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Diones : Verborgener Ozean auf Saturnmond

  • -Aktualisiert am

Diones Kruste ist besonders dick. Deshalb sind vorerst keine Missionen geplant. Bild: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute

Schon seit einigen Jahren vermuten Forscher, dass es unter der dicken Kruste von Diones Wasser geben könnte. Auch auf anderen Himmelskörpern könnte es sich verstecken.

          Saturns Mond Dione enthält womöglich noch heute unter seiner Eiskruste einen globalen Ozean aus flüssigem Wasser. Zu diesem Schluss sind Forscher um Mikael Beuthe von der Königlichen Sternwarte von Belgien gekommen. Sie untersuchten die von der amerikanischen Raumsonde Cassini bei mehreren Vorbeiflügen zur Erde gefunkten Messungen des Gravitationsfeldes des Trabanten. Diese ließen sich am besten erklären, wenn man von einem mehrere zehn Kilometer tiefen Ozean tief unter der Oberfläche des etwa 1100 Kilometer großen Himmelskörpers ausgeht, erklären Beuthe und seine Kollegen in den „Geophysical Research Letters“.

          Die Raumsonde Cassini, die seit Juli 2004 im Saturnsystem kreist, hat Dione zwischen den Jahren 2005 und 2015 insgesamt viermal passiert. Schon früher entdeckten Forscher in den gesammelten Beobachtungsdaten Anzeichen für einen verborgenen Ozean. Im Jahr 2013 etwa fand man, dass eine 800 Kilometer lange Bergkette namens Janiculum Dorsa die Kruste des Mondes um bis zu einem halben Kilometer gesenkt hat. Die hauptsächlich aus Wassereis bestehende Kruste müsste bei der Entstehung des Gebirges also warm gewesen sein, so die Schlussfolgerung damals. Als Wärmequelle kam ein Ozean im Untergrund in Frage.

          Weitere verborgene Wasserreservoire

          Die jüngsten Ergebnisse von Beuthe und seinen Kollegen zeigen nun, dass dieses verborgene Meer offenbar bis heute vorhanden ist. Damit bietet es ein potentielles Habitat für mikrobakterielles Leben. Auch auf anderen Monden des Saturns, einigen Jupitermonden und dem Zwergplaneten Pluto vermutet man unter ihren Oberflächen verborgene Wasserreservoire. Ob es dort wirklich Leben gibt, können wohl erst zukünftige Raumsonden zeigen, die in der Lage sind, auf den betreffenden Himmelskörpern zu landen und durch Bohrungen zu dem flüssigen Wasser vorzudringen.

          Solche Missionen werden derzeit aber nicht ernsthaft geplant. Gerade bei Dione würde ein solches Unterfangen schwierig werden, denn die Kruste des Mondes ist besonders dick. Auf der rund minus 190 Grad kalten Oberfläche selbst kann Wasser in flüssiger Form nicht existieren. Bessere Chancen bietet der Nachbarmond Enceladus: Dessen Eiskruste ist so dünn, dass an seinem Südpol Wasser aus mehreren Geysiren ins Weltall schießt.

          Quelle: F.A.Z.

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