http://www.faz.net/-gwz-8xn7t

Infrarotastronomie : Wie unsere Sonne, nur viel jünger

Künstlerische Darstellung des Epsilon-Eridani-Systems mit zwei Asteroidengürteln und einem Planeten Bild: NASA/SOFIA/Lynette Cook

Dass das nahe Planetensystem Epsilon Eridani dem unsrigen sehr ähnlich ist, vermutete man schon länger. Nun hat das Sofia Observatorium gezeigt, dass die Ähnlichkeiten noch weiter gehen als vermutet.

          Planetensysteme bestehen nicht nur aus dem zentralen Stern und den umlaufenden Planeten, sondern immer auch aus jeder Menge Staub und Schutt. Die Anziehungskraft von Planeten auf das Material in ihrer Umgebung lässt kleine Felsbrocken, sogenannte Planetesimale, miteinander kollidieren und sich gegenseitig zu Staub zermahlen.

          Sibylle Anderl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Die Überreste der Kollisionen bilden daraufhin eine Trümmerscheibe um den Stern. Umlaufende Planeten sammeln den Staub auf ihren Bahnen auf und erzeugen charakteristische Lücken in der Scheibe. Die Struktur der Trümmerscheibe enthält daher wichtige Informationen über die Geschichte und den Aufbau des planetaren Systems.

          Astronomie-Flugzeug „Sofia“

          In unserem Sonnensystem sind der Asteroidengürtel und der Kuipergürtel auf diese Weise entstanden. Nun wurde auf der Grundlage von Daten des Flugzeug-Observatoriums Sofia die Trümmerscheibe des nur 10,5 Lichtjahre entfernten Sterns Epsilon Eridani untersucht. Dieser Stern ähnelt unserer Sonne zu einem Zeitpunkt, als sie nur knapp eine Milliarde Jahre alt war. Frühere Beobachtungen des Systems lieferten Hinweise auf die Existenz eines jupiterähnlichen Planeten auf einer ähnlichen Umlaufbahn wie unser Gasriese.

          Die Studie einer internationalen Gruppe von Astronomen um Kate Su  zeigt nun, dass Epsilon Eridani von mindestens zwei Trümmerringen umgeben zu sein scheint: einem kalten, bereits bekannten, der unserem Kuipergürtel ähnelt, und einem oder zwei warmen, deren innerster Abstand zum Stern dem unseres Asteroidengürtels entspricht.

          Weitere Themen

          Wenn sich die Sterne schneuzen Video-Seite öffnen

          Perseiden : Wenn sich die Sterne schneuzen

          Am Wochenende wird es Sternschnuppen regnen. „Perseiden“ heißen die Meteore, die alljährlich im August in die Erdatmosphäre eintreten. Wir verraten, wo man sie am besten sehen kann.

          Erster Ikea Indiens eröffnet Video-Seite öffnen

          Billy und Biryani : Erster Ikea Indiens eröffnet

          Bei der Planung achtete das Unternehmen auf die Landesgewohnheiten. So findet man hier, anders als in anderen Filialen, unter anderem traditionelle indische Teppiche und auch das Essen ist dem lokalen Geschmack angepasst.

          Topmeldungen

          Wie viel Geld sollen die Älteren bekommen und wie viel die Jüngeren?

          F.A.Z. exklusiv : Koalition plant großes Sozialpaket

          Das Kabinett verschiebt überraschend die Rentenpläne von Arbeitsminister Heil. Denn die Regierung will sie mit etwas anderem verknüpfen.
          Nicht nur lästig, sondern auch gefährlich.

          Wider den Wechsel-Wahn : Häufige Passwortwechsel nützen wenig

          Regelmäßig das Kennwort zu ändern ist Pflicht in vielen Unternehmen. Die lästige Übung alle 60 oder 90 Tage bringt aber keineswegs mehr Sicherheit. Doch was könnte helfen?
          Chinas neue Seidenstraße soll perspektivisch von Duisburg über Djibouti bis nach Jakarta führen.

          Neue Seidenstraße : Malaysia gibt China einen Korb

          Mit gewaltigen Infrastrukturprojekten will sich China neue Handelswege nach Europa und Afrika erschließen. Doch Malaysia spricht von „Kolonialismus“ – und sagt Projekte mit einem Umfang von 20 Milliarden Dollar ab.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.