17.07.2007 · Die europäische Sonde Venus Express umkreist zwar den Planeten, doch die dichte Atmosphäre versperrt jeden Blick auf die Venus-Oberfläche der Venus. Gesucht werden daher weiterhin aktive Vulkane. Ein Datenvergleich soll Aufschluss geben.
Wie es auf der Oberfläche der Venus aussieht, wissen die Astronomen nur bedingt, obwohl der Planet ein Nachbar der Erde ist. Rückschlüsse können sie aus den Radaraufnahmen ziehen, die die amerikanische Sonde Magellan in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts zur Erde übertragen hat, und aus einigen wenigen Panoramafotos weich gelandeter russischer Sonden.
Unter anderem bleibt bislang die Frage unbeantwortet, ob es auf dem Himmelskörper noch aktiven Vulkanismus gibt. Eine Antwort darauf versuchen die Forscher mit der europäischen Raumsonde Venus Express zu erhalten, die seit einigen Monaten den Planeten umkreist. Die Sonde hat ein Spektrometer an Bord, das Wärmebilder (auf dem Bild links) von der Venus liefert. Darauf müsste aktiver Vulkanismus rasch zu identifizieren sein.
Vergleich mit Magellan-Daten
Die Aufnahmen enthalten aber auch andere wichtige Informationen. Durch den Vergleich mit den Radardaten (auf dem Bild rechts) von Magellan, die Aussagen über Höhen von topographischen Strukturen enthalten, zeigen sie nämlich, wo überall die thermischen Unterschiede mehr als nur die Höhendifferenzen spiegeln. Dieser Zusammenhang jedenfalls scheint auf der Venus nicht selten zu sein.