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: Aus der Philosophie in die Literaturwissenschaft

Ein Grenzgänger zwischen kontinentaleuropäischer und angloamerikanischer Denktradition war der im Jahr 2007 verstorbene Richard Rorty. Die traditionelle Erkenntnistheorie mit ihrer Vorstellung des Bewusstseins als "Spiegel der Natur" kritisierte er in seinem gleichnamigen ersten Hauptwerk. In seinem ...

Nobelpreisträger : Exzellente Physik

Erfindungen und Entdeckungen bleiben nie ohne Folgen. Sie beflügeln häufig den technischen Fortschritt oder verändern das Denken und das Weltbild. Das gilt insbesondere für mit dem Physiknobelpreis ausgezeichneten Forschungsarbeiten, wie Rainer Scharf in seinem Buch deutlich macht.

: Vorrevolutionäre Galanteriewaren

Mode definierte Goethes Schwager Vulpius in seinem spöttischen "Glossarium für das Achtzehnte Jahrhundert" als "Tyrannin aller Stände und feile Metze aller Narren". Gut gesagt, nur wäre es besser, das auch zu sehen. Ebendies dachte man sich im vorrevolutionären Frankreich, der konkurrenzlosen Hochburg in Geschmacks- und Modefragen.

: Leben am Limit

Erbarmungslose Hitze oder Kälte, mörderische Trockenheit, praktisch keine Nährstoffe - solche Bedingungen erscheinen aus Sicht des Menschen als höchst lebensfeindlich. Etlichen Organismen sind derartige Verhältnisse indessen durchaus willkommen. Denn dort, wo andere passen müssen, eröffnet sich ihnen eine Nische, in der sie sich weitgehend unbehelligt entfalten können.

: Neues vom Gehirn

Mit "Zukunft Gehirn" legen international führende Hirnforscher ein gemeinsames Werk vor, in dem die wichtigsten neueren Erkenntnisse ihres Fachgebietes anschaulich und allgemeinverständlich zusammengefasst sind. Dabei schlagen die Autoren Brücken zwischen Kultur- und Neurowissenschaften, erlauben sich ...

Laptop-Revolution : Der Code des „Clásico“

Fußball ist unberechenbar. Ein Team hat dreimal so viele Chancen wie das andere – und verliert doch. Jetzt wollen Informatiker den Zufall austreiben. Wird Fußball zum Rasenschach? Eine große Analyse zum „Clásico“ – Dortmund gegen Bayern.

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  • : Die Übergangsphase

    Der Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter macht Psychiatern und Psychologen in jüngster Zeit vermehrt Sorge. Für viele Patienten bedeutet das Erreichen der Volljährigkeit auch ein Herausfallen aus den Versorgungsstrukturen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, ganz abgesehen davon, dass sich gerade ...
  • : Der Albtraum der Chirurgen

    In einer Reihe von historischen Aufarbeitungen der Nazizeit hat jetzt ein weiteres medizinisches Fach nachgelegt: die Chirurgie. Die Ärzte haben sich zuerst den Einzelschicksalen der Präsidenten ihrer Fachgesellschaft in den Jahren 1933 bis 1945 zugewandt, anschließend auch den Opfern. Hans-Ulrich Steinau ...
  • : Verborgene Schärfe einer stumpfen Waffe

    Ginge es nach dem bloßen Wunsch, verlöre das demographische Problem bald von seiner Schärfe. Waren es nach einer Studie des Allensbacher Instituts im Jahr 2008 dreiundvierzig Prozent der Kinderlosen, die sich Nachwuchs wünschten, so stieg die Zahl im folgenden Jahr auf zweiundfünfzig. Dass der gewachsene Familiensinn ...
  • : Die Legende eines Humanisten

    Robert Limpert wollte Orientalistik studieren, um Diplomat oder Gelehrter zu werden. Am 15. Juni 1925 in Ansbach geboren, besuchte er das Gymnasium seiner Vaterstadt. Da er Lehrern, die Propaganda verbreiteten, im Unterricht widersprach, wurde er im Herbst 1943 von der Schule verwiesen, konnte aber an einem anderen Gymnasium das Abitur ablegen.
  • : Überraschende Erde

    Wir haben uns schon an den Gedanken gewöhnt, dass die Abläufe auf und unter der Erde grundsätzlich berechenbar sein sollen, dass sie sich gleichsam simulieren lassen mit den passenden Algorithmen. Tatsächlich treibt diese Idee die Wissenschaft heute wesentlich an. In Wirklichkeit ist sie jedoch genauso tückisch ...
  • : Die Ökonomie der kriminellen Dienstleistung

    Spätestens seit im Jahr 2007 in Duisburg sechs Italiener in einem Kugelhagel starben, gilt es als ausgemacht, dass sich die Mafia auch in Deutschland festgesetzt hat, hier ihren Geschäften nachgeht und ihre Fehden austrägt. Den Anschein eines regional verankerten, auf vormodernen Rechtsvorstellungen ...
  • : Geheimnis

    Man hat manchmal den Eindruck, dass die heutige Antisemitismus-Forschung sich zwar mit den Feinden der Juden ausführlich und nach allen Regeln neuerer Analysekunst beschäftigt, dabei aber das vergangene und das lebendige Judentum kaum mehr zu kennen scheint. Darunter leidet die Präzision der Befunde.
  • : Als wär's ein Stück von mir: Peter Hille als Autor

