Meldungen vom 3.11.2003
Artikel-Chronik
Ach: Friedman
War da was? Gewiß war da was. Ein Strafbefehl wegen Kokainbesitzes. Und es steht immer noch etwas im Raum, nämlich die Sache mit den ukrainischen Prostituierten. Nicht strafbar, mag Michel Friedman sagen.
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Apfelwein
Nach dem Supersommer kommt das Superstöffche
Der 2003er ist ein Jahrhundertjahrgang. Darin ist sich die gesamte deutsche Weinwirtschaft einig - auch die Apfelweinkeltereien. Im Gegensatz aber zu den Winzern, die sich auf edle Auslesen und Kabinettweine freuen, bleiben zumindest die großen Stöffcheproduzenten bodenständig.
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Irak
Schlechte Tage in Bagdad
Das Dilemma der amerikanischen Besatzer im Irak bringt ein Berater des Leiters der Übergangsverwaltung in Bagdad auf den Punkt: "Man kann keine Demokratie aufbauen ohne Sicherheit."
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Afghanistan
Der Emir von Herat läßt grüßen
Die Provinz Herat wahrt im neuen Afghanistan ihre Eigenständigkeit. Darauf ist der mächtige Gouverneur Ismail Khan äußerst bedacht. Besuch aus dem Westen kann er schon mal versetzen.
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Aktienmärkte in Rekordlaune
Die Akteure an den Aktienmärkten setzen darauf, daß sich die jüngste Welle an positiven Konjunkturmeldungen in dieser Woche fortsetzt. In Europa waren den sechsten Handelstag in Folge Kursgewinne zu verzeichnen.
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Kommentar
Verfassung für Kabul
wgl. Noch ist es ein Entwurf, der für Änderungen offen ist: der neue Verfassungsrahmen für Afghanistan. Erst im Dezember wird die Loya Jirga, die Große Ratsversammlung der Stämme, darüber beraten und dann entscheiden, ob das Land ...
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Kommentar
Steuerwende
Wer versteht das deutsche Steuerrecht? Wohl niemand. Es gibt hundert Steuergesetze, fünfhundert ergänzende Schreiben des Bundesfinanzministeriums und zusätzlich knapp hunderttausend Verwaltungsvorschriften.
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Comics
Wer zeichnet Asterix?
In drei bis vier Jahren soll der vermutlich allerletzte Asterix-Band erscheinen. Bis dahin können sich Fans die Zeit mit einem neuen Sammelband vertreiben. Albert Uderzo, bislang Alleinunterhalter, ließ diesmal auch andere Zeichner Hand anlegen.
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Kommentar
Danaergeschenk
enn. Im ersten Moment klingt es wie ein Geschenk: Die rot-grüne Bundesregierung will die nächste Rentenanpassung doch nicht um ein ganzes, sondern lediglich um ein halbes Jahr verschieben. Doch die Ernüchterung folgt auf dem Fuß: ...
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Kommentar
Die Nachzügler
hig. Guido Westerwelle meldet die FDP zurück in der sozialpolitischen Reformdebatte, in der die Stimme der Liberalen zuletzt auch mit gutem Willen kaum auszumachen war. Die "Positionsschrift" des FDP-Vorsitzenden kommt spät, aber nicht zu spät.
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Kommentar
Pleite im Paradies
Lazio Rom darf immer noch in der Serie A mitspielen - bei einem Schuldengebirge von 471,89 Millionen Euro. Auch der Stadtrivale AS Rom, den Verbindlichkeiten von 340 Millionen Euro schwer belasten, kickt ungeachtet der Damokles-Bilanzen unverdrossen um den Scudetto mit.
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Kommentar
Deconstructing Woody
Für zehn Millionen Dollar, raunte man vor der Frankfurter Buchmesse, schreibe Woody Allen seine Memoiren. Jetzt heißt es, ein nicht näher genannter Freund habe sich einen Scherz erlaubt. Wer soll das glauben?
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Oper
Im Dickicht der Vorstädte
Die Staatsoper Stuttgart brachte mit Lorenzo Da Pontes „Una cosa rara“ ein Phantom der Oper, ein Ungeheuer aus dem Loch Ness des Buffa-Repertoires auf die Bühne: ein vorzügliches, in vielerlei Hinsicht spannendes Stück.
