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Nikolaus Kopernikus Beisetzung im Frauenburger Dom

23.05.2010 ·  Vor fünf Jahren waren die Gebeine des berühmten Astronomen entdeckt, drei Jahre später durch DNA-Analysen als authentisch bestätigt worden. Jetzt hat Kopernikus im Norden Polens endgültig seine letzte Ruhestätte gefunden.

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Neue Ruhestätte ein knappes halbes Jahrtausend nach dem Tod: Der Astronom Nikolaus Kopernikus (1473 - 1543) ist am Samstag im Frauenburger Dom im Norden Polens feierlich bestattet worden. Die letzte Ruhestätte des weltberühmten Wissenschaftlers befindet sich unter einem Altar im rechten Seitenschiff der Kathedrale.

Das Grabmal aus schwarzem Granit spielt auf die revolutionäre Erkenntnis des Astronomen an, wonach die Erde um die Sonne kreist (heliozentrisches System). Erzbischof Jozef Zycinski erinnerte in seiner Predigt an die kirchlichen Versuche, die Theorie von Kopernikus in Frage zu stellen. Während der Religionskriege 1616 prangerte die Inquisition die Entdeckung als absurd und ketzerisch an, seine Schrift wurde auf den päpstlichen Index verbotener Literatur gesetzt. 1757 erkannte die katholische Kirche die Gültigkeit des kopernikanischen Weltsystems an. Erst 1993 rehabilitierte Papst Johannes Paul II. den als Ketzer verleumdeten Wissenschaftler.

Gebeine vor fünf Jahren gefunden

Der aus Thorn stammende Kopernikus hatte sich nach dem Studium in Krakau und Italien in Frauenburg als Domherr des ermländischen Domkapitels niedergelassen und dort bis zu seinem Tod gewirkt. In Frauenburg verfasste er sein Hauptwerk „De revolutionibus orbium coelestium“ (Über die Umläufe der Himmelskörper), in dem er seine Theorie erklärte. Damit hatte Kopernikus die Wissenschaft und das Weltbild revolutioniert. Die Gebeine des Astronomen waren vor fünf Jahren bei Grabungen in der Kathedrale gefunden worden. Eine DNA-Analyse drei Jahre später brachte Gewissheit, dass es sich tatsächlich um Kopernikus handelt.

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