    1898 versuchte sich Rilke in einem Brief an Wilhelm von Scholz in einem Genre, das ihm eher fremd war, der Karikatur. Anlass war seine Begegnung mit dem Bohemien, Vagabunden und Caféhaus-Literaten Peter Hille, den er halb fasziniert, halb pikiert als poetischen Clochard beschreibt: "Bezeichnet wird ...
  • : Ethnographie der Nudelsuppe

    Das Private der Küche ist politisch, wie ein Streifzug durch die Kulturgeschichte des japanischen Essens belegt. Inmitten der McDonaldisierung ist ein Weiterwirken von jahrhundertealten Glaubenssätzen und Ritualformen, vormoderner Etikette und Anrichtekunst zu erkennen ("Japanese foodways, past and present".
  • : Leben mit Parkinson

    Es gibt kein "austherapiert". Für die Autoren dieses Patienten- und Ärzte-Ratgebers jedenfalls nicht. "Parkinson - die Krankheit verstehen und bewältigen" ist der Versuch, auch jenen Patienten, denen die Ärzte mangels zusätzlicher Therapieoptionen große Hoffnungen machen können, eine Perspektive für das weitere Leben mit der Krankheit zu geben.
  • : Das wird hundertpro das Unwort des Jahres

    Fest steht immerhin: Das Wort "Neologismus" ist selber einer. Gebildet aus den altgriechischen Wörtern "neo" für neu und dem bedeutungsträchtigen "logos", ist die zusammengesetzte Form selbst nicht griechischen Ursprungs. Die sogenannte neoklassische Lehnwortbildung stammt aus dem Französischen. ...
  • : Mathematik kompakt

    Für die einen ist sie die Königin der Wissenschaft, für die anderen eine hohe Kunst. Doch für die meisten dürfte die Mathematik noch immer kaum mehr sein als eine abstrakte, nur schwer verständliche Wissenschaft, die mit der Alltagswelt wenig zu tun hat. Doch mehr und mehr Menschen streifen diese Vorurteile ...
  • : Ein Bildatlas kollidierender Galaxien

    Einen Bildatlas mit kollidierenden Galaxien in allen Phasen des Kollisionsprozesses hat das Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge (Massachusetts) herausgebracht. Der "Spitzer Photo Atlas of Galactic ,Train Wrecks'" enthält Infrarotaufnahmen des Spitzer-Weltraumteleskops und ultraviolette Bilder des Galex-Satelliten ("Galaxy Evolution Explorer").
  • : Das Dickwerden beginnt im Gehirn

    Seit kurzem gibt es einen Blutzuckerrechner als App für Diabetiker. Damit soll die Blutzuckereinstellung noch weiter perfektioniert werden. Was als fortschrittliche Indienstnahme neuester Technik daherkommt, erweist sich als unsinnig, wenn man es im Lichte der Erkenntnisse betrachtet, die Achim Peters über unser egoistisches Gehirn zusammengetragen hat.
  • : Sensible Luftschicht

    Ohne Atmosphäre wäre das Leben auf der Erde undenkbar. Sie liefert alle lebenswichtigen Gase in einem fein austarierten Verhältnis und schützt uns vor den unwirtlichen Bedingungen des Weltraums. Für Chemiker ist die Atmosphäre ein gewaltiger photochemischen Reaktor, in dem Spurengase und Schwebestoffe verdünnt, umgewandelt und wieder entfernt werden.
  • : Passworte

    Eine besondere Ehre bedeutet es für eine Abhandlung, wenn sie hundert Jahre nach ihrem Erscheinen für heutige Forschungen als Referenzwerk gelten kann. "Das altjüdische Zauberwesen" von Ludwig Blau, Professor an der Landes-Rabbinerschule zu Budapest, erschien 1898 in Straßburg. Es war ein knappes, aber seinen volkskundlichen Anspruch überzeugend einlösendes Buch.
  • : Hirn im Kuchen

    Viele Hirnforscher mögen über die neuesten Erkenntnisse ihrer Zunft nur ungern populär berichten. Das Gebiet ist methodisch und philosophisch ein Minenfeld. Und in der Tat: Was beispielsweise alles an Persönlichkeitsmerkmalen und Verhaltensweisen aus Kernspinaufnahmen außerhalb der entsprechenden wissenschaftlichen Institutionen herausgelesen wird, grenzt zuweilen an Kaffesatzlesen.
  • : Dada lässt schön grüßen

    Aus Anlass der Besetzung Fiumes durch die Legionäre Gabriele D'Annunzios im September 1919 schrieben die Berliner Dadaisten Richard Hülsenbeck, Johannes Baader und George Grosz ein Telegramm an den "Corriere della sera". Darin feierten sie den Handstreich des Dichters als "grandiose dadaistische Unternehmung".
  • : Alkohol und Tabak

    Fast 640 Seiten für nur zwei Suchtmittel: Ein neues medizinisches Lehrbuch widmet sich in großer Ausführlichkeit zwei legalen Drogen. "Alkohol und Tabak" heißt der gerade im Thieme-Verlag erschienene Titel. Wie berechtigt es ist, sich dem Thema mit einer so komplex angelegten Darstellung zu nähern, ...
  • : Depressionen im Alter

    Informieren und entstigmatisieren - das sind die erklärten Ziele des Ratgebers "Depressionen im Alter", der jetzt im Herbig-Verlag erschienen ist. Frank Schneider, Direktor der Klinik für Psychatrie am Uniklinikum Aachen, gibt mit dem kompakten und übersichtlichen Band vor allem Betroffenen, Angehörigen und ...