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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Schwarzes Loch Ein hungriges Monster

 ·  Glücklicher Moment der Astronomie: Das Schwarze Loch unserer Milchstraße ist beim Naschen ertappt worden.

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Es könnte der ideale Versteckspieler sein. Vier Millionen Sonnenmassen bringt das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße auf die „Waage“. Und wie für ein ordentliches Schwarzes Loch üblich, ist alles für immer verloren, was es einmal aufsaugt. Nicht einmal das Licht kann ihm entkommen. Für optische Teleskope ist das Objekt daher völlig unsichtbar. Und doch verrät es sich, wenn es einmal einen Asteroiden, eine Gaswolke oder einen Stern verschluckt. Bevor sein Futter nämlich auf Nimmerwiedersehen verschwindet, heizt es sich auf 100 Millionen Grad auf - eine Temperatur siebenmal so hoch wie im Inneren der Sonne. Und was heiß ist, leuchtet, in diesem Fall im Bereich der energiereichen Röntgenstrahlung. Auf diese Weise haben amerikanische Astronomen das Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie gewissermaßen beim „Naschen“ erwischt.

Aufflackernde Röntgenstrahlung

Im Juli richteten die Forscher ihr neues Weltraum-Röntgenteleskop „Nustar“ zwei Tage lang auf die Radioquelle „Sagittarius A*“ im Sternbild Schütze, hinter der sich das Schwarze Loch verbirgt. Die nacheinander von Nustar aufgenommenen Bilder zeigen ein Aufflackern der Röntgenstrahlung, das nur wenige Stunden andauerte.

Dass die Forscher das Loch ausgerechnet während dieser kurzen Messkampagne bei einer Mahlzeit erwischten, war reines Glück. Denn anders als andere Riesenlöcher in fernen (und damit jüngeren) Galaxien „frisst“ unser Loch nur noch selten und wenig. Offenbar hat es seine nähere Umgebung im Laufe der Jahrmilliarden abgeerntet.

Spion für Schwarze Löcher

Der Nustar-Satellit war erst im vergangenen Juni von der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa gestartet worden. Sein Teleskop ist das erste, das in der Lage ist, scharfe Bilder im Bereich der energiereichen Röntgenstrahlung von zehn Kiloelektronvolt und mehr zu machen. Nustar soll in den kommenden Jahren weitere Schwarze Löcher beobachten und unsere Kenntnisse über diese exotischen Himmelsobjekte erweitern. Das gefräßige Loch in der Milchstraße kann uns übrigens nicht gefährlich werden: Obwohl es das nächstgelegene dieser Größenklasse ist, trennen uns immer noch rund 30000 Lichtjahre von seinem Einflussbereich. So weit reicht sein Hunger dann aber doch nicht.

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