Meldungen vom 27.10.2001
Artikel-Chronik
Rezension: Sachbuch
Die Tora ist nicht entlassen
Wenig bemerkt von der interessierten Öffentlichkeit, haben sich in der Interpretation der Schriften des Apostels Paulus in den letzten Jahrzehnten dramatische Wandlungen vollzogen. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die systematisch-theologische Reflexion und die kirchliche Verkündigung des Glaubens beginnen gerade erst sichtbar zu werden.
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Rezension: Belletristik
Viel Moral, wenig Geld
Glaubt man den ägyptischen Schriftstellern, ist es um Ägypten seit der Ära Sadat miserabel bestellt. Dieses Verdikt wird mit solcher Einigkeit quer durch die literarischen Schulen und Generationen propagiert, daß man fast schon wieder daran zweifeln möchte. Ob bekannt oder unbekannt, ob Nobelpreisträger ...
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Rezension: Sachbuch
So war es eben
WILLY BRANDT. Über dreißig Jahre war die geborene Norwegerin mit dem Außenminister (1966 bis 1969), Bundeskanzler (bis 1974) und SPD-Vorsitzenden (1964 bis 1987) verheiratet. Für beide war es die zweite Ehe. Als diese 1979 geschieden wurde, erhielten einige nahe Freunde einen Brief: Falls sich einer über ...
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Rezension: Belletristik
Vorsicht, Nichtschwimmer
Das architektonische Zeichen von Erfolg, sozialem Prestige und Glamour ist der Pool. Der Pool holt ein bißchen Jet-set-Gefühl in die eigenen vier Wände und ist aus der Vogelperspektive das I-Tüpfelchen auf jedem Eigenheim. Zwei Jungautoren, Elke Naters und Sven Lager, wollten auch einen Pool. Im Jahre ...
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Rezension: Sachbuch
Wieviel Glück verträgt die Fotografie?
Wenn einmal im Jahr die Jury des "World Press Photo"-Preises tagt, um die besten Reportagebilder der vergangenen zwölf Monate zu prämieren, erübrigt sich die Frage, ob es ein gutes Jahr gewesen sei. Sie wird zum Hohn angesichts der Szenen von Elend und Grausamkeiten, von zerstörten Städten, zerfetzten Leibern und zerschundenen Gesichtern.
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Rezension: Sachbuch
Der Tagwächter wollte nicht Reichsminister werden
Jürgen Mittag: Wilhelm Keil (1870-1968). Sozialdemokratischer Parlamentarier zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik. Eine politische Biographie. Droste Verlag Düsseldorf 2001. 649 Seiten, 148,- Mark.Der Biograph beginnt seine vorzügliche Arbeit mit einem Zitat aus einem Telegramm der SPD-Führungsspitze - Willy Brandt, Helmut Schmidt, Herbert Wehner - anläßlich des Todes von Wilhelm Keil am 4.
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Rezension: Sachbuch
Der dritte Pfeiler der Union
Wilhelm Knelangen: Das Politikfeld innere Sicherheit im Integrationsprozeß. Die Entstehung einer europäischen Politik der inneren Sicherheit. Verlag Leske + Budrich, Opladen 2001. 382 Seiten, 59,- Mark.Der 19. Juni 1990 war ein wichtiges Datum für die europäische Sicherheitsfrage. Und zwar nicht für ...
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Rezension: Sachbuch
CHRISTIAN GEYER, Redakteur im Feuilleton dieser Zeitung, hat einen Band mit den zentralen Positionen zur aktuellen Debatte um die Biopolitik herausgegeben. Im Streit um das Selbstverständnis der Gattung, um Autonomie und Selbstbeschränkung äußern sich hier unter anderen Jakob Augstein, Patrick Bahners, ...
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Rezension: Sachbuch
Der exekutive Funktionärstyp überlebte
Helke Stadtland: Herrschaft nach Plan und Macht der Gewohnheit. Sozialgeschichte der Gewerkschaften in der SBZ/DDR 1945-1953. Klartext Verlag, Essen 2001. 625 Seiten, 128,- Mark.Die Geschichte der DDR wurde bislang vornehmlich unter politikgeschichtlichen Aspekten untersucht. Dabei fanden der Freie ...
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Rezension: Belletristik
Der Zeilenfall des Engels
So eng bedruckt die Seiten eines Buchs auch sind, für den Teufel ist zwischen den Zeilen immer noch Platz genug. Wenn er nicht gleich in Menschengestalt auftritt und zum Vertragspartner taugt, so wirkt er im verborgenen, um der Geschichte einen Pferdefuß anzuhängen und den Lauf der Dinge ins Stolpern zu bringen.
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Rezension: Sachbuch
Schauen Sie sich die Finger doch erst einmal an!
Politiker schienen schon immer anfällig zu sein, jede Neuerung, die eine universelle Identifizierbarkeit der Bürger verspricht, enthusiastisch willkommen zu heißen; Tony Blair ließ sich 1999 eine Probe seines Erbguts entnehmen, die in der nationalen britischen DNA-Datenbank gespeichert wurde. Doch nicht erst mit dem doppelhelikalen Wundermolekül kamen solche Hoffnungen auf.
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Rezension: Belletristik
Rissige Oberfläche
Man sollte nicht denken, daß in diesem Milieu je wirklich etwas geschieht. Die Gärten sind gepflegt, die Hypotheken abbezahlt, die Positionen gesichert. Man hat sich in Gewohnheiten eingerichtet und glaubt sich vor Überraschungen gefeit. So wirken die Erzählungen der Schweizer Autorin Margrit Schriber - auf den ersten Blick.Doch der erste Eindruck täuscht.
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