Home
http://www.faz.net/-gx0-owv2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Raumfahrt "Spaceship One" in 64 Kilometern Höhe

14.05.2004 ·  Ein privat finanziertes Raumschiff hat am Donnerstag über der kalifornischen Mojave-Wüste einen neuen Höhenrekord aufgestellt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Das ausschließlich privat finanzierte Raumschiff "Spaceship One" der amerikanischen Firma Scaled Composites hat am Donnerstag mit dem Piloten Mike Melvill an Bord eine Flughöhe von 64 Kilometern erreicht.

Es gilt als erfolgversprechender Anwärter auf den sogenannten X Prize einer in St. Louis ansässigen Stiftung, der mit einem Preisgeld in Höhe von zehn Millionen Dollar verknüpft ist. Der Preis, der bis zum 1. Januar 2005 erworben werden muß, weil er anschließend verfällt, ist für den ersten privaten bemannten Raumflug ausgeschrieben worden. Voraussetzung für den Erwerb sind zwei Flüge eines ohne Regierungsmittel finanzierten Raumschiffs bis an die Grenze des Weltraums - in hundert Kilometer Höhe - mit dreiköpfiger Besatzung innerhalb von zwei Wochen.

Schallgeschwindigkeit durchbrochen

"Spaceship One" wird von einem Trägerflugzeug ("White Knight") in die Luft gebracht und dort ausgeklinkt. Nach einem Steilflug kehrt es gleitend zur Erde zurück. Die Tests finden in der Mojave-Wüste statt. Im August vergangenen Jahres hatte "Spaceship One" seinen ersten Gleitflug absolviert. Im Dezember hatte es mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1488 Kilometern pro Stunde erstmals die Schallgeschwindigkeit durchbrochen.

Mit dem Piloten Brian Binnie hatte es seinerzeit eine Flughöhe von 20 700 Metern erreicht. Es wird vermutet, daß die Firma Scaled Composites, die Burt Rutan - einem bekannten Konstrukteur extrem leichter Flugzeuge - gehört, schon in wenigen Wochen einen Angriff auf das Preisgeld starten wird.

Quelle: G.P. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.05.2004, Nr. 113 / Seite 7
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Das Gespenst Gentechnik geht

Von Joachim Müller-Jung

Während fast überall auf der Welt neue Nutzpflanzen gezüchtet werden, sinkt das Interesse für die grüne Gentechnik in Deutschland und Europa ständig. Auf dem Acker fahren wir im Rückwärtsgang. Die EU-Kommission versucht das zu ändern. Mehr 9 7