http://www.faz.net/-gwz-8wg31

Space X : Elon Musk schickt recycelte Rakete ins All

  • Aktualisiert am

Die Falcon 9-Rakete hebt ab. Bild: AFP

Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk hat erstmals eine Rakete wiederverwendet. Der Tesla-Chef jubelt und verkündet gleich das nächste große Ziel.

          Das private amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erstmals einen Satelliten mit einer wiederverwendeten Antriebsrakete ins Weltall geschickt. Die Rakete startete in der Nacht zum Freitag pünktlich um 0.27 Uhr (MESZ, 18.27 Uhr Ortszeit) vom Kennedy Space Center im Bundesstaat Florida. Knapp zehn Minuten später landete die Falcon-9-Rakete auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik. Die zweite Stufe der Rakete brachte den Satelliten SES-10 in seine Umlaufbahn, der Signale nach Südamerika und Mexiko weiterleiten soll.

          SpaceX-Gründer und Tesla-Chef Elon Musk feierte den Einsatz als „unglaublichen Meilenstein in der Geschichte des Weltalls“. 15 Jahre hatten Entwickler laut Musk an der Wiederverwendbarkeit von Antriebsraketen gearbeitet, mit der Raumfahrt-Missionen deutlich günstiger werden sollen. Der Start einer solchen Rakete kostet SpaceX zufolge mindestens 62 Millionen Dollar (58 Mio Euro). Durch die mehrmalige Verwendung könnten die Kosten deutlich sinken. Die erste Stufe der jetzt verwendeten Rakete war im April 2016 im All gewesen.

          „Dies wird eine riesige Revolution für die Raumfahrt sein“, sagte Musk. Bisher seien Antriebsraketen mit Flugzeugen vergleichbar, die man nach jedem Flug entsorge. „Wir haben bewiesen, dass etwas möglich ist, das viele Menschen nicht für möglich gehalten haben.“ Das nächste Ziel sei es, eine Rakete innerhalb von 24 Stunden nochmals starten lassen zu können. 2018 will Musk zudem eine Mondumrundung mit Touristen schaffen. Raumfahrt-Fans, die den Einsatz im SpaceX-Hauptquartier südlich von Los Angeles in Kalifornien mitverfolgten, jubelten während jeder der erfolgreich abgeschlossenen Phasen begeistert. Die Landung auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik war SpaceX schon früher gelungen. Zudem hatte das Unternehmen 2012 als erste Privatfirma mit einer Falcon-9 einen Raumfrachter zur Internationalen Raumstation ISS befördert.

          Im nächsten Jahr : SpaceX will Weltraumtouristen um den Mond fliegen

          Quelle: bfch./dpa

          Weitere Themen

          Letzter Raketenstart vor „Irma“ Video-Seite öffnen

          Florida : Letzter Raketenstart vor „Irma“

          Das Raumfahrtunternehmen Spacex schickte vor Eintreffen des Rekordsturms „Irma“ in Florida noch eine seiner Falcon 9-Raketen ins All. Jetzt steht der Alarmzustand auf Hurcon-4 - das ist die höchste Stufe der „Hurricane Condition“.

          Topmeldungen

          Sorge um Iran-Atomabkommen : „Große Konflikte und Gefahren“

          Weil die Amerikaner als einzige nicht zufrieden sind, könnte das Iran-Abkommen „zerstört“ werden, warnt Außenminister Sigmar Gabriel. Angesichts der Atomkrise mit Nordkorea brauche man keine weitere, hieß es nach einer Sechserrunde in New York.
          Janet Yellen ist die Chefin der amerikanischen Notenbank Federal Reserve

          Historische Wende : Fed dreht den Geldhahn langsam zu

          Die Federal Reserve gibt den Einstieg in den Austieg bekannt. Die Stimulierung der Märkte soll nach und nach zurückgefahren werden. Es geht um Anleihen im Wert von knapp 4,5 Billionen Dollar.
          Abu Walaa, der als einer der einflussreichsten Prediger der deutschen Salafisten-Szene galt, auf einem Video-Screenshot.

          Terror-Prozess in Celle : Wichtiger Zeuge kann wohl nicht aussagen

          Beim Verfahren gegen eine mutmaßliche Führungsfigur des Islamischen Staats in Deutschland wird ein Zeuge offenbar fehlen: Für einen V-Mann, der Abu Walaa und die Salafistenszene ausspioniert hatte, soll eine Aussage zu gefährlich sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.