Meldungen vom 4.12.2001
Artikel-Chronik
Rezension: Belletristik
Retter der Jahreszeiten
Wenn Ricki nicht so ein schlaues Kerlchen wäre, dann wäre es niemals mehr Frühling geworden, und der einzige Vogel, der die Kälte nicht fürchtet, wäre Alleinherrscher über die Stadt Zarminski. Der einzige Vogel, der die Kälte nicht fürchtet, ist gar kein Vogel, sondern ein Pinguin in einer Art Indianerverkleidung.
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Rezension: Sachbuch
Darf man das Böse ausrotten wollen?
Man könnte meinen, das Verlangen, die Welt sicherer und besser zu machen, indem man das Böse ausrottet, finde Rückhalt in einer traditionellen christlichen Philosophie, die das Gute vom Bösen eindeutig zu unterscheiden können glaubt. Nach der Lektüre eines gerade bei Reclam erschienenen Büchleins des heiligen Thomas von Aquin läßt sich sagen: Dies ist nicht der Fall.
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Rezension: Sachbuch
Der Stoff, aus dem Ekstasen sind
Es gibt Bücher, die einen, kaum hat man sie aufgeschlagen und ein paar Zeilen gelesen, an etwas intim Vertrautes erinnern, das man völlig vergessen hatte. Was geschieht, wenn man eine kleine Skizze von Rubens anschaut, was tut der Blick, wonach sucht er, woran findet er Halt, und was bringt er von seiner regellosen ...
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Rezension: Belletristik
Er schrieb nicht für die Philologen
Wenn der Leser "Die Flüchtige" aufschlägt, liegen innerhalb dieser schön gemachten, zu 97 bis 98 Prozent gelungenen Ausgabe der "Recherche" fünf Bände hinter ihm, von denen es der dickste, Band drei ("Guermantes"), auf 835 Seiten Text bringt, einschließlich Kommentarteil sogar auf 999 Seiten. Zusammen ...
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Rezension: Belletristik
Der Junge, der ein Mädchen war
Parvana sieht viel, wenn sie den ganzen Tag auf ihrer Decke am Marktstand ihres Vaters sitzt. Zwar muß sie sich unauffällig verhalten - die Taliban werden schnell böse, wenn sie ein Mädchen in der Öffentlichkeit sehen -, und bequem ist es nicht, stundenlang dort zu kauern. Aber es ist besser als den ganzen Tag im dunklen Zimmer zu hocken wie ihre Mutter und die Geschwister.
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Rezension: Belletristik
Es ist gut, verrückt zu sein unter Verrückten
Die Entdeckung dieser verschollenen "Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus" verdankt sich einem merkwürdigen Zufall. Im November 1959 strahlte die BBC eine Funkerzählung aus. Ihr Titel war "Asylum Diary", Sprecherin die Schauspielerin Joan Plowright. Die Verfasserin des Skripts jedoch konnte die Sendung nicht mehr erleben.
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Rezension: Belletristik
Beilage für Mittelstürmer
Man könnte fragen: Muß das sein? Jetzt noch? Grüne Woche, Erotikmesse, Michael Naumann, Documenta, Expo, Marlene-Dietrich-Nachlaß, Berlinale, Love Parade, Sonnenfinsternis, Boris Becker, Fußball und Kaffee Burger gehörten in den vergangenen Jahren zu den obligaten Exerzitien feuilletonistischen Besprechungsfurors, denen dabei alle nur denkbaren Aspekte und Betrachtungsweisen abgerungen wurden.
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Rezension: Belletristik
Die Wüste ist schlimmer als der Ozean
Einem Passagier, der mit dem Dampfer "Southampton" im Oktober 1849 den Atlantik von New York nach London querte, bot sich frühmorgens der seltsame Anblick eines in der Takelage herumkletternden Mannes von mittlerem Alter und wohlhabendem Erscheinungsbild. Es war Herman Melville, mit zwei Abenteuerromanen, ...
