Meldungen vom 19.10.2005
Artikel-Chronik
Sterbehilfe
„Kein Bedürfnis nach aktiver Sterbehilfe“
Die Justizminister der Länder wollen die Sterbebegleitung fördern, aktive Sterbehilfe lehnen die meisten ab. Juristische Schritte gegen den Verein „Dignitas“, wie sie die niedersächsische Justizministerin fordert, sind jedoch umstritten.
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Frankfurt
Ärger über stillstehende Rolltreppen am Hauptbahnhof
Defekte Aufzüge und abgestellte Rolltreppen am Frankfurter Hauptbahnhof beschäftigen weiterhin die Politik: Die Grünen im Frankfurter Römer sind der Ansicht, notfalls müsse die Stadt gegen die Deutsche Bahn AG klagen, um eine Reparatur und angemessene Wartung durchzusetzen.
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Einzelhandel
Kelkheim bleibt Möbelstadt
Wird über den Einzelhandel als solchen und an sich gesprochen, so kann es nicht lange dauern, bis jemand mit der Bemerkung glänzen möchte, leider sähen ja dank der Filialisten alle Einkaufsstraßen Deutschlands gleich aus.
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Ärgerlich
Man hat sich fast etwas daran gewöhnt. Im täglichen Strom der Großstadt, sei es beim Pendeln, sei es beim Einkaufen, kommt man immer wieder an eine dieser Rolltreppen, die nicht funktionieren. Die Stufen ...
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125 Jahre Oper
Prachtbau aus Kaisers Tagen
Kaiser Wilhelm I. ist damals aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Im strahlend leuchtenden Treppenhaus der neuerbauten Oper Frankfurt blieb er stehen und sagte zu Intendant Emil Claar: "Das könnte ...
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Personalausweis
Briten sagen: „No2ID“
In Großbritannien soll ein Personalausweis eingeführt werden. Viele Briten wehren sich gegen das Papier, sie mißtrauen dem Staat und wollen sich nicht überwachen lassen.
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Seuchen
Vogelgrippe-Virus breitet sich weiter aus
In Rußland, Rumänien und China sind neue Fälle von Vogelgrippe entdeckt worden. Labortests deuten darauf hin, daß es sich bei den Erregern um das für den Menschen gefährliche H5N1-Virus handelt. Für Rußland hat die EU den Verdacht bereits bestätigt.
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Porträt
1. FC Dietmar Hopp
Dietmar Hopp, Mitgründer des Softwarekonzerns SAP, will seiner Heimatregion einen Fußball-Bundesligaverein bescheren. Der Mäzen plant die Zusammenlegung der Amateurvereine aus den Orten Hoffenheim, Sandhausen und Walldorf.
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Medizin
Gefahr für die Therapiefreiheit
Leitlinien in der Medizin dienen Ärzten und Patienten als Richtschnur für Behandlungen. Nun will die Politik aus diesen Vorschriften machen und damit, aus Sicht der Mediziner, in die Selbstbestimmung eingreifen.
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Kommentar
(Un-)Schuldig
Das ist mindestens für die arabische Welt neu. Einem (gestürzten) Despoten, dem das Blut Hunderttausender an den Händen klebt, wird der Prozeß gemacht: wegen Mord, Vertreibung, Folter, willkürlicher Einkerkerung, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
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Kommentar
Zukunftsprojekt Erdöl
Es ist eine Binsenwahrheit: Am Öl hängt die Zukunft unseres Lebensstandards, und das Öl kommt nicht allein aus der Zapfsäule. Ohne Erdöl ist weder unser Wohlstand denkbar noch unsere Mobilität. Doch niemand rechnet mehr mit der Rückkehr in das Zeitalter billigen Öls.
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Glosse Wirtschaft
Machtlos
jja. Die Ermittlungen gegen Hedge Fonds, die angeblich ein Komplott gegen die Deutsche Börse geschmiedet haben, sind kläglich gescheitert. Keine schlagenden Beweise konnte die Allfinanzaufsicht, die anfangs den Mund noch recht voll ...
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Glosse Wirtschaft
Aktionismus
wmu. Es ist ja wahr: Jose Manuel Barroso hat es derzeit nicht leicht. Ständig ist der EU-Kommissionspräsident mit Forderungen aus den Mitgliedstaaten konfrontiert, seine Behörde müsse dieses oder jenes tun, um die Folgen der Globalisierung abzufedern.
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Leitartikel Wirtschaft
Konflikte im Aufsichtsrat
Es ist ein Kreuz mit Volkswagen. Nach den Schwierigkeiten mit der Marke VW und dem Betriebsräte-Skandal geht es jetzt um den Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech. Er steht an der Spitze des Kontrollgremiums, ist aber darüber ...
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Lothar Bisky
Der Berechenbare
Die Linkspartei begreift nicht, warum Lothar Bisky bei der Wahl für das Bundestagspräsidium so unverhofft bestraft wurde, obwohl er doch alle Abgeordneten aus Ost und West zu repräsentieren suchte. Ein Scharfmacher ist der Parteivorsitzenden nicht.
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Kommentar Sport
Den Beach runter
Vielleicht war ja alles ein ganz großes Mißverständnis. RTL präsentiert Beachvolleyball - das war der Funke, der im Frühjahr die Hoffnungen explodieren ließ. "The sky is the limit", so schien es, nur der Himmel konnte die gedanklichen ...
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Glosse Politik
Stoibers Problem
Hätte und wäre sind auch in der Politik nicht immer gänzlich nutzlose Begriffe. Ein Beispiel: Was wäre gewesen, wenn der bayerische Ministerpräsident Stoiber im Sommer gesagt hätte, er wolle, ja müsse Finanzminister in Berlin werden?
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Glosse Politik
Der Preis
G.H. Nach außen gilt in der deutschen Politik der Grundsatz, jede Partei entsendet auf ihr zustehende Posten die Leute ihrer Wahl. Nach innen jedoch gilt das Gesetz: Nicht jeder Parteimann ist für jedes Amt akzeptabel.
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Glosse Politik
Sadulajews Front
kum. Die "Kaukasus-Front" tschetschenischer Terroristen nimmt Formen an. Der neue tschetschenische Terroristenführer Sadulajew, der nach dem Tod Aslan Maschadows eingesetzt wurde, konnte Rußland damit aufzwingen, was laut Putin doch längst im Keim erstickt wurde.
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Ungarn
Das "House of Terror" in Budapest
Unter den zahlreichen Sehenswürdigkeiten der ungarischen Hauptstadt Budapest gehört das "House of Terror" zu den jüngsten. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, die totalitäre Epoche des zwanzigsten Jahrhunderts aus der Perspektive eines unterworfenen Volkes aufzuarbeiten.
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Glosse Feuilleton
Über allen Gipfeln
In der Buchbranche wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Die Messestände auch nicht, was in den alten Hallen, wo jetzt die internationalen Verlage untergebracht sind, schon die niedrige Deckenhöhe verhindert.
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Glosse Feuilleton
Buchgeburt
Ein Fräuleinwunder hatte die koreanische Literatur 1795 nicht zu bestaunen. Die Debütantin Hong, deren Buch "Hanjungnok" (Traurige Memoiren) die Leser zu Tränen gerührt hatte, beging bereits ihren sechzigsten Geburtstag.
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Glosse Feuilleton
Gesund denken
Zuerst die Befunde: Es gibt Vorurteile. Die Leute entscheiden oft spontan. Der erste Eindruck zählt. Zwei Dinge können die meisten gut vergleichen, bei dreien geht's oft schief. Jetzt die Frage: Für welchen dieser Befunde wären Sie ...