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Kreuzfahrt
Die Kranken dürfen endlich von Bord
Weil auf der „Aurora“ das „Norwalk-Virus“ grassiert, durften die Passagiere erst nach einer Odysee durchs Mittelmeer in Gibraltar von Bord gehen. In einer ungewöhnlichen harschen Reaktion machte Spanien sofort die Grenze dicht.
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Friedmans Comeback
Es muß gerecht zugehen
„Sie mischen sich wieder ein“, sagte Sabine Christiansen und wollte von ihrem Gast Michel Friedman wissen, ganz naiv: Warum? Doch die spannendere Frage ist, warum man Friedman in die Talkshow überhaupt eingeladen hatte.
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Streit um Orchester
Spazieren statt Musizieren
Musiker in einer „Verwöhnlandschaft“, die die halbe Woche spazierengehen: Ein heftiger Streit um Privilegien und Auslastung der Orchester ist auf dem ersten Deutschen Orchestertag in Berlin ausgebrochen.
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Justiz
Entlastung für Geschiedene
Scheiden tut weh - und kommt teuer. Vor allem wenn Kinder geboren wurden, für die nach der Trennung Unterhalt bezahlt werden muß. Jetzt hat das Bundesverfassungsgericht für eine kleine Entlastung der Unterhaltspflichtigen gesorgt.
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Kunst
Julia und die Geister
Unergründliche Traumtänzer: Die Hamburger Kunsthalle zeigt das bislang wenig beachtete Figurenspektrum von Lyonel Feininger. Das meiste davon ist selten oder nie gezeigt worden, vieles stammt aus Privatsammlungen in den Vereinigten Staaten.
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NFL Europe
Viertes deutsches Team in Köln
Die NFL Europe spielt in der Saison 2004 auch in Köln. Das neue Profi-Football-Team in der Domstadt wird Nachfolger der Barcelona Dragons, die in der vergangenen Woche vom Spielbetrieb zurückgezogen worden waren.
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3:2 gegen HSV
Fünf verrückte Minuten
Mit einer Energieleistung hat Dortmund ein verloren geglaubtes Spiel gedreht, nach 0:2 gab es noch ein 3:2 gegen den HSV. „Solche Siege sind die schönsten, sie können Signalwirkung haben“, sagte Lars Ricken.
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Chemie
Aventis will Rhodia-Verkauf verschieben
Der deutsch-französische Pharmakonzern Aventis strebt in Verhandlungen mit der Europäischen Kommission eine Fristverlängerung für den Verkauf der verbliebenen Beteiligung am französischen Spezialchemieunternehmen Rhodia S.A., Boulogne-Billancourt, bis zum Ende des Jahres 2004 an.
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Indien
Die Kunst des Sterbens
Im indischen Varanasi, wo der Beatle George Harrison wie tausend andere Hindus seine Asche über den Ganges verstreuen ließ, sterben die Menschen gelassen.
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Öffentliche Güter aus politischer Willkür
Tito Tettamanti: Die sieben Sünden des Kapitals. Erfahrungen eines Unternehmers. Bilanz-Verlag, Zürich 2003, 270 Seiten, 39 Schweizer Franken.Die Leistungen des Kapitalismus sind überwältigend. Aber das Wissen davon und die Bereitschaft, diese Leistungen anzuerkennen und sich darüber zu freuen, sind nicht nur bei Intellektuellen in Europa unterentwickelt.
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Im Reich der Hintersinne
Junichiro Tanizaki (1886 bis 1965) gilt in Japan als repräsentativer Autor der Moderne. Seine Romane, die die Schönheit des Verfalls und erotische Verfallenheit thematisieren, zehren und erzählen von der Zerrissenheit einer im Wandel begriffenen Zivilisation. Mit dem "Lob des Schattens", einem Essay, ...
