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Raumfahrt Raumsonde Voyager 1 immer noch intakt

27.09.2006 ·  Nichts Irdisches ist weiter von der Erde entfernt als die „Voyager 1“-Sonde. 1977 gestartet, sendet der Forschungsroboter immer noch Daten. Über die Physik am Rande des Sonnensystems gibt es nun überraschende Erkenntnisse.

Von Günter Paul
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Am Rande des Sonnensystems herrschen andere physikalische Bedingungen, als die Forscher bis vor kurzem geglaubt hatten. Das haben die Messungen der amerikanischen Raumsonde Voyager 1 in den vergangenen Monaten gezeigt.

Die im Jahr 1977 gestartete Sonde ist so weit von der Sonne entfernt wie kein anderes von Menschen hergestelltes Objekt. Am 15. August betrug ihre Distanz von unserm Zentralgestirn hundert Astronomische Einheiten, was hundertmal dem mittleren Abstand von der Erde zur Sonne (15 Milliarden Kilometer) entspricht. Die Schwestersonde Voyager 2 ist dagegen erst 80 Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt.

Sonnenwind viel schwächer als gedacht

Voyager 1 hatte zunächst die Planeten Jupiter und Saturn samt Monden und danach auch Uranus und Neptun erkundet. Im Dezember 2004 gelangte die Sonde am Rande des Sonnensystems in den Bereich der Stoßfronten, in dem der Sonnenwind plötzlich langsamer wird. Diese äußerste Zone der Heliosphäre wird durch den sogenannten Magnetosheath-Bereich - den die Sonde um 2015 erreichen wird - zum interstellaren Raum hin begrenzt.

Zu den überraschenden Messungen von Voyager 1 gehört, daß das Magnetfeld des Magnetosheath-Bereichs, das normalerweise um 0,1 Nanotesla beträgt, plötzlich auf 0,01 Nanotesla fallen oder sich verdoppeln kann. Der Sonnenwind ist in der Zone nicht nur einfach gesunken, sondern liegt sogar nur noch bei einem Zehntel des erwarteten Wertes.

Quelle: G.P. / F.A.Z., 27.09.2006
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Jahrgang 1946, freier Autor im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

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