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Glosse Feuilleton
Gefährliche Brigitte
Das wird gefährlich, so einen Auflauf hat man bei Hugendubels lange nicht gesehen. Auf drei Etagen drängen und zwängen sie sich und beugen sich übers Geländer. Wer jetzt keinen Stuhl hat, holt sich keinen mehr und geht in Sitzstreik.
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Österreich
Der Dichter weist den Weg
Es hieße den ökonomischen Sachverstand von Franz Josef Fetz zu unterschätzen, wollte man dem Besitzer des weithin bekannten Hotels "Hirsch" in Schwarzenberg unterstellen, er habe den Eduard-Mörike-Weg allein aus Liebe zur Poesie aus der Taufe gehoben.
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Terminal
www.reiseknigge
Es ist höchste Zeit für eine Ehrenrettung: Der Durchschnittsdeutsche weiß sich im Ausland sehr wohl zu benehmen, jedenfalls solange er in friedlicher Absicht kommt. Das handtuchwerfende, buffetraffende Pöbelmonster ist eine gesellschaftliche Randerscheinung.
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Glosse Feuilleton
System ohne Genie
Vielleicht ist es in Deutschland mit den Büchern über Filme ähnlich wie mit den Filmen im Kino - die besten kommen anderswoher. Das heißt, eigentlich kommen sie gerade nicht. Die großen und, ja, auch populären Werke über Hollywood, ...
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Allensbach-Wahlanalyse
Geschockte Wähler, gebremster Reformeifer
Nie war die Unzufriedenheit mit dem Ergebnis einer Bundestagswahl so groß, nie die Enttäuschung so einmütig quer über alle Parteigrenzen wie dieses Mal. Auch die Mehrheit der Bevölkerung kann sich mit dem Wahlergebnis noch nicht anfreunden: Ergebnisse der neuen Allensbach-Studie.
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Prozeß gegen Saddam Hussein
„Ich bin immer noch der Präsident“
Der irakische Ex-Machthaber Saddam Hussein scheint fest entschlossen, seine Rolle als „Unbesiegbarer“ bis zum Tod durchzuhalten. Am ersten Tag seines Sondertribunals machte er durch seine trotzige Pose klar, daß von ihm auch nicht der leiseste Anflug von Reue zu erwarten sei. Der Prozeß wurde auf den 28. November vertagt.
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Pop
Musik für einen ruhigen Herbstabend
„Autumn days“ heißt das neue Album des kalifornischen Songwriters Gus Black. Tempo und melancholische Stimmung der meisten Stücke passen zum Übergang in die kalte Jahreszeit.
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Logistik
Auslandsbriefe werden teurer
Die Kunden der Deutschen Post können sich auf Preissenkungen bei manchen Briefarten und auf -steigerungen bei anderen einstellen. Insgesamt senkt die Post das Porto und stellt sich auf Mindereinnahmen ein.
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Foto-Entwicklung
Agfa-Photo vor der Abwicklung
Nach der Ablehnung eines Übernahmeangebotes der britischen Photo Me International (PMI) steht das Unternehmen Agfa-Photo vor der Abwicklung. Ursprünglich sollten durch den Verkauf wenigstens 400 Arbeitsplätze gerettet werden.
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Buchmesse
Antiquariatsmesse eröffnet
Auf der Frankfurter Buchmesse werden in diesem Jahr zum ersten Mal auch antiquarische Bücher verkauft. ZDF-Journalist Wolf von Lojewski und Buchmesse-Direktor Jürgen Boos eröffneten am Mittwoch morgen die erste Antiquariatsmesse, auf der 15.000 bis 20.000 Objekte erhältlich sind.
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Wahl-Eklat um Bisky
Linkspartei ruft den Ältestenrat an
Die Linkspartei hält ungeachtet der dreifachen Ablehnung an ihrem Parteivositzenden als Kandidaten für das Amt des Bundestags-Vizepräsidenten fest und hat eine Sondersitzung des Ältestenrates beantragt. Viele Parlamentarier äußerten Vorbehalte gegen Bisky.
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Kino
Die Irrtümer der Jodie Foster
In den vergangenen Jahren war Jodie Foster nur selten im Kino zu sehen - und wenn, dann in eher schlechten Filmen. Ihr neuer Thriller „Flightplan“ ist so verwirrend, daß man wünscht, sie spielte nicht mit.
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Pharma
Roche will die Vogelgrippe nicht ausnutzen
Der Pharma-Konzern Roche muß aufpassen, mit seinem begehrten Grippemittel Tamiflu nicht das Image eines Krisengewinnlers zu bekommen. Der Umsatz steigt und die Angst vor der Vogelgrippe nimmt jedenfalls zu. In Bayern herrscht seit heute Stallpflicht für Geflügel.
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Raumfahrt
ISS-Kurskorrektur fehlgeschlagen
Ein Manöver zur Korrektur der Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS ist gescheitert. Die Ursache werde untersucht, Grund zur Beunruhigung bestehe nicht, heißt es aus der Flugleitzentrale.
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Von der Seele eines Menschen
So schlicht kann große Literatur beginnen: "Ich heiße Kathy H." Die junge Betreuerin ist die Erzählerin in diesem Meisterwerk, das seinen Autor endlich auch hierzulande bekannt machen wird. Kazuo Ishiguro, der 1954 in Nagasaki geboren wurde und seit seinem sechsten Lebensjahr in England lebt, gehört zu den bedeutendsten englischsprachigen Autoren.
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Der beleidigte Schmetterling
Wolf Wondratschek ist ein großer und eifersüchtiger Liebender. Was er liebt, will er mit niemandem teilen, und er will es so sehen wie kein anderer. Nächst den schönen Frauen liebt der Dichter den Boxsport. Er wäre selbst gern Boxweltmeister geworden, denn Boxen ist "der schwerste Weg, sein Glück zu versuchen".
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Auf dem Regenplaneten tragen alle Gummistiefel
Wenn die dunklen Tage kommen und das Holz im Ofen knistert, dann erzählt man sich, bei Storm wie bei Stevenson, Gespenstergeschichten. In dem neuen Roman von Gert Loschütz erzählt sie sich einer selbst, Nacht für Nacht, als einsamer Spaziergänger.Ein Flüchtling ist er, dieser Flußschiffer, der ...
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Es ist die Kunst, die das Leben ausmacht
Schönheitssüchtige haben es fast so schwer wie Wahrheitsfanatiker. Von nichts so beeindruckt und angezogen wie von Ebenmaß, stimmigen Proportionen und exquisiten Materialien, müssen sie ihre Fixierung doch tunlichst unterdrücken, um nicht für dekadent oder hemmungslos hedonistisch gehalten zu werden.
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Oh, St. Pauli
Eine zu enge Mutterbindung hat in der Literatur- und Filmgeschichte schon zu so manchem Psychopathen geführt. Angefangen bei Hitchcocks Frauenmörder Norman Bates aus "Psycho" über Elfriede Jelineks "Klavierspielerin" Erika Kohut bis hin zu Loriots Möbelladenbesitzer Paul aus "Ödipussi", der sich auch noch mit knapp sechzig Jahren von seiner Mutter bekochen ließ.
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Auch Supermänner kommen in die Jahre: Ein Generationen-Bilderbuch
Kinder lieben Erfinder. Darum wimmelt es in Kinderbüchern von ihnen. Warum sie allerdings immer noch wie kauzige Opis mit wirren Haaren aussehen, ist kaum verständlich. Auf den ersten Blick bedient auch das französische Bilderbuch "Angelman" genau dieses "Kind trifft Onkel Einstein"-Schema; die braungetönten Illustrationen ...
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Die Sorge lebt zwischen Heute und Morgen
Ein Buchtitel ist bei Vladimir Jankélévitch nie einfach eine Themenvorgabe, sondern Leitmotiv eines rhapsodischen Denkens mit Vor- und Rückgriffen auf andere Schriften. Dies besonders im Fall von "La mort", der schon im Wort einsilbig trocken in die sonst bei diesem Philosophen eher singenden Werktitel hallt.
