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Neue Ziele der Nasa : Zu „Tschuri“ oder zum Titan?

  • Aktualisiert am

Die Drone Dragonfly hüpft auf dem Saturnmond Titan herum. Bild: Nasa

Die Nasa kündigt ihre Pläne für künftige unbemannte Raumfahrtmissionen an. Zwei Projekte haben es in die engere Wahl geschafft. Welches wird den Zuschlag erhalten?

          Den Saturn-Mond Titan und den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko hat die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa als zwei mögliche Ziele für eine neue Raumfahrt-Mission im kommenden Jahrzehnt auserkoren. „Dragonfly“, eine Art Drone, könnte mögliche Landeplätze auf dem größten Mond im Sonnensystem ausfindig machen, teilte die Nasa in Washington mit. Die „Caesar“ genannte Mission soll eine Probe aus dem Kern des Schweifsterns zurück zur Erde bringen, den von 2014 bis 2016 die europäische Raumsonde „Rosetta“ umkreiste.

          Das sei ein riesiger Schritt vorwärts in Richtung der nächsten „mutigen Mission“, sagte Nasa-Manager Thomas Zurbuchen vollmundig. „Es sind zwei spannende Untersuchungen, die einige der größten Fragen unseres Sonnensystems beantworten wollen.“

          Die beiden Missionen waren aus zwölf Vorschlägen ausgewählt worden und sollen gleichermaßen bis Ende 2018 mit jeweils vier Millionen Dollar finanziert werden. Im Frühjahr 2019 soll dann ein Projekt ausgewählt und verwirklicht werden. Diese Mission soll dann im Jahr 2025 starten.

          Es ist geplant, dass die Raumsonde Dragonfly an dutzenden Orten auf dem größten Saturn-Mond Titan landet. Sie soll Proben nehmen und untersuchen, die Zusammensetzung der Oberfläche bestimmen und prüfen, ob Leben auf dem Mond möglich wäre. Zuletzt hatte die Nasa-Sonde „Cassini“ den Saturn sowie seine Ringe und Monde, darunter Titan, untersucht. Das Landemodul „Huygens“, das die europäische Raumsonde zu Cassini besteuerte, war auf Titan abgesetzt worden. Es hat im Sinkflug die Atmosphäre und die Oberfläche des Saturnmondes erforscht.

          Die Raumsonde Caesar bohrt den Kern des Komenten „Tschuri“ an

          „Caesar“ soll eine Probe aus dem Kern des Kometen „Tschuri“ entnehmen und zurück zur Erde transportieren. Der Schweifstern war von Rosetta bei seinem Flug um die Sonne aus nächster Nähe observiert worden. Anfang November 2014 war das Landegerät „Philae“ auf der Oberfläche abgesetzt worden. Kurze Zeit später ging jedoch der Kontakt verloren. „Caesar“ soll die Herkunft und die Geschichte des Kometen genauer untersuchen.

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