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Montag, 13. Februar 2012
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Raumfahrt Auf in den Weltraum

16.04.2010 ·  Präsident Barack Obama hat in Sachen Perspektiven für das amerikanische Raumfahrtprogramm nachgebessert: Aber allen seinen Kritikern kann er es dabei unmöglich recht machen.

Von Günter Paul
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Die im Februar verkündeten Vorstellungen des Präsidenten zur Zukunft der amerikanischen Raumfahrt sind in den Vereinigten Staaten auf so heftige Kritik gestoßen, dass Obama sich bemüßigt gesehen hat, sie – geringfügig verändert – noch einmal, und diesmal in schillernden Farben, zu präsentieren.

Seit Kennedy die Nation zum bemannten Flug zum Mond aufgerufen hat, um die Sowjetunion im Weltraum zu überflügeln, hatten alle Amtsinhaber im Weißen Haus Schwierigkeiten, Visionen zu verwirklichen. Schon weil sie keine großen finanziellen Zusagen machen konnten, mussten ihre Vorstellungen scheitern. Aus den kleinmütig betriebenen Plänen der beiden Präsidenten Bush senior und Bush junior konnte letztlich nichts werden.

Buzz Aldrin und die Vorgänger

Obama hat erkannt, dass es des großen Wurfs bedarf und dieser nur Erfolg haben kann, wenn auch der Weg zum Ziel zukunftsträchtig ist. Der bemannte Flug zum Mond ist für ihn uninteressant, weil er schon vor gut vierzig Jahren verwirklicht wurde, und der bemannte Flug darüber hinaus setzt zunächst einmal die Bereitstellung moderner Technik voraus. Sie zu schaffen hat für Obama Vorrang, und er hat noch einmal deutlich gemacht, dass er darin die größte Herausforderung der Nation in Weltraumfragen sieht. Bewusst hat er dabei den Mondfahrer Buzz Aldrin erwähnt, der das Fehlen von Zukunftsvisionen kritisiert hatte.

Düstere Aussichten an der Startrampe ins All: Die "Discovery" st auf einem ihrer letzten Space-Shuttle-Flüge im All und Ende 2010 will die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA ihre Raumfähren-Flotte außer Dienst stellen. In Florida fürchten tausende Arbeiter des Space-Shuttle-Programms um ihre Jobs.

Ob es tatsächlich, wie der Präsident ausgemalt hat, bald nach 2025 zu einem Flug zu einem Asteroiden oder bald nach 2035 zu einem Flug um den Mars kommen wird, ist dabei zweitrangig. Sein zweites Thema richtet sich direkt an die Menschen vor allem in Florida, die angesichts der letzten Shuttle-Flüge um ihre Jobs fürchten. Nicht er habe zur Beendigung des Shuttle-Programms aufgerufen, sondern sein Vorgänger.

Im Übrigen entstünden gerade durch seine Vorstellungen, der Industrie die Entwicklung von Transportmitteln für den erdnahen Weltraum und deren Vermarktung zu übergeben, viel mehr Arbeitsplätze, als unter Präsident Bush zu erwarten gewesen wären. Zusätzlich werde er ein spezielles Förderprogramm zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in Florida ins Leben rufen. Dass er sich ernsthaft Gedanken über eine glänzende und gleichzeitig realistische Zukunft der Nasa gemacht hat, nimmt man ihm ab. Dass er nicht allen gerecht werden kann, versteht sich von selbst.

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