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Rezension: Sachbuch
Tragödien, Tragödien, wir wollen Tragödien
Was sonst in Sammelbänden mit zahlreichen Autoren stattzufinden pflegt, hier ist es durch einen einzelnen - Professor für Politische Wissenschaft in München - geschehen: eine einheitliche Geschichte des politischen Denkens zu schreiben. Das gesamte westliche politische Denken, von den Griechen bis zum zwanzigsten Jahrhundert, soll in vier Bänden behandelt werden.
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Rezension: Sachbuch
Soufflé mit "Bäh!"-Effekt
Was ist für Kinder spannend am Kochen? Offenkundig nicht das, was man im Hauswirtschaftsunterricht lernt. Ausgewogene Ernährung, rationelles Wirtschaften lassen ja auch Älteren nicht das Wasser im Mund zusammenlaufen. Spannend ist, daß der Weg zum Appetitlichen über das Unappetitliche führt, daß man ...
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Rezension: Sachbuch
Eene, meene, muh, der Schwejk bist du!
Es gab einmal eine Epoche, in der noch kein Computermonitor den Weg in die Zukunft leuchtete, in welcher noch jenseits des virtuellen Faszinosums die Herzen höher schlugen. Wer heute den Joystick mit schweißnassen Händen umklammert, glaubt sich im Mittelpunkt einer wandelbaren Spielkulisse, aber ob man Autos oder Kampfjets steuert, das Plastik in der Faust fühlt sich immer gleich an.
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Rezension: Sachbuch
Mund halten! Setzen!
Neues von Kant? Wolfgang Wieland liest, von ferne an Hannah Arendt anschließend, Kants "Kritik der Urteilskraft" so, daß in ihr weder eine Ästhetik im baumgartenschen noch im modernen Sinne gegeben werde. Kant trenne sich mit der Lehre der zwei Stämme der Erkenntnis von der Leibnizschen Auffassung des Gefühls als konfusen Denkens.
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Rezension: Sachbuch
Der Mensch ist ein Übergangstier
Abgesehen vielleicht von einigen Hegelianern und hegelianisierenden Soziobiologen dürften nur wenige Köpfe des zwanzigsten Jahrhunderts vom Phänomen der "Entwicklung" so stark fasziniert gewesen sein wie Norbert Elias. Zu keiner Zeit hat dieser Erforscher der Zivilisation bezweifelt, daß die Theorie ...
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Rezension: Belletristik
Tugend der Wildnis
Daß der Mensch dem Menschen ein Wolf sei, gehört zu den großen dunklen Sätzen über unsere Art. Ob damit jedoch dem Tier Recht oder Unrecht geschieht, fragt niemand. Was aber ist der Wolf dem Wolf? Ein Mensch? Ein Räuber? Oder doch nur ein Artgenosse mit allen Fehlern und Schwächen? Tatsächlich führen die braungrauen Jäger ein hartes Leben.
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Rezension: Sachbuch
Bewegung ist das höchste der Gefühle
Zu den faszinierendsten Einsichten der jüngeren biologischen Forschung gehört, daß das menschliche Gehirn wesentlich dynamischer und regenerationsfreudiger ist, als man lange Zeit angenommen hatte. Erstaunlich erscheint inzwischen die Tatsache, daß es überhaupt ein Dogma gegeben hat, im erwachsenen Gehirn finde keine Neubildung von Nervenzellen mehr statt.
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Rezension: Sachbuch
Moral als Fango-Packung
Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, die wache Vernunft hingegen wirkt Taten der Güte. Allein das Gute ist nach klassischer philosophischer Überzeugung vernunftgemäß, und weil die Philosophie sich als die Wissenschaft vom Vernünftigen versteht, spricht sie weitaus lieber vom Guten als vom Bösen. Freilich ...
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Rezension: Belletristik
Die lange Reise ins Jenseits der Liebe
Wenn sich der neue französische Exportartikel literarischer Frauenerotik mit Catherine Breillat oder Catherine Milletentfernt ins Spannungsfeld von de Sade und Georges Bataille begibt, dann folgt dieses Buch eher den Spuren von Marivaux. Und dies ebenfalls in großer Entfernung. Das Liebesgetuschel kräuselt sich ...
