird Ullrich seine Verfolger nicht los.
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Milbradt tritt zurück
Niedergang ohne Charisma
Georg Milbradts Schwarzer Montag war nicht erst die Folge der Landesbankaffäre oder der Debatte über sein privates Investment. Vielmehr ist sein Rücktritt ein Lehrbeispiel dafür, dass in der Politik Ehrgeiz und Fachwissen nicht ausreichen, sondern ohne Charisma geradewegs zum Scheitern führen.
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Fernsehen und Internet
Die Masse ersetzt den Spezialisten
Wie kann das Fernsehen die computersozialisierte Generation wieder an den Fernsehbildschirm locken? Konventionelle Produktionsweisen scheinen dazu mäßig geeignet. An neuen Formaten, die Internet und Fernsehen verbinden, wird kräftig herumexperimentiert.
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Al Qaida
Deutschlands Staatsfeind Nummer eins ist tot
Sein Name: Abu Obeida. Sein Job: die Ausbildung von Al-Qaida-Terroristen. Der Clou: Zeitweilig lebte er in Bayern und war einer der meistgesuchten Terroristen. Doch kaum jemand bei uns hat je von ihm gehört. Amerikanische Regierungskreise haben nun seinen Tod bestätigt. Ein „Märtyrertod“ war es nicht.
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Wall Street
Warnsignale in den Quartalsberichten?
Die Quartalssaison hat an den amerikanischen Aktienmärkten begonnen. Die Zahlen könnten wichtige Hinweise auf die Wirtschaftslage und die Richtung des Marktes liefern. Die Banken dürften jetzt maximale Verluste ausweisen. Und das ist auch gut so.
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Milbradt tritt zurück
„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“
Der sächsische Ministerpräsident Milbradt hat seinen Rücktritt angekündigt. Ende Mai will er sein Amt an Finanzminister Tillich übergeben, der auch den Vorsitz der CDU in Sachsen übernehmen soll. Die Krise der Sachsen LB und private Geldgeschäfte hatten Milbradt in Bedrängnis gebracht.
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Mainufer
Künftig keine Neuwaren mehr auf dem Flohmarkt
Den Flohmarkt am Frankfurter Mainufer soll es künftig nur noch alle 14 Tage geben. Zudem wird Neuware aus dem Angebot der Händler verbannt, wenn es nach den Fraktionschefs von CDU und Grünen im Römer geht. Dies soll der Qualität des Marktes dienen.
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Abu Dhabi
Krankenhaus mit deutschem Fonds-Geld
In der Boomstadt Abu Dhabi baut nicht nur der französische Architekt Jean Nouvel eine Außenstelle des Louvres. Ein Fondsinitiator will ein deutsches Krankenhaus errichten und sammelt derzeit 48 Millionen Euro bei hiesigen Anlegern ein.
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Im Gespräch: Harald Schmid
„Ich habe mich nie betrogen“
Der frühere Hürdenläufer Harald Schmid wollte „kein rundgeschliffenes Etwas“ sein. Das bekamen vor allem Politiker und Funktionäre zu hören - ohne Kompromisse. SOLO - Ein Thema, ein Interview - Teil 10 mit Harald Schmid und „Vorbildern“.
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Internet
Hoffen auf Bodenbildung bei Lycos Europe
Kaum Freude hatten wohl die freien Aktionäre von Lycos Europe in all den Jahren an ihrem einst so teuren Investment. Operativ steckt man weiter in den roten Zahlen, nun soll ein neues Einkaufsportal das Unternehmen nach vorne bringen.
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Kommentar
Täter, Opfer und Mitläufer
Im Februar 1933 ließ das Haus Hessen-Kassel auf Schloss Friedrichshof in Kronberg die Hakenkreuzflagge aufziehen. Damit war ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt, dass sich das Adelsgeschlecht mit dem neuen Regime einverstanden erklärte.
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Parlamentswahl in Italien
Das lange Zählen
Um 15 Uhr schließen in Italien die Wahllokale. Doch die Auszählung könnte bis tief in die Nacht dauern. Dann wird sich zeigen, ob der reichste Mann des Landes, der Medienmogul Silvio Berlusconi, wieder an die Macht gelangt.
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Abgabenlast
Montag, 6.30 Uhr
Die außerplanmäßige Rentenerhöhung war unnötig. Auf den Lohnstreifen wird künftig eine noch größere Lücke zwischen Brutto und Netto klaffen als heute. Für den Fall, dass immer noch jemand glaubt, Geld falle vom Himmel, dem sei gesagt: Es wird denen genommen, die auch am Montag wieder um 6.30 Uhr aufstehen.
