Meldungen vom 1.3.2003
Artikel-Chronik
Kommentar
Atemraubende Vision
In dem Moment, da sich der Irak-Konflikt der Entscheidung nähert, bringen Gegner und Befürworter einer militärischen Entwaffnung, im Klartext: eines Krieges und einer Invasion unter amerikanischer Führung, ihre rhetorischen Arsenale in Stellung.
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Bagdad vernichtet erste Rakete
F.A.Z.Bagdad/Washington. Kurz vor Ablauf eines Ultimatums der UN-Waffeninspekteure hat der Irak am Samstag die erste der zur Verschrottung vorgesehenen Kurzstreckenraketen vom Typ Al-Samoud-2 zerstört.
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Kommentar
Frösche im Sumpf
Wie können Reformen gelingen? Gewiß nicht mit einem Bündnis für Arbeit. Wenn an diesem Montag die Spitzen von Gewerkschaften und Arbeitgebern sich zum Kanzler begeben, dann ist eines sicher: Das kranke Deutschland wird nach solchen Plauderstündchen nicht gesund.
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Großer Mann, geh du voran
Die SPD stellt sich innenpolitisch jetzt ganz bewußt so auf: Müntefering links, Scholz rechts und - später - Schröder vorn, irgendwo in der Mitte. Müntefering, der sich als Erbe des knorrigen Wehner gefällt, spricht für die Traditionalisten.
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Winter-Blüte
Fünfhundert Millionen Fernsehkontakte, aber nicht eine einzige Medaille: Für die Italiener sind die zweiten nordischen Skiweltmeisterschaften im eigenen Land, nach 1991, ein zwiespältiges Erlebnis gewesen.
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Mister Perfect leidet am Mythos Ferrari
Frankfurt. McLaren-Chef Ron Dennis streitet gern. Am liebsten mit Max Mosley, dem Präsidenten des Automobil-Weltverbandes (FIA). Seit dem 20. Februar liefern sich die beiden in offenen Briefen einen hitzigen Wortwechsel zum Thema, wer der Formel 1 wohl mehr Schaden zufüge.
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Philip Roth
Unglaublich, aber wahr: Eines Tages hatte sich Schlamm, der erfolglose Schriftsteller, in den Penis seines weltberühmten Kollegen Philip Roth verwandelt! Schlamm las gerade Roths letztes Buch, und an ...
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Chemie-Industrie
Aufruhr unter dem Bayer-Kreuz
Der Mann hat sich Großes vorgenommen. Eine Revolution hat Bayer-Chef Werner Wenning zum Amtsantritt vor knapp einem Jahr angekündigt, den "radikalsten Umbau" in der 140jährigen Geschichte des Chemiekonzerns.
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Popmusik
Der Soundtrack Deutschlands
Von Heike Makatsch bis Edmund Stoiber: 31 prominente Deutsche erklären, welcher Popsong ihr Leben verändert hat. Christoph Schlingensief zum Beispiel bekennt sich zu Phil Collins.
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Schlechter Rat
ist teuer
Eine Geschichte aus dem Alltag von Sparern, die ihr Geld im Ausland deponiert haben. Eine Witwe aus Deutschland, jetzt 60 Jahre alt, hatte geerbt. Im Herbst 2000 entschloß sie sich, ihr Geld anzulegen.
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Gesünder als das Gesetz erlaubt
Die gesetzlichen Krankenkassen sind besser als ihr Ruf. Sie konkurrieren nicht nur um die niedrigsten Beitragssätze, sondern auch - was kaum beachtet wird - um die besten und umfangreichsten Leistungen.
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Remouladen-Wahnsinn
Die Antwort der Woche kam von Saddam Hussein auf die Frage des CBS-Journalisten Dan Rather: "Herr Präsident, beabsichtigen Sie, die Raketen zu zerstören?" Antwort Hussein: "Which missiles are you talking about?" Coole Antwort, sollte man sich merken.
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Bitte bleiben Sie im Schloß, Durchlaucht!
Wer das Glück hat, in Liechtenstein zu leben, zieht nicht einfach fort. Erst recht nicht, wenn er eine Bank besitzt, eine exquisite Kunstsammlung und ein Milliardenvermögen in Schweizer Franken. Wer seine ...
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Die Rückkehr des Tanzlehrers
Endlich hat sich die französische Touristin ein Herz gefaßt: "Sind Sie nicht Ibrahim Ferrer?" "Derselbige", entgegnet der Sänger mit jungenhaftem Charme. Ferrer sitzt auf der Terrasse der Casa Granda, einem Hotel im Kolonialstil gegenüber der Kathedrale von Santiago de Cuba.