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Rezension: Sachbuch
Die dunkle Rückseite der Instinktlehre
Schließlich darf ich wohl sagen, daß meine ganze wissenschaftliche Lebensarbeit, in der stammesgeschichtliche, rassenkundliche und sozialpsychologische Fragen im Vordergrund stehen, im Dienste Nationalsozialistischen Denkens steht." Mit diesen Worten schließt der Antrag auf Aufnahme in die NSDAP, den Konrad Lorenz im Juni 1938 stellte.
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Rezension: Belletristik
Die unfreiwillige Erlöserin
Drei Dinge braucht ein kühner Kämpfer: eine Rüstung, ein Pferd und ein Schwert. Das ist in Abenteuergeschichten so, meint Anna und fordert eine entsprechende Ausrüstung von den Leuten aus dem "Land-auf-der-anderen-Seite". Denn die sehen in Anna die Auserwählte, die ihre Heimat vom Bann eines Tyrannen befreien ...
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Rezension: Belletristik
Die Puppe bleibt draußen!
Der Gipfel der Madonnina ist ein Felsen, der so heißt, weil man von dort bei klarem Wetter die Madonna auf dem Mailänder Dom sehen kann, herübergrüßend aus einer anderen Welt.Nicht weit von dieser Stelle, in der kargen Höhe der norditalienischen Berge, lebt Severina mit ihrer Schwiegermutter auf einem Gehöft und schweigt.
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Rezension: Belletristik
Die wichtigste Nebensache der Welt
Bleichsüchtige, spitzenklöppelnde, interesselose Geschöpfe seien die jungen Frauen, seufzt Franziska zu Reventlow 1890 in einem Brief an ihren Liebhaber. Schon als Heranwachsende ist sie sich sicher, daß sie in einer Gesellschaft, welche die Frauen zu heiratstauglichen Porzellanpüppchen mit Französischkenntnissen ...
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Rezension: Sachbuch
So viel Eigenliebe war nie
Was Kulturgeschichte ist, weiß niemand mehr, seit jeder über sie spricht. Fest steht nur, was man über sie sagen muß, um DFG-Gutachtern zu imponieren und so jene Drittmittel zu ergattern, ohne die an deutschen Universitäten bald niemand mehr forschen darf: Sie sei offen, integrativ, international anschlußfähig und grenzüberschreitend vernetzbar.
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Rezension: Sachbuch
Wie die Stimme, so der Mensch
Daß wir einen Menschen in hohem Maße anhand seiner Stimme und Sprechweise einschätzen, gehört zu den alltäglichen Erfahrungen. Doch in den geläufigen Selbstbeschreibungen unserer Kultur kommt diese Dimension unserer Stimmenhörigkeit kaum vor. Ob von der Medienkultur oder der Kunst der Gegenwart die ...
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Rezension: Sachbuch
Am besten schmeckt's vom eigenen Herd
Kein Zweifel. Bei David Lodge muß es sich um einen sehr bedeutenden, äußerst erfolgreichen, enorm produktiven Schriftsteller handeln, der nicht nur Romane und Theaterstücke schreibt, sondern eigene wie auch fremde Stoffe in Fernsehskripte verwandelt, aus denen dann ebenso erfolgreiche und bedeutende Fernsehserien hervorgehen.
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Rezension: Belletristik
Wo das zersetzte Wort von unreinen Lippen rinnt
Die Narrationen des Phantastischen bieten nebenbei einen leicht faßlichen - aber dann auch wieder in überraschende Komplexitäten führenden - Studiengang zum Thema der Fremdheit, des "anderen". Das andere, mittlerweile fast bis zum Überdruß von einer dogmatischen Philologie evoziert, die ihre eigene ...
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Rezension: Sachbuch
Hysterikerinnen-Ballett in Charcots Hörsaal
Friedrich Nietzsche hat das von Immanuel Kant in den Antworten auf die drei Fragen "Was kann ich wissen?", "Was soll ich tun?" und "Was darf ich hoffen?" scheinbar unveränderlich fixierte Menschenbild aufs neue in das Entwicklungsbad des Werdens getaucht: Er bestimmte den Menschen als "das noch nicht festgestellte ...
