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Raumfahrtgipfel der Esa Start frei für neue Ariane

 ·  Der Esa-Ministerrat hat in Neapel getagt. Die Verhandlung der Delegierten der zwanzig Mitgliedstaaten waren angesichts der europäischen Finanzkrise schwierig. Doch zum Schluß hat man sich zur Zufriedenheit aller geeinigt.

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Mit unerwartet großer Einigkeit hat Europa hat  die Weichen für die Zukunft einer gemeinsamen Raumfahrt gestellt. Die Europäische Weltraumorganisation Esa werde in den kommenden Jahren rund  zehn Milliarden Euro in die Entwicklung der Raumfahrt investieren, sagte Jean-Jacques Dordain, der Generaldirektor der Esa  am Mittwoch in Neapel zum Abschluss der zweitägigen Beratungen des Esa-Ministerrates. Angesichts der derzeitigen ökonomischen Bedingungen sei das ein „großer Erfolg“. Er habe nicht erwartet, dass die Verhandlungen „so einfach“ verlaufen würden. Alle 20 Mitgliedsstaaten hätten damit anerkannt, dass
Investitionen in die Raumfahrt auch Investitionen in die Gesamtwirtschaft seien.

Als strategische Ziele nannte Dordain den Ausbau der Wissenschaft, die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und die Verbesserung der  Dienstleistungen. Schwerpunkte seien dabei unter anderem die Fortsetzung der Nutzung der Internationalen Raumstation ISS, die Entwicklung der leistungsfähigeren Trägerrakete Ariane 5 ME (Midlife Evolution) und die Beteiligung Europas mit einem Servicemodul am künftigen bemannten Raumschiff der Nasa, „Orion“. Damit ist Europa auch an der nächsten Mondmission der Amerikaner beteiligt.

Der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Johann-Dietrich Wörner, sagte der Nachrichtenagentur dapd, die Ergebnisse von Neapel seien „gut für Europa und die europäische Raumfahrt“. Für ihn sei besonders wichtig, dass zwischen der Esa und der Europäischen Union ein gemeinsamer Weg gefunden worden sei. Denn seit der Lissabon-Konferenz habe ja auch die EU eine Kompetenz in
der Raumfahrt. „Heute wurde nun ein Papier verabschiedet, in dem die Esa neben ihren Standardmethoden der Wahl- und Pflichtprogramme, die nach ihren Regeln arbeiten, jetzt die Möglichkeit eröffnet, ganz gezielt auch Programme für die Europäische Union abzuarbeiten, zu
managen und umzusetzen.“ Zudem werde die ISS fortgesetzt, die Kooperation mit den USA gestärkt und die Trägerfrage gelöst. „Alles im allem haben wir jetzt ein rundes Progamm der Raumfahrt, mit dem jemand, der wie ich daran beteiligt war, zufrieden sein kann“, betonte Wörner.

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