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„Rosetta“-Mission : Philae ist aufgewacht

  • Aktualisiert am

Leider nur eine Bildmontage: Der Felsspalt, in dem Philae klemmt, ist deutlich finsterer Bild: dpa

Nach seiner holprigen Landung auf dem Kometen 67P fiel das Landemodul der Raumsonde Rosetta in einen Winterschlaf. Nun gibt es ein Signal von Philae – die Sonde ist offenbar wieder betriebsbereit.

          Schon mehrfach hatten die Wissenschaftler der „Rosetta“-Mission versucht, Kontakt zu ihrer kühlschrankgroßen Sonde aufzunehmen, bislang vergebens. Nun funktionierte es endlich: Am Samstag Abend um 22.28 Uhr erhielt die ESA wieder ein Signal ihres Landers.

          „Philae geht es sehr gut: Er hat eine Betriebstemperatur von minus 35 Grad Celsius und verfügt über 24 Watt“, sagte Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln. „Der Lander ist somit betriebsbereit.“ 85 Sekunden lang hielt Philae den Kontakt zum Bodenteam – das erste Lebenszeichen seit seinem Winterschlaf.

          Bei der Analyse seiner Statusdaten zeigte sich, dass Philae auch zuvor schon wach gewesen sein muss: „Wir haben auch historische Daten erhalten – bisher war dem Lander allerdings noch nicht gelungen, mit uns Kontakt aufzunehmen.“ Nun warten die Wissenschaftler auf den nächsten Kontakt. In Philaes Speichermedien stecken noch weitere achttausend Datenpakete, die dem DLR-Team Aufschluss darüber geben werden, wie es Philae in den vergangenen Tagen auf Komet Tschurjumov-Gerassimenko ergangen ist.

          Rund 300 Datenpakete hatte Philae schon geschickt. Die Sonde war nach der spektakulären, aber holprigen Landung auf dem Kometen – und zum Glück nach der Absolvierung des ersten 60-stündigen Aufgabensets – am 15. November vergangenen Jahres in einen Kälteschlaf gefallen.

          Weil die Landung wegen klemmender Harpunen nicht plangemäß ablief, machte Philae zwei Sprünge, um vermutlich an einem Felsabhang zu landen. Die genaue Position der Sonde ist bislang noch nicht ganz klar. Zwischen dem Gestein kam nicht genug Licht an die Solarpaneele, sodass dem Gerät bald der Strom ausging. Nun nimmt der Komet Kurs auf die Sonne, es wird also täglich heller und wärmer auf der Oberfläche.

          Die ESA hat für heute Nachmittag eine Pressekonferenz angekündigt.

          Quelle: FAZ.NET/ dien.

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