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Rezension: Belletristik
Sagenhaft dunkle Nächte
Wenn ein Roman den Namen "Artus" trägt, so weiß man, daß sich die Handlung um den sagenhaften König Britanniens drehen muß. Seit acht Jahrhunderten, von Johann von Salisbury über Wolfram von Eschenbach, Mark Twain, T. H. White bis hin zu John Steinbeck und Marion Zimmer-Bradley, scheinen Schriftsteller von dem Mythos um Artus immer wieder gefesselt.
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Rezension: Belletristik
Filmriß in Phantasien
Warum nur hat man sich ausgerechnet für Höfe entschieden? In seiner neuen Arbeitsstelle erscheint er jedenfalls zunächst als glatte Fehlbesetzung. Er trifft im Sommer 1999 am Bodensee ein, um die Chronik einer Seegemeinde zu verfassen. In zehn Kapiteln soll er die Geschichte des ungenannten Ortes (hinter dem ...
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Rezension: Sachbuch
Fünfzehn Minuten von Austerlitz bis Waterloo
Am Vormittag des 5. Dezember 1757 machte die Armee Friedrichs des Großen in der Nähe des schlesischen Dorfes Leuthen eine Rechtsdrehung und marschierte vor der Front des österreichischen Heeres nach Süden. Anschließend stellte sie sich in gestaffelter Angriffsformation vor dem südlichen Flügel der Österreicher auf. Dieses Manöver entschied die Schlacht.
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Rezension: Belletristik
Des Menschen Wolf
Die Fabel und die Kinderliteratur stehen in einem merkwürdigen Verhältnis zueinander. Nicht nur, daß die Fabel ältester Schulstoff ist und über zwei Jahrtausende die Übungstexte für den Lateinunterricht stellte; nicht nur, daß La Fontaines Fabelverse zum literarischen Grundbestand von Generationen französischer Schüler gehören.
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Rezension: Sachbuch
Im Triumph kommt Ihnen ein Geisterfahrer entgegen
Als anläßlich des zweihundertsten Geburtstags Beethovens Hans Heinrich Eggebrecht 1970 mit seinen Überlegungen zur "Geschichte der Beethoven-Rezeption" an die Öffentlichkeit trat (sie wurden 1972 veröffentlicht und 1994 neu aufgelegt), da entfachte er eine kontroverse Diskussion über die Frage, was Rezeptionsforschung leisten könne und solle.
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Rezension: Sachbuch
Sind wir hier in einer Sängeragentur?
Daß Karrieren im Stile des "Selfmademan" im Osten Europas möglich sind, hat der Rumäne Ioan Holender vorgelebt. In seinem abenteuerlichen Lebenslauf hinterließen die politischen Ereignisse der dreißiger bis fünfziger Jahre schmerzliche Spuren: Enteignung der väterlichen Essig- und Marmeladefabrik, Trennung ...
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Rezension: Sachbuch
Kies, Eier, Koks, Kröten, Moos - Geld eben
Sie ziehen alle Register und schwelgen in Symphonien des Geldes - die Bücher, die Kindern erklären wollen, wie sie mit der Umstellung auf den Euro und mit Geld im allgemeinen zurechtkommen sollen. Dabei versteigen sie sich bisweilen zu haltlosen Vermutungen: "Nichts läßt das Herz momentan noch höher schlagen ...
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Rezension: Sachbuch
Denn sie tun nicht, was sie wissen
Pascals christlicher Einspruch gegen die Gleichsetzung der menschlichen Seele mit dem Vermögen der Vernunft ist auf eine paradoxe Weise modern. Seine scharfsinnige Wendung des Rationalismus gegen diesen selbst, sein skeptischer Beweis, daß alle systemphilosophischen Begriffs-Anstrengungen sowohl an ...
