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Private Raumkapsel „Dragon“ Start ohne Staat

Die amerikanische Raumkapsel „Dragon“ ist zu ihrem ersten kommerziellen Flug zur Raumstation ISS gestartet. An Bord sind mehr als 400 Kilogramm Ausrüstung.

© dapd, reuters Erster privater Raumtransporter ins All gestartet

Mit einem Gefrierschrank für Laborproben und weiteren 400 Kilogramm Ausrüstung ist die amerikanische Raumkapsel „Dragon“ an Bord der Privatrakete „Falcon 9“ am Sonntagabend in Florida zu ihrem ersten kommerziellen Flug ins All gestartet. Die unbemannte Kapsel, die sich etwa zehn Minuten nach dem Start in Cape Canaveral von der Rakete löste, wird voraussichtlich am Mittwoch an der Internationalen Raumstation (ISS) andocken.

Anschließend wird sie von der ISS-Kommandantin Sunita Williams und der Crew etwa drei Wochen lang entladen, bevor die Kapsel Ende Oktober eine Tonne defektes Material und wissenschaftliche Experimente zur Erde zurücktransportiert. Das Unternehmen SpaceX, das die Kapsel herstellte, wird die „Dragon“ im Auftrag der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa in den kommenden Jahren noch weitere elf Mal zur ISS schicken, um die Besatzung mit wissenschaftlicher Ausrüstung, Lebensmitteln und Bekleidung zu versorgen.

Private Space © dapd Vergrößern Der Falke fliegt: Das Bild vom Start wurde im Port Canaveral aufgenommen, Belichtungszeit 71 Sekunden.

„Mit der Kapsel können wir nicht nur Nachschub nach oben transportieren, sondern auf dem Rückweg auch gefrorene Experimente und Proben zur Erde bringen. Damit haben wir einen Meilenstein erreicht“, sagte der Leiter des ISS-Programms, Mike Suffredini, dem Fernsehsender CBS. Als die Nasa ihr Raumfahrtprogramm im vergangenen Jahr einstellte, hatte das Privatunternehmen SpaceX für 1,6 Milliarden Dollar die Transportflüge übernommen. Vor fünf Monaten war es der „Dragon“ das erste Mal gelungen, bei einem Probeflug an der ISS festzumachen.

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Quelle: F.A.Z.

 
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