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Letzte Nachrichten aus dem Kaffeehaus
Als Ilse Aichinger Ende der fünfziger Jahre auf einer Tagung der "Gruppe 47" den Schriftsteller Günter Grass kennenlernte, hatte sie den Eindruck, einem verletzlichen, ängstlichen Mann zu begegnen. Einer, der "verlassen werden könnte". Ein Einsamer. Auf einer späteren Tagung kam jener Einsame zu ihr.
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Sätze, vor denen sich die Mullahs fürchten
Der vor einigen Jahren verstorbene iranische Schriftsteller Huschang Golschiri klagte einmal darüber, wie schwierig es sei, den Mullahs klarzumachen, daß ein in der Literatur, in einem Roman oder einer Erzählung dargestellter Ehebruch kein wirklicher Ehebruch sei und auch nicht "für diesen werbe oder ihn entschuldige".
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Albtraum der Moderne
Nur weil er lange schlief, hat man ihn vergessen: den Krieg als natürliche Lebensform. Genauso haben ihn alle begriffen, die vor und im Zweiten Weltkrieg aufgewachsen sind und nie etwas anderes als Nachkriegs-, Vorkriegs- und Kriegszeiten gekannt haben. Die Variationen des Phänomens Krieg waren für diese Jahrgänge nicht Ausnahme, sondern Normalität.
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In der Schule des Staunens
Das Buch liegt schwer auf dem Tisch und leicht in der Hand. Denn kaum hat man diesen Brocken aufgeschlagen, versinkt man in einen Rausch des Blätterns und Betrachtens, des endlosen Schmökerns und grenzenlosen Staunens. Ein paar Seiten genügen, schon ist man in einer bibliophilen Traumwelt und wandert an den endlosen Regalen einer Idealbibliothek entlang.
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Findelkind Nummer 2307 darf nicht erben
Geld geht vor Gefühlen. Eine triviale Einsicht, die aber in Hans-Ulrich Treichels Roman "Menschenflug" auf scharfsinnige Weise deklamiert wird. Erneut hat der dreiundfünfzigjährige Schriftsteller und Literaturprofessor auf einen autobiographischen Stoff zurückgegriffen, mit dem er sich schon einmal ...
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Hohe Hürden
Seit langem wird darüber diskutiert, ob durch die Aufnahme von Vorschriften über Volksbegehren und Volksentscheide in das Grundgesetz eine größere Beteiligung des Volkes an der politischen Willensbildung ermöglicht werden sollte. Besonders lebhaft war die Debatte nach der Wiedervereinigung. Das regte Christopher ...
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Im Schweinsmaul wartet eine neue Welt
Es ist ein Höllenspektakel: Schrille Blechbläser treiben den Gästen den Schweiß auf die Stirn. Ein Mann schlägt mit Lust auf einen Pferdeschädel ein, die Kiefer des toten Tieres rasseln. Dämmerig ist es, ganz im Gegensatz zum gleißenden kubanischen Licht vor der Tür der Kneipe, in die es Broder Broschkus verschlagen hat.
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Als Kubitschek einmal eine halbierte Apfelsine fallen ließ
Brasilia ist eine Stadt wie aus einem Film von Jacques Tati, ein Ort von absurder Eleganz, eine gebaute Utopie, die heute noch wie ein Fata Morgana wirkt; errichtet auf dem zentralen Hochplateau des Landes in 1200 Meter Höhe, nahe der Wasserscheide zwischen den Flüssen, die nach Norden zum Amazonas ...
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Kühnste Phantasien, vortrefflich verschaltet
Der große Graben, der Hirnforschung und Psychoanalyse lange Zeit kategorisch voneinander trennte, war vor allem in der neurowissenschaftlichen Tendenz begründet, sich das Gehirn als einen genetisch streng determinierten Regelkreislauf nach Art des Computers vorzustellen, der Reize aus der äußeren Wirklichkeit mechanisch verarbeitet.
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Nenn es Schlaflosigkeit
Ira ist ständig in Bewegung. Er läuft durch East Harlem, von der hundertneunzehnten Straße in Höhe der Lexington zur Park Avenue, weiter zur Madison, zur Fifth, von dort Richtung Süden bis zur hundertsechzehnten und noch ein paar Blocks weiter zur hundertzwölften Straße, wo seine Cousine Stella wohnt.
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Um jeden Virenhort eine Verschwörung
Die Schlagzeilen über drohende Epidemien reißen nicht ab. 2001 war es Anthrax, das den Westen in Atem hielt; darauf die Pocken und ihr möglicher Einsatz als biochemische Waffe; seit Februar 2003 ist es Sars. Kehrt hier ein Seuchenzeitalter wieder?Zwei Bücher haben das aktuelle Geschehen zum Anlaß ...
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Ich reise, also bin ich
Der reisende Russe ist im goldenen Zeitalter des Postkommunismus wieder zum Topos geworden. Anders als im neunzehnten Jahrhundert handelt es sich allerdings selten um einen Aristokraten mit tadellosen Manieren und weitgestreuten Neigungen, sondern meist um einen verhaltensauffälligen Räuberkapitalisten ...
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Wie ein Requiem vom Ende einer humanen Welt
Spätestens seit seinem Baader-Meinhof-Zyklus von 1988 hat man versucht, aus Gerhard Richter, der in seinem Lebenswerk zahllose Stil-Modalitäten und Maler-Rollen durchgespielt hat, auch einen Historienmaler, ja einen großen Moralisten der deutschen Zeitgeschichte zu machen. Ein kleineres Bild wie ...
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In der Schule des Staunens
Das Buch liegt schwer auf dem Tisch und leicht in der Hand. Denn kaum hat man diesen Brocken aufgeschlagen, versinkt man in einen Rausch des Blätterns und Betrachtens, des endlosen Schmökerns und grenzenlosen Staunens. Ein paar Seiten genügen, schon ist man in einer bibliophilen Traumwelt und wandert an den endlosen Regalen einer Idealbibliothek entlang.
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Ein wenig Aufrauhung der Institutionen gefällig?
Bismarck meinte, daß Politik die Kunst des Möglichen sei. Norbert Axel Richter will eine neue politische Anthropologie entwickeln, die dem Musilschen Möglichkeitsmenschen, der in einem "Gespinst von Dunst, Einbildung und Träumerei" lebt, eine philosophische Grundlage verschafft und das Leben im conjunctivus ...
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Verbeugung vor den Lastwagenfahrern und Putzfrauen
Mit beinahe beängstigender Regelmäßigkeit hat der Osteuropahistoriker Karl Schlögel in den vergangenen paar Jahren seine verstreut publizierten Vorträge und Aufsätze, Ausweise einer beneidenswerten Produktivität, in anregenden Büchern zusammengefaßt. 1995 erschien "Go East oder Die zweite Entdeckung ...
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Mit Humboldt zum Platz an der Sonne fahren
Streckenweise nimmt sich das Buch wie ein Besuch bei alten Bekannten aus: das unstillbare Prestigestreben Wilhelms II. und seine unübertreffliche Fähigkeit, in jedes nur erdenkliche politische Fettnäpfchen zu treten; der Alldeutsche Verband und seine ausufernden Annexionsforderungen während des Ersten ...
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Fallstricke vor der Erotik einer Rückenansicht
Francisco Pacheco, Hofmaler des spanischen Königs, hat seinem Schüler und Schwiegersohn Diego Velázquez (1599 bis 1660) in seinem Traktat "Arte de la Pintura" 1649 ein Denkmal gesetzt. Damals hatte Velàzquez seine eigentliche Aufgabe als "pintor del rey" - er war am 6. Oktober 1623 in diese Position berufen worden - schon weit hinter sich gelassen.