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Rezension: Sachbuch
Grüß mir die Sonne
Vögel verkörpern den Traum vom Fliegen, doch nicht nur das macht sie so faszinierend. Viele beeindrucken durch ein schmuckes Federkleid oder eine klangvolle Stimme. Und nicht zuletzt zeigen sich manche verblüffend zutraulich. Während Fuchs und Hase schleunigst die Flucht ergreifen, schaut uns das Rotkehlchen ...
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Rezension: Sachbuch
Schaut das Bild des Täters in den Pupillen des Opfers
Zwar konnte Erik Lönnrot das letzte Verbrechen nicht verhindern", beginnt Jorge Luis Borges seine Erzählung "Der Tod und der Kompaß", "aber unstreitig hatte er es vorausgesehen." Was allein im Weltverhältnis des Detektivs zu zählen scheint, ist die Gültigkeit der Hypothese. Sie programmiert sich selbst ...
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Rezension: Sachbuch
Lurche aller Länder
Die Bratkartoffelernte fiel in diesem Jahr zufriedenstellend aus, aber in der Nordsee schwimmen immer weniger Matjesfilets. Kategorienfehler wie diese sind geeignet, eine Trivialität zu bekräftigen: Was uns als Natur begegnet, erscheint in vielen Fällen so, wie es erscheint, aufgrund von Gesellschaft.
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Rezension: Belletristik
Ein Rätsellyriker auf großer Kopfreise
Als Prosaschriftsteller ist Giuseppe Ungaretti nicht berühmt geworden, er hat es auch nicht sonderlich darauf angelegt. Der italienische Lyriker, der in den Jahren um den Ersten Weltkrieg in Paris den Aufbruch der Moderne miterlebte und diese danach als autarke Nebenlinie der Futuristen in Italien fruchtbar machte, gab erst Anfang der sechziger Jahre den Prosaband "Die Wüste und weiter" heraus.
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Rezension: Sachbuch
Gut, daß es uns gibt
Die Feinde der Globalisierung, des Neoliberalismus und des Neodarwinismus können sich auf einen neuen Gegner einschießen. Er heißt Peter Watson, ist britischer Journalist und hat jetzt in deutscher Übersetzung eine Apologie der westlichen Zivilisation und ihres Herrschaftsanspruchs vorgelegt. Das Buch ist eine fast 1200 Seiten dicke Welt- und Ideengeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts.
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Rezension: Belletristik
Die große Verfinsterung des Lebens und der Bücher
Ein Buch, das dreiundvierzig Jahre lang nicht aus dem Niederländischen ins Deutsche übersetzt wurde, das kein Buchmessenschwerpunkt aus der Versenkung hervorholen konnte, keine noch so große Renaissance der niederländischen Literatur in Deutschland und das jetzt also in diesem Herbst erscheint, was kann man von einem solchen Buch erwarten? Eigentlich nicht viel.
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Rezension: Sachbuch
Quell des Weltwillens hinter Gittern
Pawel Florenski wurde in Deutschland zweimal entdeckt. Anfang der zwanziger Jahre waren es Theologen, die sich im Zuge des neuen Interesses an Rußland mit der Ostkirche beschäftigten. Seit in der Perestroika der Name des verfemten christlichen Philosophen und Wissenschaftlers wieder auftauchte, ist ...
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Rezension: Belletristik
An der Liebe scheint doch etwas dran zu sein
Die anglo-irische Schriftstellerin Elizabeth Bowen war der Ansicht, daß in einem Roman "wenigstens eine Figur magnetische Anziehungskraft besitzen muß, um den Leser zu fesseln - so als säße er höchstpersönlich neben jemandem, in den er Hals über Kopf verliebt ist". In dem Roman "Der letzte September" ...
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Rezension: Sachbuch
Why not? Der große Pan in Amerika
Briefeditionen sind Ehrungen besonderer Art. Daß große Künstler, Dichter, Denker diese Huldigung erfahren, ist die Regel; aber ebenso, daß sie ihren Interpreten, den Geisteswissenschaftlern, vorenthalten wird. Das hat gute Gründe, denn Kunst altert auf andere Weise als Wissenschaft. Die Schönheit der Kunst ...