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Charlotte Roche
Sexualität ist Wahrheit
Mehr als 400.000 verkaufte Bücher in vier Wochen: Mit ihrem ersten Roman hat Charlotte Roche einen Nerv getroffen, der sich so schnell nicht wieder beruhigen lässt. Doch was bedeutet der Erfolg von „Feuchtgebiete“?
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Russland
Ehe-Roulette
„Ich komme mit dem Geld aus, das ich meinem Mann aus der Tasche ziehe“: In Russland ist eine Debatte über die Ehefrauen reicher Männer entbrannt, die der Unselbständigkeit, Dummheit, ja der Prostitution bezichtigt werden.
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Danone
Probiotischer Quartalsgewinn
Der größte Joghurthersteller der Welt hat den Umsatz im ersten Quartal um 19 Prozent gesteigert und den optimistischen Ausblick auf das Gesamtjahr bekräftigt. Das gefällt den Anlegern. Der Aktienkurs legt kräftig zu. Allerdings ist die Bewertung schon recht hoch.
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Lallende Kamille
Der Mensch ist nicht das Ziel der Welt. Schon eher könnte das der nah am Nichts gebaute Schmetterling sein. Joseph Brodsky, russischer Dichter und Literaturnobelpreisträger, reflektiert über die flüchtige Schönheit des Insekts, die nur "des Schöpfers Spaß" sein könne, und drückt damit eine zarte Sympathie für dieses so vergängliche Tier aus.
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Die sind in Hölderlin ja besser als wir!
Wer sich heute mit arabischer Dichtung befasst, dem muss sie mehr denn je als Phänomen einer märchenhaften Welt erscheinen; einer Welt, in der das Böse über das Gute, Schöne, Wunderbare herrscht. Dort zählt Poesie noch zu den wesentlichen Ausdrucksformen der Gebildeten, wenn sie nicht von der Zensur verboten wird.
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Eine Jugend in Suhl
Die thüringische Stadt Suhl war bis zur Wende eine der 15 Bezirkshauptstädte der DDR. Der 1937 geborene Autor erzählt über Kindheit und Jugend in Suhl. Er erlebte 1945 den Einmarsch erst der Amerikaner, dann der Roten Armee. Der Vater wurde 1947 als angeblicher "NS-Gewaltiger" verhaftet (1992 rehabilitiert) ...
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Wie schöne Frauen im Hintergrund die Fäden ziehen
Wenn sich Männer im vorgerückten Alter jungen Frauen zuwenden, kann dies bekanntlich zu schweren Erschütterungen aller Art führen. Italo Svevos alter Herr weiß das, Philip Roths alternde Professoren erfahren es am eigenen Leib, und Martin Walser lässt es seinen Goethe gerade mit großem Erfolg bei Kritik und Publikum neu erleben.
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Von Scheren und Feilen
In Diktaturen, aber auch in freien Gesellschaften während eines politischen und gesellschaftlichen Ausnahmezustands wird das öffentliche Leben weitgehend von zivilen und militärischen Zensurmaßnahmen, von direkten schriftlichen oder von auf subtilerem Weg angewandten Reglementierungen mit bestimmt.
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Der Arzt als Spitzel
Mit aller Macht strebte die DDR-Führung an, auch das Gesundheitswesen im "Arbeiter-und-Bauern-Staat" nach dem politisch-ideologischen Willen der SED umzubauen. Ein wesentliches Ziel war die Bildung einer "sozialistischen Ärzteschaft". Doch trotz oder oft gerade wegen des Verlusts von Freiberuflichkeit ...
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Lauter kluge Köpfe
Wie wird man in den Wirtschaftswissenschaften ein Star? Wie lebt es sich dort oben, in der dünnen Luft des Elfenbeinturms? Wie entstehen Ideen, Ansätze, Methoden, Forschungsrichtungen? Was sind die Antriebskräfte? Am besten fragt man die Wissenschaftler selbst und lässt sie so zugleich ein wenig ...
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Bitte etwas schärfer
Wer den Mund zu voll nimmt mit Worten wie universale Werte oder allgemeine Menschenrechte, kann daran ersticken. Die Rede vom Dialog der Kulturen, dieser süßliche Nachtrag zum "Krieg der Kulturen", gerät zum Wortbrei auf internationalen Symposien. Den Pfeffer, bitte! - möchte man über den Tisch rufen.
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Der kleine Lederball und die große Weltdemokratie
Seinem pädagogischen Manifest gibt er den für sein ganzes Werben und Wirken programmatischen Titel: "Der Fußballsport als Kulturfaktor im englischen Volksleben". Es erscheint im November 1910 im Deutschschweizer Magazin "Sport", wird umgehend ins Jahrbuch des Deutschen Fußball-Bundes übernommen und erhält damit eine Art offizieller Weihe.