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Unhygienische Magie
Bartimäus ist zurück. Was uns freut, macht ihn selbst fuchsteufelswild. Eigentlich hätte es der Dschinn ja besser wissen müssen mit seiner Lebenserfahrung von einigen tausend Jahren: Zauberern ist nicht zu trauen, niemals. Wenn sie deinen Namen kennen, bist du geliefert. Sie rufen dich wieder und ...
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Mitmachen, Wegschauen, Achselzucken - Fußball unterm Hakenkreuz
Auf dieses Buch wurde lange gewartet. Seit dreißig Jahren ist der Deutsche Fußball-Bund (DFB) immer wieder aufgefordert worden, seine Vergangenheit zwischen 1933 und 1945 in den Blick zu nehmen. Erst 2001 aber, nach merklichem Räuspern der Politik, entschied er sich, den deutschen Historikerverband ...
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Alle Achtung aus dem Bauch des Architekten
Was muß das für ein Gefühl sein, zum Argument in der eigenen Beweisführung zu werden? Und das zweifellos nicht wider Willen, aber vielleicht doch wider besseres Wissen. Geschehen ist dies Georg Franck, Professor für EDV-gestützte Methoden in Architektur und Raumplanung in Wien. Vor sieben Jahren ...
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Der deutsche Gruß
Mit der vielfältigen Renaissance der Kulturgeschichte ist das Interesse an den symbolischen Formen der Politik und des gesellschaftlichen Umgangs gewachsen. Ein ganzer Buchmarkt lebt davon. Auf dieser Linie bewegt sich auch die schlanke Abhandlung des Frankfurter Soziologen Tilman Allert, der den "deutschen ...
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Um ein Ägypten von innen bittend
Ist die Zauberflöte ein Machwerk?": Der provokante Titel eines Bandes (1981) der fabelhaften Zeitschrift "Musik-Konzepte" thematisierte eine Debatte, die seit der Wiener Uraufführung 1791 umtreibt und bis heute nicht abgeklungen ist. Der Begriff findet sich bei Hegel: " . . . und doch gehört dieses Machwerk zu den lobenswerthen Opernbüchern.
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Es würde immer Carol sein, in tausend Städten, tausend Häusern
Eine gutaussehende dunkelhaarige Frau im Trenchcoat stand an der Bar und trank Gin, und rundum wurde getuschelt: Das ist Claire Morgan! In der Welt draußen kannte man sie besser unter dem Namen Patricia Highsmith, Verfasserin von "Zwei Fremde im Zug"; Alfred Hitchcock hatte den Thriller 1951 verfilmt. Aber ...
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Erreger auf asiatischen Murmeltieren eingenistet
Die Universalgeschichte ist wieder da. Wenn der Zusammenhang der Welt im Zeichen der "Globalisierung" verstanden werden muß, sind die Historiker aufgerufen, die Reiche, Völker, Religionen und Kulturen der Vergangenheit in ihren Analogien, Interferenzen und Gegensätzen zu untersuchen und darzustellen. Die ...
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Die Wahrheit steckt im Farbenspektrum der Palette
Das Frontispiz des Buches von Hans Belting zeigt eine ungewöhnliche Szene. Ein Maler, die Rechte auf die Brust gelegt, in der Linken die Palette und einen Pinsel vorweisend, ist unter das Kreuz getreten und blickt voller Inbrunst zum Gekreuzigten auf. Das stumme Zwiegespräch läßt sich als fromme Andacht, zugleich aber auch als Fachdiskurs zwischen Künstler und Gottessohn auffassen.
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Durch die Schallmauer der Gegenwart
Kleine Gruppen hungernder Menschen ziehen zu einem der letzten Bauernhöfe. Mit verzweifelter Kraft drängen sie die Knechte vor den Ställen zurück, töten sie, wenn nötig, und machen sich daran, das Vieh zu schlachten. Niemand ist da, der ihnen Einhalt gebieten könnte. Auf Normannisch-Grönland geht es gegen Ende des fünfzehnten Jahrhunderts ums Überleben.
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Viel Keramik!
Große Würfe müssen es schon sein, wenn sie denn den Weg zwischen Buchdeckel finden wollen. Hier haben wir es also mit einer Geschichte Koreas nicht nur von den Anfängen bis zur Gegenwart zu tun. Nein, neben der Politik werden auch noch Religion, Philosophie, Literatur und Kunst abgehandelt. Und das alles auf knapp zweihundert Seiten.
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Großer Sprung und Langer Marsch
Mao Tse-tung war ein Diktator - und ebenso brutal oder schlimmer noch als Hitler und Stalin. Dies wagten chinesische Intellektuelle erstmals laut während der Demokratiebewegung des Jahres 1989 zu sagen. Damals machten einige Dissidenten die großen Rechnungen auf, zählten die Opfer seiner Revolution, seiner Kampagnen, seiner Intrigen und seiner katastrophalen Wirtschaftspolitik zusammen.
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Diese Putzfrau kommt mir nicht ins Haus
Es sagt einiges über den Reiz der Sachs-Familienchronik von Wilfried Rott, wenn man am Ende feststellt, daß die Partien über Gunter Sachs noch die langweiligsten waren. Begeisterung wecken schon die ersten Seiten, die davon erzählen, wie der schwäbische Schreinersohn Ernst Sachs seinen Schicksalssport in einem aus Holz gezimmerten Fahrrad entdeckt.
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Weiht ihrem Schicksal einige Tränen
Wagen wir eine verwegene These: Ohne den Erfolg des Everest-Dramas "In eisige Höhen" von Jon Krakauer und die Leidenschaft, mit der erst in jüngster Zeit Buchautoren die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts spektakulär gescheiterten Antarktis-Expeditionen von Ernest Shackleton aus stets neuen Perspektiven ...
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Wanderprediger der Demokratie
Bücher und Töchter, das sind die Waffen des Dichters. Als im August 1940 die von der deutschen Wehrmacht entfesselte Schlacht um England tobte, warb Thomas Mann in Amerika für militärische Unterstützung der Briten: "Schickt ihnen destroyers!" schrieb er an seine amerikanische Gönnerin Agnes E. Meyer.
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Die Rechte der Frauen, des Rotfuchses, der Bären und des Ozons
Charlotte Simmons kommt aus Sparta, North Carolina. Das liegt in den Bergen und ist ziemlich hinterwäldlerisch, aber Charlotte hat es in sich. Sie ist begabt und fleißig. Außerdem ist sie sehr hübsch. Und man muß es Tom Wolfe glauben, daß der Name "Sparta" nicht zufällig gewählt wurde: Hier, in der Provinz, hält man auf Zucht und Disziplin.
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Unerwartete Freiheit
Hans-Günter Richardi: SS-Geiseln in der Alpenfestung. Die Verschleppung prominenter KZ-Häftlinge aus Deutschland nach Südtirol. Edition Raetia, Bozen 2005. 312 Seiten, 22,50 [Euro].Es war eine buntgemischte Gesellschaft, die sich da im Mai 1945 in den Fluren des ungeheizten Sommerhotels "Pragser Wildsee" drängte.
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Kennen Sie eigentlich die Tripelhelix?
Mit dem Aufstieg der Biologie zur "Leitwissenschaft" des neuen Jahrhunderts ist nun auch eine Philosophie der Biologie entstanden. Genaugenommen kann man ihre Tradition zwar bis auf Aristoteles zurückstricken, betonen Ulrich Krohs und Georg Toepfer, Herausgeber einer umfassenden Einführung in die ...
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Geheimnisse eines hinreißend Schwierigen
Als Katja Mann im Jahre 1928 anläßlich der Münchner Uraufführung von dessen Trauerspiel "Der Turm" Hugo von Hofmannsthal wiedersah, konnte es ihrem aufmerksamen Blick nicht entgehen, daß der "ununterbrochen plappernde" Dichter "dicker geworden" war. Was würde sie da erst heute sagen? Denn mittlerweile ...