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Rezension: Sachbuch
Prost, heiliger Schriftsteller!
Der Schriftsteller Hans Erich Nossack las gerne die Briefe und Tagebücher anderer Schriftsteller. Denn darin fand er, was ihn, der seiner Wahrheit ein schwieriges Leben lang nachspürte, besonders interessierte: Was sie wirklich dachten und wie sie ihr Sein und Sollen kommentierten. Fast sieht es heute ...
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Rezension: Sachbuch
Mit Laufbildern gegen das Verschwinden
Einer der poetischen Grundsätze Ilse Aichingers lautet: Keine Zusammenhänge herstellen, wenn es sich vermeiden läßt! Eine wenig nützliche Maxime für herkömmliches autobiographisches Schreiben. Aber die kontinuierlich erzählte Lebensgeschichte ist ohnehin Ilse Aichingers Sache nicht. Schon in ihrem Band "Kleist, ...
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Rezension: Belletristik
Katastrophe, streng dosiert
Ein Buch, dessen wunderbare Leichtigkeit besticht", findet der anonyme Autor des Klappentexts zu "Natashas Nase", der deutschen Ausgabe von Elena Lappins Roman "The Nose". Der "Stern", auch das teilt der Umschlag mit, schwärmt hingegen von der "wunderbaren Mühelosigkeit" der Erzählerin. Erschreckende Empfehlungen: ...
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Rezension: Belletristik
Die Blaubeer-Therapie
Was ist ein Pfannkuchen? Gebackener Teig, mit Zucker und Butter bedeckt. Gewürze werden hinzugefügt. Er ist ein Nahrungsmittel. Doch sehnen wir uns nach ihm nicht als Verpflegung. Nein, der Pfannkuchen ist ein kindliches Vergnügen; in Sirup gebadet, unter Eiscreme begraben, symbolisiert der Pfannkuchen unsere Flucht aus der Respektabilität, er symbolisiert Essen als eine Form infantilen Spiels".
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Rezension: Sachbuch
Siehe, wir machen alles neu
Revolutionäre ohne Revolution" nannte André Thirion seine 1972 erschienene Selbstbiographie, die vom Weg eines Kommunisten berichtet, der sich den Surrealisten um Breton anschließt, gegen die Parteidisziplin verstößt und ausgeschlossen wird. Der Buchtitel umschreibt nicht nur das Dilemma der Pariser Surrealisten, ...
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Rezension: Sachbuch
Explosives Diesseits von Afrika
Einen Kontinent in rund tausend Stichwörtern darzustellen ist ein ehrgeiziges Projekt, das Vielfalt verspricht und die Garantie bietet, daß Benutzer beim Blättern auf immer Neues, Unbekanntes stoßen. Wer das vorliegende Lexikon mit dieser Erwartung zur Hand nimmt, wird nicht enttäuscht: Neben knappen ...
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Rezension: Belletristik
Säumiges Luder, säumiger Lieber
Es ist ein Skandal: Die Geliebte des weltberühmten Dichters, die dankbar sein sollte, als literarische Gestalt in die Geschichte eingegangen zu sein, erscheint in eigener Person, um sich gegen die Literarisierung zu behaupten; daß überdies fast ein halbes Jahrhundert zwischen der Liaison und dem Auftritt liegt, vergrößert nur die Peinlichkeit.
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Rezension: Belletristik
Keiner zensiert wie ich
Die tragische Heldin, die ein Feindsliebchen war, ist tot. Ihre Leiche wird im Hafenbecken von Kopenhagen gefunden. Auch ihr Schöpfer, der als katholischer französischer Dichter "unsterblich" geworden war, ist tot. Er hatte die Nazis in der amerikanischen Armee bekämpft. Tot ist ebenfalls sein Übersetzer, ...
