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Raumfahrt Esa-Bodenstation für ferne Satelliten

Europa hat eine neue Bodenstation für interplanetare Missionen und Weltraumteleskope. Ihr Sitz ist in der Pampa Amarilla in Argentinien. Heute ist die Anlage feierlich eröffnet worden.

© Esa Vergrößern Die neue Esa-Bodenstation für Satelliten in Argentinien mit ihrem 35-Meter-Teleskop.

Die europäische Weltraumagentur Esa hat heute offiziell eine neue Bodenstation für Satelliten  in Betrieb genommen, mit der sie präzise über einen weiten Bereich die Bahnen von Raumsonden verfolgen kann. Der Sitz der Anlage mit ihrem 35 Meter Teleskop ist die Hochebene der Pampa Amarilla in Argentinien bei MaIargüe.  Die Antenne mit der Bezeichnung DSA 3 (deep-space antenna 3) wird Anfang kommendes Jahr ihre eigentliche Arbeit aufnehmen und die wissenschaftlichen Daten von den aktiven Raum- und Landesonden sowie von den Orbitern  in Hunderten von Millionen Kilometern Entfernung in unserem Sonnensystem registrieren. Wegen der großen Entfernung von der Erde benötigen die interplanetaren Missionen  eine möglichst präzise Ausrichtungen. Mit der Satellitenbodenstation in Malargüe ist dann das aus drei Stationen bestehende Antennennetz der Esa  für interplanetare Missionen vollständig.

Manfred Lindinger Folgen:  

Drei Esa-Standbeine zur Satelliten-Kontrolle

DSA 1 steht in New Norcia in Australien,  DSA 2 im spanischen Cebreros.  Jede  Bodenstation ist einer  Parabolantennen mit 35 Metern Durchmesser ausgerüstet, die für jetzige und künftige Missionen der Esa, darunter  Planetenmissionen und Weltraumteleskope die erforderliche  Reichweite und schnellere Datenübertragung ermöglichen. Außer der europäischen Raumfahrtagentur verfügt auch die amerikanische Weltraumbehörde Nasa mit ihrem „Deep Space Network“ über eine ähnliche Einrichtung.

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Der Standort in der Pampa Amarilla  „Gelbe Pampa„) wurde 2009 ausgewählt. Die Bauarbeiten begannen im Januar 2010, im Frühjahr 2012 war die Analage weitgehend fertiggestellt. Am 14. Juni 2012 wurden die ersten Testsignale der Sonde Mars Express empfangen, die in rund 190 Millionen Kilometer Entfernung den roten Planeten umkreist. Wie alle DSA-Stationen wird die Anlage in Malargüe für tägliche Bahnverfolgungsbefehle und das Herunterladen wissenschaftlicher Daten vom Raumflugkontrollzentrum  (Esoc) der Esa in Darmstadt aus ferngesteuert.

Mars, Mars-Express, Esa © Esa Vergrößern Dieses Bild von Mars-Express wurde von DSA-3 empfangen.

"Mit der Malargüe-Station ist die ESA nun eine von nur zwei Weltraumorganisationen weltweit, die in der Lage sind, interplanetare Missionen ohne Unterbrechungen zu verfolgen", erklärte Jean-Jacques Dordain, der Generaldirektor der Esa. „Die Station Malargüe kann X- und Ka-Band-Signale empfangen und hat somit eine signifikant verbesserte Fähigkeit, große Datenmengen aus weiter Entfernung zu empfangen“, sagt Roberto Maddè, Projektleiter der Station am Satellitenkontrollzentrum der Esa in Darmstadt  
 

 „Sobald Malargüe 2013 in den regulären Betrieb geht, wird die Station Wissenschaftsmissionen wie Mars Express, Venus Express, Rosetta und zukünftig auch Gaia, BepiColombo, ExoMars, Solar Orbiter, Euclid und Juice unterstützen“, erklärte Alvaro Giménez Cañete, ESA-Direktor für Wissenschaft und Roboterexploration. Die Bodenstation  in Argentinien hat 50 Millionen Euro gekostet.

Quelle: F.A.Z.

 
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