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Herbstschatten liegen über Deutschland
Selten wurde in Klagenfurt der Bachmann-Preis so einmütig zuerkannt wie vor zwei Jahren Inka Parei, als sie dort den Anfang ihres zweiten Romans vortrug. Jury und Publikum waren sich einig, und die 1967 in Frankfurt geborene, in Berlin lebende Autorin bekam auch noch den Preis der Leser. Danach nahm Inka Parei sich Zeit.
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Ein Stein im Wasser
Wer Nachworte gewöhnlich überblättert, weil sich ein literarisches Werk selbst zu erklären habe, muß hier umdenken. Dolf Verroens Nachwort ist mit seinem Prosagedicht in vierzig Versen wie mit unsichtbaren Ketten verbunden. Beide Texte erschließen sich vollends erst im Rückspiegel des jeweils anderen. Es schadet nichts, mit dem Nachwort zu beginnen.
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Die Überlieferungschance
Anfang der sechziger Jahre wurde in Berlin der Anhalter Bahnhof, der als Ruine überdauert hatte, abgerissen. Die Fassade blieb bis heute auf dem leeren Platz stehen, als ein musealer Rest, ein Denkmal des schlechten Gewissens. Vielleicht überdauert heute noch das eine oder andere ornamentierte Fragment als Buchstütze.
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Läuterungen im Kabinett der Affekte
Jacob Burckhardt war kein Hegelianer. In den Materialien zu seinem Kolleg "Über das Studium der Geschichte" findet sich ein Exzerpt aus Hegels "Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte". Die Notiz zeugt von einer lebhaften Auseinandersetzung, die mittendrin abbricht. Wahrscheinlich konnte Burckhardt ...
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Eine Wiederverzauberung
Der Begeisterung für die Planeten erliegt man früh oder gar nicht. Das faszinierend abweisende Für-sich-sein dieser unbewohnbaren Himmelskörper aus Gas, Eis, Metall oder Gestein hat alles, was ein junges Hirn besetzen kann und das erwachsene nie mehr ganz losläßt. Auch die Wissenschaftsbestsellerautorin Dava ...
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Klug empfangen statt schnell verhüten
Die Emanzipationsbewegung hat viel erreicht: Die Bildungsmöglichkeiten und die Aufstiegschancen in bislang von Männern dominierten, hochbezahlten Berufen sind für weibliche Aspirantinnen gestiegen, ihre rechtliche Gleichstellung ist weitgehend gewährleistet. Heute kann kein Ehemann seiner Gattin ...
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Die Wahrheit steckt im Farbenspektrum der Palette
Das Frontispiz des Buches von Hans Belting zeigt eine ungewöhnliche Szene. Ein Maler, die Rechte auf die Brust gelegt, in der Linken die Palette und einen Pinsel vorweisend, ist unter das Kreuz getreten und blickt voller Inbrunst zum Gekreuzigten auf. Das stumme Zwiegespräch läßt sich als fromme Andacht, zugleich aber auch als Fachdiskurs zwischen Künstler und Gottessohn auffassen.
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Ich bin kein Idiot
Den "kleinen Doktor" nennt ihn einmal eine Witwe, die dankbar ist für seinen Trost. Aber ein Doktor ist er nun wirklich nicht, nur Gehilfe fürs Grobe in der Pathologie beim Doktor Sander, der die Leichen öffnet, seziert und wieder zunäht. In einer gespenstischen Halle und einem unheimlichen Gewerbe tut er seinen Dienst.
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Buch der Bilder: Brigitte Maria Mayer und Heiner Müller
"Mit der Wiederkehr der Farbe droht die Auferstehung, / Ich habe dir gesagt du sollst / nicht wiederkommen tot ist / tot. / Der Tod ist ein Irrtum." Worte von Heiner Müller stehen auf dem Frontispiz dieses Buches der Bilder. Wer spricht da? Wer ist gemeint? Wen geht dies an?Am 30. Dezember 1995 ist Heiner Müller gestorben.
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Das All ist eine Achterbahn
Frank Zweig ist ein alter Bekannter. Als junger Mann und angehender Physiker hatte er sich in Ulrich Woelks Debüt "Freigang" in eine ödipale Wahnvorstellung geflüchtet und war in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Klinik eingeliefert worden. "Ich habe meinen Vater umgebracht": So begann der Roman aus dem Jahr 1990.
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Affentheurlich Geschichtklitterung
Vor beinahe viertausend Jahren wurde in der Ägäis eine beidseitig mit minoischen Bildzeichen versehene Tonscheibe in die Zukunft geschleudert, das älteste Druckerzeugnis der Menschheit. Alle Entzifferungsversuche der beiden Textspiralen prallen ab an der Einzigartigkeit des Diskos von Phaistos. Wenn ...
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Das ist die Liebe der Schleiereulen
Manche Vögel sind schlauer, als man denkt. Kürzlich ging die Geschichte des afrikanischen Graupapageis Axel durch die Presse. An der Brandeis-Universität in Waltham, Massachusetts, wird Axel seit achtundzwanzig Jahren unterrichtet. Nicht, daß er inzwischen das Abitur gemacht hätte, aber er kann sieben ...
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F.A.Z.-Fußballfibel
Spielen ist schön. Fußballspielen ist am schönsten. Warum? Weil es das natürlichste aller Spiele ist. Die logische Verbindung von perfekter Form und permanenter Kraft. Seit jeher bringt dieses Spiel am Ball die unterschiedlichsten Typen zusammen. Ein herrliches Panoptikum der Spezies Mensch, der ja laut Schiller nur da ganz Mensch ist, wo er spielt.
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Auch mein Großvater liebte euch doch alle
Sollten die Christdemokraten noch einmal eine "Schnittmenge" mit den Grünen suchen, kann man sie daran erinnern, daß sie so etwas schon einmal hatten, nämlich die herzliche Abneigung gegen den Philosophen Peter Singer. Als Verteidiger der Tiere und Philosoph des Vegetarismus müßte er den Grünen lieb und ...
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Herrn Engelbrechts Haß auf Automobile
Ein Romanautor, der eine Theorie des Romans schreibt, hat etwas von einem Mann, der einen Witz erklärt. Ist nicht alles, was er über Sinn und Form von Romanen zu sagen hat, schon in seinen Büchern ausgedrückt? Und wenn es nicht darin ausgedrückt ist, was sagt das über die Bücher? Denn unvermeidlicherweise wird ...
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Auch du, Afrika
Dieses Buch ist wunderschön gestaltet, die bunten Abbildungen, die der Leser erfreut betrachtet, machen das Buch dennoch nicht zu einem Bilderbuch - es ist eine ungemein ernsthaft und dicht geschriebene wissenschaftliche Abhandlung. Das Buch ist auch kein Nachschlagewerk, sondern will als Ganzes ...
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Ausschalten!
Am Anfang ist nicht das Wort und nicht das Bild. Am Anfang ist die Schlußredakteurin dran. Wer hätte das gedacht, daß beim Fernsehen zuerst kommt, an wen man zuletzt denkt? Doch leuchtet es einem sofort ein, wenn man das von Steffen Seibert herausgegebene Buch "Auf Sendung!" liest. Denn nur die Schlußredakteurin ...
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Im Tiefdruckgebiet
William J. Bouwsmas kulturhistorische Fragestellung ist epochal: Wie und warum wandelte sich die rationale, zukunftsgewisse Gesellschaft der frühen Renaissance zur relativistischen, skeptischen Epoche des Manierismus, um schließlich im bunten europäischen Mächtekonzert barocker Kultur aufzugehen? Genial ...