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Rezension: Sachbuch
Es sucht das Ich am liebsten sich
Ernst Gombrich gab seinen Studenten einmal eine Anekdote über den greisen Jacob Burckhardt zum besten. Als "Die Cultur der Renaissance in Italien" nach Jahrzehnten in vierter Auflage erschien, sei Burckhardt gefragt worden, ob er noch an der These seines Buches festhalte, wonach dem Zeitalter der Renaissance die ...
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Rezension: Sachbuch
Wer hat den Stau erfunden?
Philipp hat es gut. Sein Vater zeigt Verständnis für die Hartnäckigkeit beim Fragen, er kennt sich aus in der Welt des Automobils, er ist vielleicht zu sehr in dessen Technik vernarrt, aber da gibt es noch die im Alltag der Mobilität verhaftete Mutter und einen wunderbaren Großvater, der sich dem Auto eher von einem gesellschaftlich-historischen Ansatz nähert.
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Rezension: Belletristik
Hoffnung auf die Schokoladenerbschaft
Der Schriftsteller Martin Kessel (1901 bis 1990) ist nie wirklich berühmt geworden, obwohl er 1926, nach nur zwei Gedichtbänden, bereits mit dem Kleist-Preis und 1954 für sein Gesamtwerk mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet wurde. Das mag auch daran liegen, daß dem Zweiunddreißigjährigen die produktivste Zeit seines Lebens geraubt wurde.
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Rezension: Sachbuch
Das ungeschriebene Leben
Mit seinem lange erwarteten und dann doch nicht mehr geschriebenen Roman wurde der große Verstummer Wolfgang Koeppen zum lebenden Mythos des deutschen Literaturbetriebs. Jetzt hat sich eine aufwendige Studie dieses bedeutenden Nicht-Werkes angenommen. Es handelt sich keineswegs um Philologie im luftleeren Raum, ...
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Rezension: Belletristik
Selbst Hühner klopfen höflich an
Die meisten Bücher verdanken sich, neben hehreren Anliegen, dem Willen zur Anstrengung. "Ich glaubte, mein Vater sei Gott" hingegen entstand aus Trägheit. Paul Auster, der Herausgeber der "wahren Geschichten aus Amerika", die unter diesem Titel versammelt sind, wurde gebeten, für das einem öffentlich-rechtlichen ...
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Rezension: Belletristik
Kywitt! Kywitt!
Dat is nu all lang her", der erste Satz des dreiundzwanzigsten Märchens der vorliegenden Ausgabe, entspricht der unpräzisen chronologischen Angabe, mit der Märchen für gewöhnlich einsetzen. Das folgende "woll twee dusend Joor" ist hingegen ungewöhnlich. Warum setzt ausgerechnet das Märchen "Van den Machandelboom" ...
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Rezension: Sachbuch
Gibt es im Affektspeicher auch ein Konstrukt?
Zeitgenossen am Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts, auch und gerade Historiker, sehen auf eine ungeheuer bewegte Epoche zurück. Da gab es zwei totale Weltkriege, totalitäre Revolutionen in Rußland, Deutschland und China, dramatische Herrschaftswechsel von der Demokratie zur Diktatur und wieder ...
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Rezension: Belletristik
Oedipus bei der SS
Der eine Mann ist "ängstigende Wirklichkeit ohne Bauch", der andere "ist ein Fabelwesen mit Augen, die erzählen". Da ist die Qual der Wahl gering, und sogar jemand wie Achim Moesgaard schafft es hier, seine Zuneigung nachvollziehbar zu verteilen. Das soll ihm später kaum noch gelingen. So früh aber ...
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Rezension: Belletristik
Ein Leben ist zu verzollen
Als das Provisorium des Exils zum Dauerzustand wurde, beschließt der Emigrant, seinen endgültigen Abschied zu nehmen: von der Stadt, in der er aufgewachsen und zum Schriftsteller geworden ist, von dem Staat, der ihn in den Gehorsam zwingen wollte und dem er deshalb entlaufen mußte, von der Jugend, die er in Belgrad zurückgelassen hat .