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Die Lust an der Perfektion des Phantoms
Für die Reichen und Schönen dieser Welt gibt es zwei neue Präsente: Wir haben die ambitioniertesten Autoprodukte der deutschen Industrie in Kalifornien aufeinandertreffen lassen. Dabei ist nicht der aus Fachzeitschriften bekannte "Vergleichstest" entstanden.
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Licht und Schatten auf Europas Immobilienmärkten
Von Christiane Harriehausen Frankfurt. Städte waren und sind die Zentren menschlicher Entwicklung, sowohl in geistiger und kultureller als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Sie sind Orte der Begegnung, des Austauschs und der Freiheit, zugleich Spiegel der Gesellschaft und ihrer Herausforderungen.
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Im Namen der Dose
Frankfurt. Nach dem langen, aber vergeblichen Kampf der Getränke- und Verpackungsindustrie sowie des Einzelhandels gegen die Einführung des Dosenpfandes scheinen sich die schlimmsten Befürchtungen zu ...
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Hoch die Massen!
Selten war das Paradoxe an der Münchner Hochhausdebatte so schön zu erkennen wie in dieser Woche: Einerseits wirft der Klassiker unter den München-Diskussionen, angeschoben von Alt-OB Georg Kronawitter (SPD), eine neue Welle von Warnungen vor häßlichen Protztürmen auf.
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Rückblick
Die Finanzmärkte im Rückspiegel
Jeden Monat blickt FAZ.NET auf die verschiedenen Bereiche des Finanzmarkts zurück. Dabei werden die Gewinner und Verlierer in den Bereichen Aktien, Indizes, Branchen, Fonds und Währungen genannt.
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Quer übers Meer
Am schönsten ist es ja, wenn man noch gar nichts weiß. Warum sonst schicken die Kinder - trotz Internet und Mobiltelefon - immer noch Luftballons mit Briefen ins Blaue, warum werfen sie Flaschenpost ins Meer? Weil es einfach guttut, sich zu wundern oder irgend etwas in die Welt zu setzen, über das jemand anderes - wer wohl? - sich wundern wird.
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Heulsuse im Wilden Westen
Sie spuckt zielsicher vom Häuserdach und ist den Tränen nahe, wenn die arrogante Sally Biddle sie verhöhnt. Zu Anfang des Romans erscheint Jane Peck als kuriose Mischung aus Lausbub und Heulsuse. Dann entschließt sie sich, etwas anderes zu werden und beginnt ein Studium an "Miss Hepplewhites Akademie für junge Damen".
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Die aufgeräumte Welt des Herrn Popinga
An neusachlichen Bürogebäuden vorbei eilt ein schlaksiger Herr ins Kaufhaus. Dort liegen Hemden akkurat wie Granitplatten, und die Hüte türmen sich wie umgedrehte Tellerstapel. Sogar die Shorts im Wühlbehälter winden sich gleichmäßig umeinander. Nein, Unordnung und Gewimmel gibt es nicht in der Welt des ...
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Hüter der Mädchen-Kinder
Heile Welten hat der schwedische Jugendbuchautor Peter Pohl noch nie beschrieben. Seine mehrfach preisgekrönten Romane widmen sich oft den Schattenseiten der menschlichen Existenz. Den jungen Helden geht es selten gut. Hautnah beschreibt Pohl Ausgrenzung und Erniedrigung, Angst, Einsamkeit, Trauer und Verlust, physische wie seelische Grausamkeit.
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Bob Dylan ist doch überhaupt nicht musikalisch
Daß im Fan das wahre Genie stecke, ist eine Behauptung, deren Wahrheit nur der ans Licht bringt, der sich nicht damit begnügt, Geschmacksurteile abzugeben. Das Interpretentum jeder Kunst hat sich, will es nicht nur unter den Eingeweihten etwas gelten, mittels vernünftiger Kriterien auszuweisen - ...
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Halbe Hemden, frisch gestärkt
Wie schade, daß die Liebe so selten ein Roman ist. Wenn ein Roman zu Ende geht, ist man vielleicht enttäuscht, doch war von Anfang an klar, daß die Geschichte nicht ewig dauern würde. Und selbst wenn man einen Herzschlag lang darüber erschrocken ist, daß das Schlußkapitel anbricht, so war das Ende doch seit langem absehbar.
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Latein kann jeder Esel
Es ist noch gar nicht so lange her, da tauchten in Unterhaltungen von Juristen und Ärzten immer wieder einmal ein paar lateinische Zitate auf, mit denen man sich damals gegenseitig zu verstehen gab, daß man gebildet war. Wenn einer in Pension ging, dann pries man sein Schicksal, daß er nun frei werde von lästigen Pflichten, aber man sagte das lateinisch: Beatus ille qui procul negotiis.
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