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Enrico Türmers unternehmerische Sendung
Es war vorauszusehen, daß es das neue Buch von Ingo Schulze schwer haben würde. Schon die lange, umwegige, und vom Autor selbst freimütig als mühsam und krisenhaft geschilderte Entstehungsgeschichte ließ wenig Gutes ahnen. Viel war schon davon zu hören und lesen, jahrelang und bis zuletzt wurde daran herumlektoriert, ...
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Der Schweizer der Archetypen
Im Dezember 1916 rezensierte der Magier und Okkultist Aleister Crowley ein Buch C. G. Jungs für das Modemagazin "Vanity Fair". Nicht weniger als der populäre Ort der Veröffentlichung trug damals die schillernde Gestalt des Autors dazu bei, das bereits bestehende Interesse der Engländer an Jungs Ideen weiter zu vergrößern.
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Das perfekte Double
Mit Vierzehn denkt man viel über das Leben nach. Die immer existentielle und meist unlösbare Frage "Wer bin ich?" quält in diesem Alter besonders. Auch Jarven sinniert über ihr Leben, zornig darüber, daß ihr ihre überfürsorgliche Mutter bisher alles "versaut" hat, was vierzehn Jahre alten Mädchen ...
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Die Kritik der Kopfhörer ist ein sehr schwieriger Job
Wer's wissen will, kann aus einem vor drei Jahren vom "Eulenspiegel"-Verlag veröffentlichten Briefwechsel erfahren, was verdiente und gescheite Kommunisten zweier deutscher Staaten in den leidigen Jahren 1989 und 1990 im Kulturbereich beschäftigt hat: Der geistreiche Ost-Kommunist Peter Hacks hat ...
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Angst und Fortschritt
Richard Overy: Die Diktatoren. Hitlers Deutschland, Stalins Rußland. Deutsche Verlagsanstalt, München 2005. 928 Seiten, 48,- [Euro]Ein monumentales Werk über eines der zentralen politischen Themen der neueren europäischen Geschichte legt Richard Overy vor: den Vergleich von Hitlers Deutschland mit Stalins Sowjetunion.
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Tanz mit dem Vulkan
Nachdem von einem Erdrutsch-Sieg bei den Wahlen 1979 in Großbritannien ebensowenig die Rede sein konnte wie jetzt bei uns, erscheint es um so wichtiger, die knappe Mußezeit in Bücher zu investieren, deren Lektüre nicht nur Vergnügen, sondern auch Erkenntnis verspricht. Zur heute beginnenden Buchmesse stellt ...
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Tutzi und Dutzi gehören zur Verwandtschaft
Der Bibliothekar Ales ist wahrhaftig nicht zu beneiden, denn die Familie Jordan ist ihm eher unsympathisch, aber je mehr er sich ihr entfremdet, desto rascher läuft er Gefahr, sich selbst zu verlieren. Er hat Lucy Jordan, seine Jugendliebe, mit der er viele Jahre glücklich zusammenlebte, endlich ...
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Lotte pupt
Das Mondkalb, das Christian Morgenstern noch so kluge Ratschläge zu geben wußte, hat sich ausgewachsen zu einem massiven Mondochsen. Ein norddeutsches Fleckvieh, schwarzweiß. Trägt die goldene Sichel zwischen den Hörnern, glotzt der kleinen Lotte nächtens frech ins Fenster hinein. Die klettert ins ...
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Standardbösewicht
DIE HEIMWEHR, ein paramilitärischer Verband, der zur Partei mutierte, durchlief im Österreich der dreißiger Jahre eine kometenhafte Karriere. Sie war Katalysator der Entwicklung zum autoritären Regime von 1933, um kurz darauf schrittweise entmachtet und schließlich zwischen der katholischen Bauernschaft und den illegalen Nationalsozialisten zerrieben zu werden.
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Verzückte Augen im See von Strophen
Dichter der mittleren Generation dilettieren derzeit gern in Hirnforschung - als ob sich schöpferisches Sprachbewußtsein je anders als sprachlich darstellen, geschweige denn messen ließe. Welche Wortnuance im Kontext aktualisiert wird, ob eine Metapher erhellend oder bloß peinlich ist, darüber entscheidet ...
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Die Kanäle der dünnen Gefühle
Das deutsche Fernseh-Niveau ist im vergangenen Jahrzehnt konsequent nach unten, unser Konsum desselben dagegen nach oben gepegelt: Dreieinhalb Stunden pro Tag verbringt der Deutsche im Durchschnitt vor dem Kasten, so viel wie nie zuvor. Warum und mit welchen Folgen wir uns das antun, hat der Saarbrücker Medien- ...
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Geschüttelt, nicht gerührt
Sergej Pawlowitsch Bunin hat ein ganz besonderes Problem. Nicht, daß er sonst frei wäre von Belastungen - als Präsident der Ukraine badet er quasi in Schwierigkeiten -, aber dieses eine Problem ist ungeheuerlich: Sein Herz gehört nicht ihm. Es ist ein Transplantationsherz, das einem Oligarchen gehörte.
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Direkt denken, indirekt mitteilen
Kierkegaard legt dem fiktiven Herausgeber seines ersten Hauptwerks indirekter Mitteilung eine denkwürdige Geschichte über dessen Herkunft in den Mund. Victor Eremita, wie ihn Kierkegaard tauft, ersteht beim Trödler nach langem Zögern einen kostspieligen Sekretär. Gleichwohl greift er an einem Abreisetag ...
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Nirgendwo ist Gnadenflor
Die Geschichte der Siebenbürger Sachsen, die vor achthundertfünfzig Jahren begann, nähert sich ihrem Ende. Eginald Schlattner ist ihr Chronist. Der finale Exodus seiner Kultur, der 1990 einsetzte, brachte ihn zum Schreiben. Sein gefeiertes Romandebüt "Der geköpfte Hahn" (1998) spielt im Sommer 1944, ...
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Bösewichter lesen wahrhaftig keine Traktate
Mit der Realität der Außenwelt ist es bestellt wie mit der Begründung von Moral. Es hieße, aus der Philosophie eine wächserne Nase zu machen, sähe man Begründung in der Ethik als Versuch, üble Subjekte oder auch nur Skeptiker mit dem sanften Druck des besseren Arguments auf den Pfad der Tugend zurückzuschieben.
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Wir marschieren, soweit die Interessen tragen
Es ist überraschend, daß die erste umfassende Geschichte des Arbeitskampfes in Deutschland nicht von einem Historiker, sondern von einem Juristen vorgelegt wird. Ihr Verfasser ist der Kasseler Emeritus für Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht, Michael Kittner, der freilich, und das erklärt die ...
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Niemals Gewalt?
Während einer der vielen Kalkulationen, die Erik über sein Gewaltproblem anstellt, denkt er auch den Satz, dem keiner widersprechen würde: "Das Beste wäre es, Gewalt zu vermeiden." Ja, das wäre das Beste. Im Leben allgemein und für Erik im besonderen: Der hat mit seinen vierzehn Jahren schon mehr Schläge einstecken müssen als der Rest seiner Klassenkameraden zusammen in ihrem ganzen Leben.
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Seufzer in der Brandung
Pennsylvania liegt am Meer. Dort, wo der junge John Updike einst in der ärmlichen Provinz aufwuchs, weitab von der Atlantikküste, muß er den Wellengang und Wetterwechsel des weiten, fernen Weltenmeeres um so stärker durchlebt haben. Denn die wahren Ozeane liegen stets landeinwärts und brauchen keine Küstenwache, weil jeder sie auf eigene Gefahr durchsegeln muß.
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Von Herberger bis Heppenheim Große Erklärungen, kleine Fundstücke
Acht Monate vor der Fußball-WM, so scheint es, hat hierzulande eine Fußballbuch-WM begonnen. Während sich allerdings die 204 Mitglieder des Internationalen Fußballverbandes in langwierigen Gruppenphasen und womöglich Relegationsspielen für nur 32 Plätze im Teilnehmerfeld qualifizieren müssen, steht ...