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Sehnsüchtig erwartet
Selten wurde ein Gesetzeskommentar so dringend gebraucht wie dieser - und verpasste trotzdem so knapp den günstigsten Erscheinungstermin. Seit Tagen beharken sich nämlich in dem spektakulären Telekom-Prozess vor dem Oberlandesgericht Frankfurt die Anwälte der mehr als 16 000 Kläger und des Konzerns.
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Sie wollen sich nur beschweren
Es brodelt ungut unter der Villa des Obersts. Vormals, zu kommunistischer Zeit, befand sich dort eine stinkende Kloakengrube, in der die Abwasserrohre endeten und der Hausmüll der Umgebung entsorgt wurde. Davon weiß der hochnäsige Oberst nichts; aber die missgünstigen Dörfler warten nur darauf, dass ...
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Vom Götterliebling zum Buhmann der Nation
Er war jahrzehntelang umstritten wie kein anderer deutscher Verleger. Dabei spielte sicherlich eine Rolle, dass es Axel Cäsar Springer gelungen war, in rund zwei Jahrzehnten ein Mammutunternehmen aufzubauen. Das löste - zumal in Zeiten und bei Leuten, die den Kapitalismus grundsätzlich kritisch sahen - schon in sich Besorgnisse aus.
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Abgemurkste Trutschn
Die Kulturpolitikerin Barbara Lochner wird in diesem talschluchttiefen Alpenkrimi nicht einfach das Opfer einer heimtückischen Gewalttat. Zuvor hatte sie es immerhin zum Partei-Terrier ihres Landkreises gebracht: ein ausgekochtes Polit-Trampel, eine "blöde Trutschn", "eine, der ihr Leben lang alles ...
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Im Dienste des Kremls
Gasprom ist mehr als ein schier unermesslicher Gaslieferant. Gasprom ist nicht einmal nur zu einer Energiewaffe geworden, sondern steht längst für ein ganzes Waffenarsenal: machtpolitisch, wirtschaftlich, medienmonopolitisch - und das alles im Dienste des Kremls. Wladimir Putin hat den gewaltigen Staatskonzern dazu gemacht.
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Interview
Wie geht es unserer Literatur, Frau Bovenschen?
Die Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin Silvia Bovenschen hat in fortgeschrittenem Alter den Sprung von der Analyse zur Fiktion gewagt. Im Gespräch räsonniert sie über das unerklärbare Verschwinden von Dingen und das Gefühlsbiedermeier in der zeitgenössischen Literatur.
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Schwimmwagen
Die nasse Fußnote
An Flüssen mündende Landstraßen und Ufer der Baggerseen sind Steilvorlagen für Schwimmwagen. Trotz der Fähigkeit, über das Wasser fahren zu können, haben sie sich im zivilen Leben nicht durchgesetzt. Für Leute und Landschaft ist das keine wirklich schlechte Nachricht. Ein Rückblick.
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Eintracht Frankfurt
Verharren vor der Zementzone
Die Eintracht hat zweimal hintereinander verloren und wirkt an mancher Stelle ausgelaugt. Kommt nun die Wende ausgerechnet gegen die Bayern? Immerhin sind die Münchener so etwas wie ein Lieblingsgegner der Frankfurter.
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Konsumgüter
Halloren schmeckt den Anlegern nicht
Für die Erstzeichner hat sich das Investment in die Aktien von Halloren bisher nicht gelohnt. Der Kurs ist seit dem Börsengang im Mai 2007 um gut ein Viertel gesunken. Dabei befindet sich Deutschlands älteste Schokoladenfabrik geschäftlich im Aufwind.
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Rollenwandel des CFO
Der bessere Chef
Ein rückwärtsgewandter Erbsenzähler war er gestern. Heute muss der Finanzvorstand Kosten senken, Wachstum treiben, Aktionäre beglücken. Wer das leistet, rückt immer öfter ganz nach oben.
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Polygamistensekte in Texas
Ein Bett als Beweisstück
Es geht um Missbrauch und Inzest: In Texas beginnen an diesem Montag die Anhörungen zum weiteren Schicksal der Minderjährigen, die bei einer Polygamistensekte gelebt haben. Die Beweissuche ist schwierig - die Kinder wurden so indoktriniert, dass sie falsche oder keine Angaben machen.