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Rezension: Sachbuch
Enten recken ihren Kragen in den Wind
Die Geschichte der Psychoanalyse steckt voller Anekdoten. Sie ranken sich oft um das Leben jener Patienten, die zu einem der berühmten "Fälle" der Psychoanalyse wurden. Manchmal werfen biographische Details, von deren Veröffentlichung der Autor aus diesen oder jenen Gründen abgesehen hatte, tatsächlich ...
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Rezension: Belletristik
Dramenstoffe? Fragt nur Frau Naubert!
Die relativ kurze Gattungsgeschichte des Märchens im deutschsprachigen Raum ist - abgesehen von den schwer greifbaren Fakten einer mündlichen Tradierung - durch heftigere Brüche charakterisiert als andere literarische Spezies: Die Literarhistoriker und Volkskundler konstatierten im Gefolge der Arbeiten ...
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Rezension: Belletristik
Gott behüte, da kommen meine Schüler!
Dies ist die eine Hälfte der Wahrheit: "Ließe sich mein Leben in einem Wort zusammenfassen", sagt Edgar Mint, "dann in diesem: Unfälle." Die Feststellung ist eher fatalistisch denn klagend und allemal berechtigt. Spürbares Unglück verfolgt den Helden aus Brady Udalls Debütroman auf Schritt und Tritt, und leichter hätte er's, wenn die Wendung "Schlag auf Schlag" ihre Berechtigung hätte.
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Rezension: Sachbuch
Der Tuff von sechstausend Jahren
Dies sind die Geschlechter Sems: Sem war 100 Jahre alt und zeugte Arphachsad, zwei Jahre nach der Sintflut, und lebte darnach 500 Jahre und zeugte Söhne und Töchter." Anhand von solchen Angaben konnte James Ussher, Bischof von Armagh, die Ereignisse der Bibel ziemlich genau datieren. Alles begann mit der Erschaffung der Welt am 23.
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Rezension: Sachbuch
Frauen stolpern, Männer schauen
Im Trailer zur Fernsehserie "Sex and the City" schaut dieser gutaussehende Mann der Schauspielerin Sarah Jessica Parker nach. Die Kamera übernimmt seinen Blick auf die Schauspielerin. Die stöckelt auf sehr hohen Absätzen weg. Kippt. Fällt fast. Fängt sich gerade noch. Streicht ihren weißen Rock zurecht.
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Rezension: Belletristik
Bomben gleichen sich, Kriege nicht
Als Präsident Clinton Belgrad bombardieren ließ, herrschte ein hoher Grad von Einigkeit unter den Literaten des Westens: Die völkerrechtlich fragwürdige Aktion schien der intellektuellen Öffentlichkeit als Kampf des Guten gegen das Böse. Schriftsteller, die es als einen Rückfall in religiösen Obskurantismus betrachten ...
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Rezension: Belletristik
Unordnung und später Ruhm
Drei Jahre nach dem Tod von Anatoli Rybakow hat der Aufbau Verlag die Autobiographie dieses Bestsellerautors der Perestrojka-Epoche in deutscher Übersetzung herausgebracht. Die mehr als vierhundert Seiten starke Lebensbeschreibung versetzt den Leser in die Welt der inzwischen weitgehend abgetretenen ...
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Rezension: Sachbuch
Goodbye, Money
Wer war es denn nun, der Göring als "Generalgeldmarschall" verspottet hat: der Volksmund schon in der Nazizeit oder erst ein halbes Jahrhundert später der amerikanische Wirtschaftshistoriker Gerald D. Feldman? Dessen Kollegen Harold James und Carl-Ludwig Holtfrerich sind sich da nicht einig, und man ...
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Rezension: Sachbuch
Mer losse der Dom in Oche: Aachens Stolz
Stilreine Denkmale wie die Marburger Elisabeth- oder Triers Liebfrauenkirche mit ihrer perfekten Gotik sind Publikumsfavoriten. Nicht schöner, doch spannender sind diejenigen, an denen Jahrhunderte gewirkt haben. Schön aber und spannend zugleich ist der Aachener Dom, der wegen seiner fast eineinhalb Jahrtausende dokumentierenden Gestalt nun Weltkulturerbe ist.
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