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Ahoi, du Schöner, dem Meer zugewandt
Von allen Gedichten das liebste ist mir "The Song of the Master and Boatswain" von W. H. Auden. Auch sonst stehen Motive aus dem maritimen Milieu hoch in meiner Gunst: J. M. W. Turners Gemälde, der Schicksalsvogel Albatros (Monty Python: "It's a bloody seabird!"), "Moby-Dick", "Die Jagd nach dem Schnark", ...
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Jetzt schlägt das Pendel der Kulturrebellion zurück
Wer dagegen ist, der will sein Dagegensein zum Ausdruck bringen. Wer nicht das industriell produzierte Brot kaufen möchte, der kann sich sein Brot backen. Man kann dazu Musik hören, mit der man auch zum Ausdruck bringen kann, daß man dagegen ist. Früher hörte man in diesem Falle bis zum Umfallen Bob Dylan.
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Die Richtungweisende
Der eindrucksvolle Briefwechsel zwischen Sophie Scholl und Fritz Hartnagel liegt jetzt vor. Zwei nach der Hinrichtung von Sophie und Hans Scholl im Februar 1943 verfaßte Schreiben ihrer Mutter an Fritz Hartnagel beschließen den Band. Herausgeber ist Thomas Hartnagel, ältester Sohn von Fritz Hartnagel und Sophie Scholls Schwester Elisabeth, die kurz nach Kriegsende geheiratet hatten.
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Blitzchen der Subversion
Es hatte mit einer Spielerei begonnen. "Die Jungs aus der Werkstatt" hatten "aus purem Spaß . . . die Miniatur eines der starken Lichtblitzgeräte" gebaut, ein "Flashlight im Kleinstformat". Und drei junge Männer, Anfang Zwanzig und von unterschiedlichen Interessen geleitet, aber alle gemeinsam in ...
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Expeditionen ins Menschentierreich
Soll der Mensch sich ein Beispiel an den Ameisen nehmen? Die fragen nicht lange, was sie tun sollen, sondern tun eben etwas. Das Fragen ist der Beruf des Mannes, der in Dieter Wellershoffs Roman "Der Liebeswunsch" einer alten Freundin, seiner früheren Verlobten, diese Lektion über das Tierreich erteilt. Leonhard ist Vorsitzender Richter am Landgericht.
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Schweigsam waren nur die Bildhauer
Auf die Frage nach seinen politischen Aktivitäten antwortete Max Ernst einst der amerikanischen Polizei: "Ich lese Zeitungen." Wassily Kandinsky ging noch etwas weiter, und meinte es ganz ernst, als er 1924 in einem Brief schrieb: "Ich habe mich nie politisch betätigt (lese nie Zeitungen)." Kurt ...
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Wer den Karpfen nicht ehrt
Eine junge Frau, Zippy Silberberg, fliegt von Deutschland nach Tel Aviv, um die Erbschaft einer jüngst verstorbenen Tante in Empfang zu nehmen: ein Fischbesteck. Es ist eine Konstellation, die schon der Regisseur Dani Levi für seinen erfolgreichen Film "Alles auf Zucker" gewählt hat: Auch seine jüdische Familienkomödie ...
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Wie ein Requiem vom Ende einer humanen Welt
Spätestens seit seinem Baader-Meinhof-Zyklus von 1988 hat man versucht, aus Gerhard Richter, der in seinem Lebenswerk zahllose Stil-Modalitäten und Maler-Rollen durchgespielt hat, auch einen Historienmaler, ja einen großen Moralisten der deutschen Zeitgeschichte zu machen. Ein kleineres Bild wie ...
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Frauen fliegen anders
Erik Zondag, Literaturkritiker einer großen Amsterdamer Zeitung und inzwischen fast fünfzig Jahre alt, hat sie satt, die alten Herrschaften der niederländischen Literatur. "Reve, Mulisch, Claus, Wolkers, Nooteboom, die hatten schon geschrieben, als er noch in den Windeln lag, und wie's aussah, dachten ...
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Ist's auch Wahnsinn, so hat es doch Methode
Die Erstausgabe von Henry James' autobiographischem Buch "Notes of a Son and Brother" (New York 1914) war letzten Mai in Boston für neunzig Dollar zu haben. Die Erstausgabe! Jetzt liegt das Buch hier auf dem Tisch. Der Rücken ist verblichen, aber solide, die Bindung exzellent, die fünfhundert Seiten ...
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Mehr Licht!
Außenpolitik von Bismarck bis heute - und dann noch in der Weltpolitik - ist ein langer, windungsreicher Prozeß, der durch unterschiedliche Leitbilder und Politikstile bestimmt worden ist. Hier wird uns das Ganze auf vierhundert lesefreundlich gestalteten Seiten im flotten Erzählton präsentiert. Die geschichtspolitische Position des Autors ist eher zu erschließen.
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Atombomben, quellennah
Es gab Zeiten in Indien, als "Kuhtöter" kein Schimpfwort war, sondern "Gast" bedeutete, denn dem Besuch zu Ehren schlachtete man ein Rind. Das ist lange her und leicht mit Textstellen zu belegen, ist aber heute so unerträglich für manchen Beschützer heiliger Kühe, daß er diese Lesart prompt als verleumderische Interpretation westlicher Wissenschaft geißelt.
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Schlamassel satt
Wie ein keltischer Tiger, was bekanntlich ein Spitzname für das wirtschaftlich blühende Irland der Gegenwart ist, sprang der achtundzwanzigjährige Paul Murray 2003 mit seinem ersten Roman in die Arena der angelsächsischen Literatur. "Das komischste literarische Debüt seit langem", befand der Kritiker der "Los Angeles Times".
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Von der Poesie des Eierkochens
Als "bedeutendsten Spanier des 20. Jahrhunderts" feiert ein Klappentext zu der von Fritz Vogelgsang kompetent besorgten ersten deutschen Übersetzung von Antonio Machados "Juan de Mairena" den Autor. Gemeint ist wohl, daß Machado der "bedeutendste spanische Lyriker des 20. Jahrhunderts" sei, wie es an anderer Stelle heißt.
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Ach, Jennylein
Wenn man ein junger Mann ist und sehr verliebt in die schöne Nachbarstochter, wenn man Verse auf sie macht, in denen sich "Waldesrauschen" auf "Blicke tauschen" reimt und schließlich "ein Kuß auf deine Hand" erträumt wird, wenn dann die Angesungene vor Rührung Tränen vergießt und sich an die Brust ...
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Leichtathleten sind bessere Menschen
Einbruch im Klubheim des SV Kamen: Das klingt nicht unbedingt nach einem Fall, der einen Klassiker der Kriminalliteratur nahelegt. Tatsächlich ist Heinrich Peuckmanns "Staffellauf" kein sensationell ausgetüftelter, trickreich verschlungener Krimi, der dem Leser eine wunderliche Wendung nach der nächsten serviert.
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Die Fahne tief und die Hymne verpönt
Es ist eine geläufige und nicht leicht zu widerlegende Klage, daß die Deutschen ein gebrochenes oder unterkühltes, jedenfalls defizitäres Verhältnis zu den Symbolen ihrer Nation hätten. Üblicherweise wird zur Untermauerung dieser These auf den demonstrativen Patriotismus anderer Demokratien verwiesen, auf Frankreich und Amerika zumal.
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Und wie fühlen Sie sich jetzt an der Macht?
