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Observatorium „Sunrise“ Der Sonne entgegen

08.06.2009 ·  Heute startete das Sonnen-Observatorium „Sunrise“ zu einer fünftägigen Reise in der Stratosphäre rund um den Nordpol. Es soll Oberfläche und Magnetfelder der Sonne in bisher unerreichter Genauigkeit vermessen.

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Das Sonnen-Observatorium „Sunrise“ ist am Montag mit einem riesigen Helium-Ballon in die Höhe geschwebt. Neben weiteren Instrumenten enthalte „Sunrise“ das größte Sonnenteleskop, das jemals den Erdboden verlassen habe, berichtete das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im niedersächsischen Katlenburg-Lindau.

Das Observatorium startete von der europäischen Weltraumbasis „Esrange“ im nordschwedischen Kiruna zu einer fünftägigen Flugreise um den Nordpol. Es soll es aus einer Höhe von 37 Kilometern Daten der Sonne und ihres Magnetfeldes in bisher unerreichter Präzision liefern.

Beobachtungen ohne atmosphärische Störeffekte

Der Heliumballon, der bei voller Entfaltung einen Durchmesser von 130 Metern und ein Fassungsvermögen von etwa einer Million Kubikmetern besitzt, soll das Observatorium bis in eine Höhe von 37 Kilometern in die Stratosphäre tragen. Dort sind die störenden Effekte der Erdatmosphäre zu 99 Prozent ausgeschaltet.. Bisher deute alles darauf hin, dass die Systeme an Bord zuverlässig funktionieren.

Das Observatorium soll von den Polarwinden nun westwärts über den Nordatlantik, Grönland und Nordkanada getragen werden. Das Teleskop bleibt dabei auf die Sonne gerichtet. Er erwarte, dass „Sunrise“ die fein strukturierte Oberfläche der Sonne und die Verteilung der Magnetfelder mit einer Auflösung von bis zu 35 Kilometern sichtbar machen werde, sagte Sami K. Solanki, Geschäftsführender Direktor des MPS und Leiter der Mission. Außer dem MPS sind zahlreiche weitere wissenschaftliche Einrichtungen aus mehreren Staaten an „Sunrise“ beteiligt.

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