Home
http://www.faz.net/-gx0-u66h
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Saturnmond Titan Ein riesiges Wolkensystem aus Methan?

05.02.2007 ·  Ein gewaltiges Wolkensystem, das die Nordpolarregion des Saturnmondes Titan einhüllt, ist Ende Dezember vergangenen Jahres von der amerikanischen Raumsonde Cassini entdeckt worden. Auf zwei Wochen später aufgenommenen Fotos war es immer noch zu sehen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (0)

Ein gewaltiges Wolkensystem, das die Nordpolarregion des Saturnmondes Titan einhüllt, ist Ende Dezember vergangenen Jahres von der amerikanischen Raumsonde Cassini entdeckt worden. Auf zwei Wochen später aufgenommenen Fotos war es immer noch zu sehen.

Einige Wissenschaftler haben mit der Entdeckung gerechnet, seit Cassinis Radaranlage insbesondere nahe dem Nordpol Titans ebene Strukturen aufgespürt hat, die sie als große Seen interpretieren. Einige von diesen scheinen mit Methan gefüllt zu sein, bei anderen ist nach Meinung der Forscher das Methan verdampft, wodurch Methanwolken entstanden wären.

Jahreszeitliches Phänomen?

Das Wolkensystem ist halb so groß wie die Vereinigten Staaten und erstreckt sich über ungefähr 2400 Kilometer. Es reicht bis in sechzig Grad nördlicher Breite. Bis vor kurzem war es im winterlichen Schatten verborgen. Beobachtungen von der Erde aus stützen die Vermutung, dass die Wolken - vielleicht auch über der Südpolarregion - im jeweiligen Frühling entstehen und erst kurz vor dem nächsten Winter, nach etwa 25 Erdjahren, verschwinden. Ein Jahr auf dem Titan entspricht knapp dreißig Erdjahren.

Quelle: F.A.Z., 05.02.2007, Nr. 30 / Seite 32
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Das Gespenst Gentechnik geht

Von Joachim Müller-Jung

Während fast überall auf der Welt neue Nutzpflanzen gezüchtet werden, sinkt das Interesse für die grüne Gentechnik in Deutschland und Europa ständig. Auf dem Acker fahren wir im Rückwärtsgang. Die EU-Kommission versucht das zu ändern. Mehr 9 7