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Medizintechnik
UMS-Aktie: Spekulation auf Amerika
Deutlich zu schaffen machte dem Medizintechnik-Vermarkter UMS im vergangenen Jahr die Dollarschwäche. Trotz eines passablen Geschäftsgangs fielen Umsatz und Ergebnis in Euro leicht. Drehen sich die Verhältnisse zugunsten Amerikas, könnte sich dies positiv bemerkbar machen.
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AKP-Verbotsantrag
Türkische Tradition
Die Generalstaatsanwaltschaft will die regierende AKP von Ministerpräsident Erdogan verbieten. In der Türkei wurden schon oft Parteienverbote ausgesprochen, doch die Polarisierung in der Gesellschaft blieb.
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Clinton über Obama
„Elitär, abgehoben und bevormundend“
Kurz vor der wichtigen Vorwahl in Pennsylvania verschärft sich der Tonfall zwischen den demokratischen Präsidentschaftsanwärtern. Barack Obama sei „elitär, abgehoben und offen bevormundend“, warf Hillary Clinton ihrem Rivalen vor. Der entschuldigte sich inzwischen für arbeiterfeindliche Äußerungen.
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Biosprit der zweiten Generation
EU hält am Ausbau von Biokraftstoffen fest
Trotz wachsender Kritik wollen die EU-Umweltminister an ihren Plänen zum Ausbau der Biospritnutzung festhalten. Sie wollen aber nur solche Biokraftstoffe erlauben, für die kein Regenwald gerodet wurde. Zudem soll Biokraftstoff statt aus Mais oder Rüben aus Klärschlamm oder anderen organischen Abfällen gewonnen werden.
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Reis
Ein Lebensmittel mit politischem Sprengstoff
Die Knappheit am wichtigsten Nahrungsmittel für Millionen Menschen hat in mehreren Ländern blutige Unruhen ausgelöst. In Haiti ist deshalb die Regierung gestürzt worden. Indien macht dafür den Westen und dessen Förderung von Biokraftstoffen verantwortlich. Und die Preise steigen weiter.
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Medienschau
Inflationssorgen und Bankenunbill
Auf der Unternehmensseite dominieren die Bankenmeldungen: Die Allianz beschleunigt die Aufspaltung der Dresdner Bank, die Deutsche will eine angebliche Verfehlung der Ziele im Privatkundengeschäft nicht kommentieren. Der designierte UBS-Präsident Kurer will dafür das Investmentbanking nicht abschaffen und während die Credit Suisse offenbar vor weiteren Milliarden-Abschreibungen steht, erhält Wachovia wohl eine milliardenschwere Finanzspritze. Zudem verfehlt Philips die Erwartungen, wogegen Gerresheimer eine deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung verzeichnet und Danone einen Umsatzsprung.Auf der Wirtschaftsseite sorgt sich die EZB um die Inflation, die Lebensmittelpreise könnten bis zu vier Prozent steigen und die Bank of Japan sieht die Unsicherheit bezüglich der Weltwirtschaft weiter als hoch an.
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Kinderbetreuung
Kleiner Mann auf großem Flug
Sich mal ganz erwachsen fühlen: Immer mehr Kinder zwischen fünf und fünfzehn Jahren heben ohne ihre Eltern ab. Die Fluggesellschaften reagieren darauf mit Kinderpreisen und umfangreichen Betreuungsangeboten.
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Bayreuth
Zärtliche Schwestern
Man fühlt sich zurückversetzt in die Zeiten feudalistischer Intrigenwirtschaft: In einer Verkettung wechselseitiger Erpressungen, inoffizieller Absprachen und vorab getroffener Entscheidungen steuern die Bayreuther Festspiele auf eine fragwürdige Kompromisslösung zu.
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Nahrungskrise
Weltbank und IWF rufen zu Nothilfe auf
Angesichts der Preisexplosion bei Nahrungsmitteln haben Weltbank und Internationaler Währungsfonds Geberländer aufgefordert, 500 Millionen Dollar zur Linderung der größten Not schnell zu Verfügung zu stellen. Das Welternährungsprogramm der UN brauche das Geld umgehend.
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EU-Klimaschutz
Eine Invasion von Vorschriften
Nicht nur die Bundesregierung, auch die Europäische Union will den Verbrauch von Energie in Immobilien drosseln. Dabei soll die Drei-Mal-Zwanzig-Formel helfen. Die Einsparpolitik wird nicht billig: 90 Milliarden Euro im Jahr soll das Maßnahmepaket kosten.
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Merck
Wechsel in der Geschäftsleitung
Bernd Reckmann leitet zum 1. Juli 2008 den Bereich Chemie des Pharma- und Chemieunternehmens Merck. Vorgänger Walter Zywottek geht zur Jahresmitte in den Ruhestand.
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