Sie wissen, daß man besser alleine heult. Daß man als Frau nicht herumschreien sollte, weil es schon bei Männern nicht sexy ist, bei Frauen aber auch noch hysterisch wirkt. In einer Sphäre, in der die Luft dünn und die Konkurrenz groß ist, haben sie viel gelernt: Hildegard Hamm-Brücher, Angelika Jahr-Stilcken, Renate Künast, Annelie Keil, Renate Schmidt, Liz Mohn und Angela Merkel.
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Schweigsam waren nur die Bildhauer
Auf die Frage nach seinen politischen Aktivitäten antwortete Max Ernst einst der amerikanischen Polizei: "Ich lese Zeitungen." Wassily Kandinsky ging noch etwas weiter, und meinte es ganz ernst, als er 1924 in einem Brief schrieb: "Ich habe mich nie politisch betätigt (lese nie Zeitungen)." Kurt ...
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In das öffentliche Fleisch einen Stachel jagen
Die Befolgung des achten Gebots, zur Zeit Bachs und Mozarts eine bürgerliche Grundtugend, ist im Medienzeitalter zu einer Art Panne geworden. Sagt jemand die Wahrheit, hält man ihn für schön blöd. Kritisiert er rücksichtslos andere, spricht man von falscher Taktik und mangelndem Sinn für Diplomatie.
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Wehmütiger Fatalist
Als Hitler, um Mussolini zufriedenzustellen, die Südtiroler verriet, die große Hoffnungen auf ihn gesetzt hatten, blieben ihm gleichwohl viele verwirrte Gläubige, die sich mehr oder weniger willig umsiedeln ließen. Man hatte ihnen die vergiftete Frage gestellt: Wollt ihr Deutsche bleiben oder Italiener ...
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Zermahlen zwischen Gottes dummen Kiefern
Liebe und Tod liegen bei David Means so nah beieinander wie Bob und Ellen beim außerehelichen Sex. Es ist ein Augenblick reinen Glücks, aber Bob ist nur halbherzig bei der Sache. Während er seine Geliebte mit abwesender Zärtlichkeit streichelt, schweifen seine Gedanken zu seinem beim Paddeln ertrunkenen Bruder ab.
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Fallstricke vor der Erotik einer Rückenansicht
Francisco Pacheco, Hofmaler des spanischen Königs, hat seinem Schüler und Schwiegersohn Diego Velázquez (1599 bis 1660) in seinem Traktat "Arte de la Pintura" 1649 ein Denkmal gesetzt. Damals hatte Velàzquez seine eigentliche Aufgabe als "pintor del rey" - er war am 6. Oktober 1623 in diese Position berufen worden - schon weit hinter sich gelassen.
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Ein Löwenherz, Amen!
Natürlich gibt es ein richtiges Leben im falschen, manchmal ist das sogar die einzige Möglichkeit, seinen Platz in der Welt zu finden. Oder im Mikrokosmos, im Zoo - besonders wenn der voll ist mit allen möglichen Tieren, die fast durchweg das Kostüm eines anderen tragen.Der kleine Löwe Heribert ...
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Was nützt Hegel dem gequälten Pfau?
Iwan Bunin war der erste russische Schriftsteller, dem (es war 1933) der Nobelpreis zuerkannt wurde. Er trat schon mit seinen ersten Veröffentlichungen, vor allem dem Roman "Das Dorf" 1910 als Skeptiker, fast als Ketzer, in die moderne russische Literaturgeschichte ein. "Diese ,ruchlosen' Arbeiten ...
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Wenn die Freiheit das größere Gefängnis ist
Der 1943 geborene Schriftsteller Hwang Sok-yong verwebt im Universum seiner Romane Privates und Zeitgeschichtliches, innere und äußere Vorgänge, Umbrüche und Tragödien. Ein unbestechlicher Streiter für die Demokratisierung und Versöhnung zwischen den beiden Koreas, mußte Hwang von 1993 bis 1998 wegen ...
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Tigerinnen weinen nicht
Gemütlich kann es nicht sein für den kleinen Wen, so eingeklemmt zwischen den riesigen Fangzähnen. Die Tigerin sieht gefährlich aus, die Krallen hat sie ausgefahren. So zeigt es Chen Jianghong auf dem Cover seines Bilderbuchs "Der Tigerprinz". Später wird der Maler darstellen, wie Mutterliebe die Tigerin überwältigt und sie das Kind bei sich aufnimmt.
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Das wilde Werben
In den letzten Septembertagen des Jahres 1904 kam ein Fremder am Bahnhof von Guthrie in Oklahoma an. In der Tasche hatte er ein Empfehlungsschreiben für den Redakteur einer örtlichen Zeitung. Doch als er bei dem aufkreuzte, gab es Ärger, denn auch das Konkurrenzblatt wollte was von dem berühmten Gast, einem deutschen Professor.
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Seine Majestät bevorzugt aktive Untätigkeit
Kaiser Wilhelm II. im Weltkrieg - war er ein "Schattenkaiser"? Der Monarch, der vor 1914 kaum eine Gelegenheit ausgelassen hatte, durch wirkungsvoll inszenierte öffentliche Auftritte und forsche Reden in Erscheinung zu treten, ist tatsächlich nach Kriegsausbruch weitgehend von der Bildfläche verschwunden. Als ...
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Koalitionsverhandlungen
Dialog statt Disput
In 16 Arbeitsgruppen bereiten Union und SPD an diesem Mittwoch die weiteren Koalitionsgespräche vor. Trotz eines kurzen Disputes zwischen der künftigen Kanzlerin und Schröder in der ersten Runde kommen beide Seiten bislang ohne verbale Schärfe aus.
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Aktienmarkt Amerika
Anleger sollten sich zurückhalten
Kurzfristig scheinen die Börsen zwar überverkauft zu sein. Wichtige Indikatoren stehen gleichzeitig unmittelbar vor der Generierung eines bedeutenden langfristigen Verkaufssignals, so Mark Arbeter, technischer Chefanalyst bei S&P.
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Automobile
Machtkampf in Wolfsburg
Zum Wohle des Konzerns müßten die Widersacher im Volkswagenvorstand an einer einvernehmlichen Lösung der Blockade des Gremiums interessiert sein. Doch die wird durch persönliche Feindschaften erschwert. Der Streit schadet VW.
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Sondertribunal im Bagdad
Prozeß gegen Saddam Hussein hat begonnen
Mit heftigen Vorwürfen des Angeklagten hat der Prozeß gegen Saddam Hussein begonnen. „Ich erkenne dieses Gericht nicht an“, sagte der heute 68 Jahre Jahre alte frühere Präsident. Zu der Anklage wegen eines Massakers an mehr als 140 Schiiten erklärte sich Saddam Hussein für unschuldig.
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Nebenwerte
Aktie der Röder Zeltsysteme hat Rückenwind
Die Aktie der Röder Zeltsysteme konnte in den vergangenen Monaten deutlich zulegen. Die weiteren Perspektiven des Unternehmens scheinen nicht schlecht zu sein. Das Papier sieht noch ziemlich günstig aus, ist allerdings „markteng“.
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Halbleiter
Intel-Ausblick enttäuscht
Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal dank starker Nachfrage in allen Produktbereichen zwar gesteigert, mit seinem Umsatz-Ausblick die Erwartungen der Investoren aber enttäuscht.
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Concorde
Mythos mit platzenden Reifen
War die Katastrophe wirklich unvermeidlich? Ein französischer Untersuchungsrichter will herausfinden, wie es zum Absturz der Concorde in Paris kam. Bei seinen Recherchen ist er auf Versäumnisse und Unzulänglichkeiten gestoßen.
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Energie
Stromunternehmen müssen Kalkulation offenlegen
Der Bundesgerichtshof hat der Klage des Stromanbieters „Lichtblick“ stattgegeben und die Überprüfung von Netznutzungsentgelten erlaubt. Demnach können Stromanbieter überprüfen lassen, ob die ihnen auferlegten Preise dem „billigen Ermessen“ entsprechen.
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