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Veröffentlicht: 10.05.2016, 10:52 Uhr

Merkurtransit Der kleine Punkt vor der Sonnenscheibe

Am Montagnachmittag schob sich der Merkur vor die Sonnenscheibe. Wer das seltene Himmelsschauspiel beobachten wollte, brauchte in Teleskop und einen Spezialfilter vor dem Objektiv. Viele Volkssternwarten boten Sonderveranstaltungen an.

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© dpa Such den Merkur!

Besseres Wetter hätte es für die vielen Hobbyastronomen, die am Montagnachmittag den Merkurtransit verfolgten, nicht geben können. Strahlend blauer Himmel in großen Teilen Deutschlands. Nur in Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beeinträchtigten vereinzelte Quellwolken die Sicht. Doch nur wer ein ausreichend starkes Teleskop - mit einem entsprechend starken Filter zum Schutz für die Augen - zur Verfügung hatte, konnte auch tatsächlich beobachten, wie sich der innerste Planet unseres Sonnensystems vor die Sonnenscheibe schob.

Merkurtransit © dpa Vergrößern Hobbyastronomen verfolgen in Hamburg auf dem Gelände der Bergedorfer Sternwarte mit ihren Teleskopen, wie sich der Planet Merkur vor die Sonne schiebt.

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Allerdings war vom Merkur nicht viel mehr zu erkennen als ein schwarzer Punkt, und deshalb war er leicht zu verwechseln mit einem Sonnenflecken. Schließlich vermag der kleinste Planet - Merkur hat einen Durchmesser von etwa 4900 Kilometern - nur rund 0,004 Prozent der Sonnenscheibe zu verdecken. Der Merkurtransit begann um 13.12 Uhr mit dem Erscheinen des Planeten am Ostrand der Sonne und endete mit seinem Austritt am Westrand um 20.41 Uhr. Am besten ließ sich das Schauspiel in einer Sternwarte beobachten, von denen viele eigens wegen des Ereignisses die Türen geöffnet hatten und Sonderveranstaltungen anboten.

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Wer am Montagnachmittag die Gelegenheit verpasst hat, wird sich bis 2019 gedulden müssen. Denn dann erst wird sich von Deutschland aus das Naturschauspiel wieder beobachten lassen. In diesem Jahrhundert soll der Merkur noch 13 Mal vor die Sonne treten. Das ist im Vergleich zu einem Venustransit ein recht häufiges Ereignis. Ein Venustransit lässt sich, über einen Zeitraum von 248 Jahren gerechnet, insgesamt nur vier Mal beobachten. Der nächste ereignet sich erst wieder im Jahre 2117.

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