Meldungen vom 6.7.2002
Artikel-Chronik
Rezension: Belletristik
Wenn Krabben zu sehr lieben
Wenn schon lakonisch, dann aber saftig! In jedem Absatz, jedem Satz, ja jedem Wort passiert etwas. Unglaublich, wieviel in eine Kürzestgeschichte an Aktion, an Gefühlen, an Wiedersehensfreude und an Unerhörtem hineingeht, wenn man sie so meisterhaft beherrscht wie Grégoire Solotareff. Nach den "Herbstgeschichten", ...
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Rezension: Sachbuch
Breit wird teuer
Für manche Ökonomen sind Auktionen der klassische Fall eines effizienten Verfahrens, um den Preis für ein Gut zu bestimmen. Einer der Gründerväter der Wirtschaftswissenschaften, Léon Walras, hat den Markt geradezu nach dem Modell eines unsichtbaren Auktionators beschrieben: So lange würde auf die Waren geboten, bis ein Gleichgewichtspreis feststeht, der den Markt räumt.
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Rezension: Belletristik
Das stumme Cello
Da man mit Plädoyers für den Viktorianer Anthony Trollope auf deutschen Verlagsfluren nicht gerade offene Türen einrennt, kann Wiederholung nicht schaden. Trollope (1815 bis 1882) hat nicht nur siebenundvierzig meist spannende, komische, anrührende und manchmal außerordentlich fette Romane hinterlassen, ...
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Rezension: Belletristik
Die Welt in Tüten
Als Tito stirbt, kehrt die Zeit in das dalmatinische Dorf zurück. Was vorher das träge Tableau einer bruchlos verfließenden Nachkriegsära war, erhält nun einen Einschnitt: Nicht nur in der Erinnerung des Mädchens, das die Aufregung der Erwachsenen, die Gedenkfeier in der Schule und das geänderte Fernsehprogramm registriert, sondern auch im Bewußtsein des Großvaters, bei dem das Mädchen lebt.
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Rezension: Belletristik
Der grobe Charme der Oligarchie
Alfredo Bryce Echeniques Roman "Eine Welt für Julius" ist mit den Augen eines intelligenten, aber arglosen Kindes gesehen. Dennoch breitet sich ein Spektrum Perus vor dem Leser aus, das auch durch eine politisch-soziologische Analyse nicht reicher sein könnte. Julius entstammt der alten Oberschicht des Landes, das eine Aristokratie aus spanischen Kolonialzeiten besitzt.
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Rezension: Belletristik
Brüder wie Freunde
Der Ältere träumt von einem "Tausend-Dollar-Tag", einem Tag, an dem es ihm gelingt, den teuersten Wagen aus dem Autosalon zu verkaufen. Statt dessen wird er dort gefeuert und weiß nicht, wie er seine Miete bezahlen soll. Der Jüngere träumt vom großen Erfolg als Komponist und Songschreiber. Doch sein Produzent verlangt die Rückzahlung für die Demokassette binnen einer Woche.
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Wasser-Dossier
Vor dem Durst trinken
Bei Hitze muss der Mensch mehr trinken, als der Durst verlangt. Sinnvoll sind Säfte und Mineralwasser. Alkohol und Kaffee sind tabu, weil sie dem Körper Flüssigkeit entziehen.
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