05.02.2007 · Ein gewaltiges Wolkensystem, das die Nordpolarregion des Saturnmondes Titan einhüllt, ist Ende Dezember vergangenen Jahres von der amerikanischen Raumsonde Cassini entdeckt worden. Auf zwei Wochen später aufgenommenen Fotos war es immer noch zu sehen.
Ein gewaltiges Wolkensystem, das die Nordpolarregion des Saturnmondes Titan einhüllt, ist Ende Dezember vergangenen Jahres von der amerikanischen Raumsonde Cassini entdeckt worden. Auf zwei Wochen später aufgenommenen Fotos war es immer noch zu sehen.
Einige Wissenschaftler haben mit der Entdeckung gerechnet, seit Cassinis Radaranlage insbesondere nahe dem Nordpol Titans ebene Strukturen aufgespürt hat, die sie als große Seen interpretieren. Einige von diesen scheinen mit Methan gefüllt zu sein, bei anderen ist nach Meinung der Forscher das Methan verdampft, wodurch Methanwolken entstanden wären.
Jahreszeitliches Phänomen?
Das Wolkensystem ist halb so groß wie die Vereinigten Staaten und erstreckt sich über ungefähr 2400 Kilometer. Es reicht bis in sechzig Grad nördlicher Breite. Bis vor kurzem war es im winterlichen Schatten verborgen. Beobachtungen von der Erde aus stützen die Vermutung, dass die Wolken - vielleicht auch über der Südpolarregion - im jeweiligen Frühling entstehen und erst kurz vor dem nächsten Winter, nach etwa 25 Erdjahren, verschwinden. Ein Jahr auf dem Titan entspricht knapp dreißig Erdjahren.