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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Marsforschung Curiosity bohrt den Roten Planeten an

 ·  An diesem Wochenende war es endlich soweit. Der Marsrover der Nasa hat den ersten Bohrversuch unternommen und ein Loch in den Marsboden gehämmert.

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Der Marsrover „Curiosity“, der seit  seiner Landung im August vorigen Jahres bereits 500 Meter im Gale-Krater weit gefahren ist, hat jetzt seinen Schlagbohrer eingesetzt  und ein Loch in die  Gesteinsformation „John Klein“ gehämmert. Die Öffnung ist 1,6 Zentimeter breit und 6,4 Zentimeter tief, wie die amerikanische Weltraumbehjörde  Nasa mitteilte.  Bei der Bohrung war sowohl  der Hammermechanismus als auch der Rotationsmodus des am Roboterarm befindlichen Bohrhammers in Betrieb.

Damit ist Curiostiy die erste Marssonde, die den Roten Planeten angebohrt hat.  Das Vehikel soll in den kommenden Tagen das pulverisierte Material aus dem Loch entnehmen und die Proben anschließend chemisch analysieren.

Ein Teil des Materials wir dazu verwendet, Kontaminationen im Analyselabor zu entfernen, die noch von der Zeit stammen, als Curiosity auf der Erde getestet wurde. Jede noch so kleine Verunreinigung könnte die Messungen verfälschen.

Das Material aus der Tiefe ist weniger der kosmischen Strahlung und der Verwitterung ausgesetzt als das Oberfächenmaterial, so dass man bei den Untersuchungen mehr über den ursprünglichen Zustand des Marsgesteins erfahren wird.

"Der modernste Planetenroboter ist jetzt
ein vollständig operierendes Analyselabor auf dem Mars“, erklärte
John Grunsfeld  von der Nasa. Dies sei der „größte
Meilenstein“, den der Roboter seit seiner geglückten Landung auf
dem Mars im August erreicht habe - „ein weiterer Tag des Stolzes
für Amerika.“, fügte Grunsfeld hinzu. Die Gesteinsprobe könnte  nach
Einschätzung der Nasa Hinweise auf lang vergangene „feuchte
Umgebungen“ auf dem Mars geben.

Um auf jede mögliche Gesteinsart auf dem Mars vorbereitet zu sein,
hatte die Nasa ausgiebig an dem Bohrer für „Curiosity“ getüftelt. Acht
Bohrer seien entwickelt worden, mit denen mehr als 1200 Löcher in
20 Gesteinsarten der Erde gebohrt wurden, sagte die Nasa-Ingenieurin Louise Jandura.

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Jahrgang 1962, Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

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