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Mommsens Blockade
"Mit unserer biographischen Kenntnis Mommsens steht es eigentümlich schlecht." Diese Warnung stellte Alfred Heuß 1956 dem Anmerkungsapparat seiner Abhandlung über "Theodor Mommsen und das 19. Jahrhundert" voran. Das Buch war aus einem Vortrag entstanden, den Heuß 1953 zum fünfzigsten Todestag Mommsens in Kiel gehalten hatte.
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Vom Erzählen auserwählt
"Ich konnte mich der Überzeugung nicht erwehren, daß hinter diesem Horizont die Welt zu Ende war. Und etwas lockte mich, aufzustehen und loszugehen und diese Grenze zu überschreiten." So lauten die wohl zwei wichtigsten Sätze in Wieslaw Mysliwskis neuem Roman, der - ähnlich wie der vor drei Jahren ...
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Marktversagen durch die Hintertür
Hans-Werner Sinn: The New Systems Competition. Blackwell, Oxford 2003, 240 Seiten, 16,99 Pfund.Kaum ein Ökonom hat die wirtschaftspolitische Diskussion in Deutschland so nachhaltig geprägt wie Hans-Werner Sinn. Insbesondere seine Arbeiten zum Steuer- und Regulierungswettbewerb gehören zu den häufig rezipierten Beiträgen der deutschen Ökonomie.
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Die Flammenwerferin
Machmal liegen neue Forschungsgebiete zerknüllt auf der Straße. Die Münsteraner Historikerin Silke Eilers hat jetzt eine Bildgeschichte des Massenmediums Zündholzetiketten vorgelegt. Das Zündkraut einer neuen Disziplin halten wir hier natürlich nicht in Händen. Der Band wird eher den Liebhabern schmeicheln.
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A schöne Leich'
In Wien geht die Liebe zur Musik seit jeher Hand in Hand mit einem Hang zum Morbiden. Nicht umsonst wollte Maurice Ravel sein sinnenprall der Selbstauflösung entgegenwirbelndes Orchesterstück "La Valse" ursprünglich "Wien" nennen. "Sie wissen, daß ich die im Tanz ausgedrückte Lebensfreude für bei weitem ...
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Alles Porsche, oder was?
Irgend jemand in seinem Verlag muß Ulrich Viehöver übelgewollt haben, denn sonst wäre unerklärlich, daß seiner Biographie des Porsche-Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking ("Der Porsche-Chef". Wendelin Wiedeking - mit Ecken und Kanten an die Spitze. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2003. 287 S., geb., 24,90 [Euro]) noch eine Zeittafel angehängt wurde.
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Hinweis
WWW. Wer ist denn seiner Zeit voraus - das Internet oder die Gutenberggalaxis? Die Welt des Gedruckten hat zwei Monate Vorsprung, geht man nach dem Impressum eines Buchs, das uns das " World Wide Web" historisch, technisch und praktisch erklärt (Christoph Meinel, Harald Sack: "WWW". Kommunikation, Internetworking, Web-Technologien.
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Irak
Neue Belege für Saddams Waffenpläne
Das Regime Saddam Husseins hat noch bis zum Februar dieses Jahres aktiv versucht, Raketentechnologie von Nordkorea zu beschaffen. Das erfuhr die F.A.Z. von einem hohen amerikanischen Beamten in Bagdad.
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Konjunktur
Deutsche Industrie wächst
Die deutsche Industrie arbeitet sich dank eines besseren Neugeschäftes allmählich aus der Krise. Der Anstieg des Reuters-Einkaufsmanagerindex für Deutschland und den Euro-Raum nährt Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung.
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Kinovorschau
Die Wüsten der Hipness
Alles geht einmal zu Ende - auch, und zwar in dieser Woche, „Matrix“. Außerdem vom Donnerstag an im Kino: Ein Film übers Sterben, ein eigenartiges Heimatdrama und eine Annäherung an den Philosophen Jacques Derrida.
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Kommentar
Für und wider Standortklausel
Der deutsche Kraftfahrzeughandel fürchtet sie ein bißchen so wie der Teufel das Weihwasser: die Standortklausel, neudeutsch Location clause. Von 2005 an sollen alle europäischen (Vertrags-)Autohändler überall in der EU „Verkaufssstellen“ eröffnen dürfen.
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