Home
http://www.faz.net/-gwz-yhw9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Mond Wo die Strahlen der Sonne hinfallen

Wohin die Sonne nie kommt: Eine aus 1700 Bildern komponierte Darstellung des Südpolargebiets des Mondes zeigt, in welche der dort gelegenen Kraterbereiche immer im Schatten liegen.

© Nasa Vergrößern Blicke in die Ewige Nacht am Boden der großen Krater

In den Polargebieten der Erde gibt es je nach Jahreszeit die lange Polarnacht, in der die Sonne nie aufgeht, und den langen Polartag mit ständigem Sonnenschein. Auf dem Mond herrschen andere Verhältnisse. Die Krater in dessen Polargebieten sind nämlich so tief, dass ihre Böden selbst im Hochsommer keinen Sonnenstrahl empfangen.

Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat die Situation oberhalb von 88 Grad nördlicher und südlicher Breite jetzt genauer mit dem „Lunar Reconnaissance Orbiter“ untersucht. Diese Sonde hat das Südpolargebiet des Erdtrabanten sechs Monate lang immer wieder fotografiert. Insgesamt sind 1700 Bilder entstanden. Aufjedem Bild markierten die Forscher, welche Gebiete im Sonnenlicht lagen und welche nicht.

Die Überlagerung der Daten lieferte dann genauere Informationen darüber, wie lange innerhalb der Untersuchungsperiode die einzelnen Gegenden beleuchtet waren. Die „ewige Nacht“ herrscht nur am Boden der großen Krater. Die am längsten beschienenen Regionen erscheinen in dieser Darstellung am hellsten.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Curiosity Fettiger Marsboden?

Der Fund von langkettigen Fettsäuren in einer Bodenprobe auf dem Mars gibt Rätsel auf. Stammen die Moleküle wirklich vom Roten Planeten oder brachte sie der Marsrover Curiosity selbst von der Erde mit? Mehr Von Jan Hattenbach

04.04.2015, 11:47 Uhr | Wissen
Raumfahrt "Philae" steht vermutlich gekippt auf dem Kometen

Erste Bilder lassen darauf schließen, dass ein Bein des Minilabors ins All ragt. Das Forscherteam zeigt sich dennoch zuversichtlich. Mehr

14.11.2014, 11:59 Uhr | Wissen
Kometenmission Rosetta Ein Schweifstern ohne Magnetfeld

Der Kern des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko besitzt kein Magnetfeld. Das zeigen Messungen des Landemoduls Philae der europäischen Raumsonde Rosetta. Damit bleibt es weiter ein Geheimnis, wie 67P entstanden ist. Mehr Von Manfred Lindinger

14.04.2015, 18:32 Uhr | Wissen
Abenteuer Mit dem Traktor zum Südpol

Mit einer Traktor-Expedition zum Südpol will sich die Niederländerin Manon Ossevoort ihren Lebenstraum erfüllen. Die 38-Jährige bereitet sich derzeit im südafrikanischen Kapstadt auf ihre 4500 Kilometer lange Rundfahrt vor. Mehr

13.11.2014, 10:49 Uhr | Gesellschaft
Rosettas Weckruf Nr.2 Hallo Philae – aufwachen!

Das Landemodul der Raumsonde Rosetta ist noch immer verschollen. Die europäische Raumfahrtagentur Esa hat in der Nacht zum Sonntag einen zweiten Versuch gestartet, Philae zu reaktivieren. Mehr

11.04.2015, 14:29 Uhr | Wissen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.01.2011, 06:00 Uhr

Gesetzesfrust um Embryonen und Gene

Von Joachim Müller-Jung

Eine „heiße Kartoffel“, das ist Biopolitik heute. Klonen, Stammzellen, Gentechnik - nichts mehr wird in Berlin angefasst, obwohl selbst einfache Begriffe wie Embryo längst ungeklärt sind. Und die Forscher? Sie tun und jammern schüchtern. Mehr 6 13